Dienstag, 15. August 2017

[Rzension] Indien: Ein Länderportät - Bernhard Imhasly (by Aenna)

Indien: Ein Länderporträt von Bernard Imhasly

Verlag: Ch. Links Verlag, 2015
Preis: 18,00 €
Seitenzahl: 208
ISBN: 978-3-86153-822-6

Klappentext:
Die Vielfältigkeit Indiens ist fast schon ein Klischee. Ein Land der Widersprüche, das changiert zwischen Kastenwesen und Demokratie, zwischen Götterglaube und High-Tech, blanker Armut und neuer Wirtschaftskraft mit glitzernden Shopping-Malls. Bernard Imhasly lebt seit Jahrzehnten in Indien und kann wie kaum ein Zweiter vom Subkontinent erzählen, etwa, indem er von der indischen »Hochzeitsindustrie« mit einem Jahresumsatz von circa 40 Milliarden US-Dollar berichtet oder von der nicht zu unterschätzenden Rolle der indischen Mythologie in der aktuellen Politik.

Meine Meinung:
Dies ist ein Buch, wo die durch das Cover und den Klappentext geweckten Erwartungen eine große Rolle spiele. Es gibt viele verschiedene Gründe ein Buch über ein Land zu lesen: Vielleicht möchte man sich fortbilden oder für sein Studium wissen sammeln. Ich wollte einfach nur mein Grundwissen über Indien erweitern, bevor ich im September nach Bangalore fliege. Auf dieses Buch bin ich in der Bibliothek gestoßen. Der Untertitel "Ein Länderporträt" klang für mich nach einem guten Überblick. Auch die Bezeichnung "Die besondere Reiseführerreihe" verstärkte den Eindruck. Und nach der Lektüre des Buches bin ich mir ziemlich sicher, dass der Autor genau dies als Ziel hatte. Leider ist er (meiner Meinung nach) weit über das Ziel hinausgeschossen.

Das Buch ist in ein Vorwort, einen Prolog, einem Epilog und in zwölf Kapitel unterteilt. Letztere befassen sich mit den größten Themen, die den meisten Menschen zu Indien einfallen. Dazu gehören beispielsweise die Ehe, Mythologie und Umwelt. So weit so gut. Beim Lesen hatte ich jedoch nicht das Gefühl einer Ordnung oder einem roten Faden zu folgen. Schon im Vorwort wird unsystematisch von all den Dingen berichtet, die es nicht in das Buch geschafft haben. Die im Prolog und Epilog aufgegriffenen Themen wirken bereits recht chaotisch. Und genau so geht es weiter. Ich sehe ein, dass es sehr schwer ist, sich für bestimmte Themen zu entscheiden und diese systematisch aufzuschreiben. Der Autor hat ohne Zweifel recht, dass dieses Länderporträt (und vermutlich auch jedes andere Buch über ein ganzes Land) sehr subjektiv und bruchstückhaft ist. Dies darf aber nicht als Ausrede dafür herhalten die Bruchstücke aneinander zu Reihen, wie sie dem Autor gerade einfallen.

Leider ist mir diese Vorgehensweise ständig aufgefallen. Die meisten Kapitel beginnen mit irgendeiner konkreten Geschichte oder Momentaufnahme. Vermutlich soll dadurch das Interesse geweckt werden. Das  könnte auch funktionieren, aber danach muss es dann systematisch weitergehen. Stattdessen folgen häufig Sätze im Sinne von "Da fällt mir gerade ein ...". Das hatte zur Folge, dass ich nur an jenen Stellen gut mitgekommen bin, mit denen ich mich schon ein wenig auskannte und an denen wenig bis gar keine fremden Namen genannt worden sind. Auf fast allen anderen Seiten geht vieles durcheinander. Das sorgt für Verwirrungen und nimmt die Lust am Lesen.

Ich möchte dem Autor auf keinen Fall sein Fachwissen absprechen. Er kennt sich mit Sicherheit hervorragend mit Indien aus und hat weit mehr zu sagen, als er in diesem Buch unterbringen kann. Er scheint dabei nur leider zu vergessen, dass der Leser möglicherweise noch kaum etwas über Indien weiß. Das hat auch zur Folge, dass der Leser nicht so leicht mit indischen Namen und Orten jonglieren kann. Natürlich kann der Autor nicht dafür sorgen, dass mir die Namen bekannter vorkommen, aber er und der Verlag hätten deutlich mehr Arbeit in die Leserfreundlichkeit stecken können und müssen. Warum werden keine Infokästen eingebaut, in denen Stammbäume schematisch dargestellt werden? Warum wird keine Karte mit Markierungen abgedruckt, wenn es um Orte geht? Warum gibt es keine grafisch hervorgehobenen Bereiche, wenn eine weiterführende Geschichte zwischen den eigentlich Text geschoben wird? Und was wäre so schlimm daran gewesen hin und wieder eine einfach Zeichnung einer beschriebenen Gottheit einzufügen? Schwarz-weiße, kleine Skizzen hätten vollkommen genügt. All das hätte helfen können. Stattdessen gibt es lediglich ein kleines Glossar und eine Karte am Ende, die aber ohne direkten Bezug zum Text kaum beim Verstehen oder Merken helfen.

Insgesamt denke ich, dass dem Autor und dem Verlag Testleser mit nur geringen Kenntnissen über Indien gut tuen würden. Es sollte mehr Wert auf eine gute Struktur und auf Leserfreundlichkeit gelegt werden. Deswegen gebe ich leider nur zwei Katzen.

Dienstag, 8. August 2017

[Rezension] Sirrah - Petra Gugel (by Aenna)

Sirrah von Petra Gugel

Veröffentlicht in: 2017
Preis: 2,99 €
Seitenzahl: 215 (ebook)
ASIN: B071GGGJHD

Klappentext:
In ferner Zukunft leben zwei junge Menschen auf einer matriarchalen Welt: Sirrah, Tochter einer Gutsbesitzerin, und Tihal, Sohn eines Landarbeiters. Während Sirrah alle Wege offen stehen, bleibt Tihal nur das Leben auf den Feldern. Tihal umgibt ein Geheimnis, das Sirrahs Interesse weckt. Die beiden kommen sich näher, ihre Liebe zerbricht jedoch an Sirrahs Zukunftsplänen. Als Sirrah eine Karriere bei der Raumflotte anstrebt, verlässt Tihal seine Heimat und schließt sich einer Rebellengruppe an. Zunächst verdrängt Sirrah die Ungerechtigkeit des Gesellschaftssystems und stürzt sich mit Eifer in ihre Ausbildung. Als sie jedoch herausfindet, dass Tihal die Zwangsarbeit auf einem unwirtlichen Planeten droht, schmiedet sie einen waghalsigen Fluchtplan.

Dienstag, 1. August 2017

[Rezension] Wo der Mond auf dem Rücken schläft (by Aenna)

Wo der Mond auf dem Rücken schläft von Mareike Schuldt

Verlag: Drachenmond Verlag, 2010
Preis: 13,95 €
Seitenzahl: 364 (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-931989-57-6

Inhalt:
Mareike ist Mitte 20, hat sich zu spät auf einen Arbeitsplatz beworben und sich deshalb für eine Rucksackreise durch Indien entschieden. In 6 Monaten bereist sie sowohl den Norden als auch den Süden, macht gute und schlechte Erfahrungen und gelangt zu vollkommen neuen Ansichten.

Dienstag, 25. Juli 2017

[Rezension] Die Zeitdetektive 14: Francis Drake Pirat der Königin (by Aenna)

Die Zeitdetektive 14: Francis Drake, Pirat der Königin von Fabian Lenk

Verlag: Ravensburger
Preis: 7,95 € (Version von 2009)
Seitenzahl: 158 (gebundene Ausgabe)
ISBN: 978-3-473-34533-5

Inhalt:
Die Zeitdetektive (Kim, Leon und Julian) fragen sich, wie der Pirat Francis Drake eines seiner berühmtesten Abenteuer meistern konnte. Kurzerhand entscheiden sie sich selbst auf dem Schiff vorbeizuschauen. Dort wartet bereits ein neuer Fall auf sie.

Donnerstag, 20. Juli 2017

[Rezension] Luft nach oben - Nicolas Dierks (by Key)

Luft nach oben - Philosophische Strategien für ein besseres Leben, Nicolas Dierks
Rowohlt
, 2017
Preis: 14,99€
EBook
: 256 Seiten
ISBN
: 9783499631740

Klarer fühlen, klüger handeln, geistig wachsen!
Wie besinnen wir uns auf das wirklich Wichtige? Welche Fähigkeiten brauchen wir für ein gutes Leben? Und wie können wir Mut schöpfen und Veränderungen wirklich schaffen? Kann uns die Philosophie helfen, diese Fragen zu beantwor ten? Sie ist doch angeblich zu abstrakt und hat nichts mit dem wirklichen Leben zu tun. Im Gegenteil, sagt Nicolas Dierks, sie animiert uns, unsere Fähigkeiten zu entwickeln und für ein besseres Leben zu nutzen. Er begibt sich, mit über zwanzig Jahren Erfahrung und 2300 Jahren Philosophie im Gepäck, auf den rauen Boden der Wirklichkeit. Wie hilfreich sind die Einsichten von Aristoteles, Kant, Wittgenstein & Co im Alltag?
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