Sonntag, 10. Februar 2013

[INTERVIEW] Shatan über Helen B. Kraft




Guten Tag, mein Name ist Shatan. Viele von euch kennen mich sicher noch nicht, aber meine Autorin Helen B. Kraft plant bereits, das zu ändern. Sie hat sich die Freiheit herausgenommen, über mich in dem Roman „Höllenjob für einen Dämon“ zu schreiben, der im September [Anm.:2012] im Machandel Verlag erschienen ist. Ganz ehrlich, bevor Helen beschloss, meine Lebensgeschichte herauszuposaunen, habe ich ein mehr oder weniger angenehmes Leben als Herr über Luzifers Kesselräume geführt. Zugegeben, meine Herrin Luzifer kann ein ganz schönes Miststück sein, aber dass Helen sie zu diesem Höllenjob überredet hat, war schon ein starkes Stück.

1. Stell uns Helen B. Kraft doch erst einmal kurz vor.
Kurz, hm? Tja, mal überlegen. Helen hat sich sicher auf die eine oder andere Weise einen Platz in meinen Kesselräumen verdient, wenn auch nur, weil sie meine Geheimnisse ausgeplaudert hat. Ansonsten ist sie ein verschrobenes, aber liebes Ding, das zu viel Fantasie für meinen Geschmack hat.

2. Was denkst du über Helen, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
*Hebt eine Augenbraue* Hatte ich diese Frage nicht gerade schon beantwortet? Aber gut. Etwas mehr im Detail. Ich finde, Helen ist eine nette Frau, die viel zu sehr an andere denkt. Ich habe es daran gemerkt, wie sehr sie mit mir mitgelitten hat, als sie meine Geschichte aufschrieb. Ich bewundere ihr Einfühlungsvermögen, aber ich hasse ihre schonungslose Ehrlichkeit. Sie hätte gewisse Dinge in dem Roman ruhig unter den Tisch fallen lassen können.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Sie liest. Und wie viel sie liest. Wenn ich ihre ganzen Bücher einsammeln würde, könnte ich bestimmt ein Jahr lang meine Kesselräume beheizen. Ansonsten arbeitet sie viel. Zu viel für meinen Geschmack. Es gäbe da sicher noch andere Figuren, die ihre Aufmerksamkeit benötigen, aber sie nennt es „einen wichtigen Brotjob“. Was immer das bedeuten mag.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Nicht das ich wüsste. Sie schreibt wohl schon ihr ganzes Leben lang vor sich hin. Mehr oder weniger erfolgreich *ein lässiges Schulterzucken*.

5. Gibt es Rituale, die Helen beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
*Ein fieses Kichern, gefolgt von dem Senken der Stimme.* Sie plottet an ungewöhnlichen Orten. Unter der Dusche oder auf dem Klo zum Beispiel. Es ist ihr peinlich, sie verrät es nicht jedem. Ansonsten hört sie Höllenmusik beim Schreiben, dann kommt sie so richtig in Fahrt. Leider, ich mag ja lieber die klassischen Musikanten.

6. Wie hast du sie kennengelernt?
Sie lugte eines Tages einfach in meinen Kesselraum. Hat mich begafft. Bloß, weil Luzifer mich immer zwingt, ohne Hemd in Hel herumzulaufen. Schrecklich so unverhohlen lüstern angestarrt zu werden. Sie hat mir vorgeschlagen, meine Geschichte zu erzählen. Sie hat ganz ruhig zugehört, genickt und sich Notizen gemacht. Dann bat sie mich darum, mich begleiten zu dürfen und ich hab ja gesagt. Tja, da wusste ich noch nicht, was später dabei rauskommen würde. Sie hat nicht ein Detail unterschlagen – nicht einmal diesen verfluchten Quastenschwanz!

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Sie hat mir verraten, dass es nicht immer so ist. Bei ihren anderen Projekten tauchen die Figuren wohl eher bei ihr auf als umgekehrt. *Wieder dieses hämische Lachen* Der eine oder andere hat sie wohl auch schon beim Duschen erwischt.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Helen so besonders?
Ich glaube, sie mag mich. Immer noch. Ich bin einer der wenigen Figuren, die ihr die Arbeit leicht gemacht haben. Wenn ich an meine Figurenkollegen denke, die sträuben sich oft oder rennen in die falsche Richtung. Das macht Helen richtig fuchsig. Nicht das die kleine Hexe das nicht manchmal verdient hätte.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Helen B. Kraft bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Soweit ich weiß, liegt gerade einer meiner Kollegen bei einer Agentur zur Prüfung. Helen ist verhalten optimistisch, dass das Manuskript „Hide and Seek“ aufgenommen wird. Außerdem arbeitet sie gerade am zweiten Teil einer vierteiligen Reihe. Wer, wie Helen, auf romantische Fantasy-Romane steht, wird sich sicher darauf freuen.

10. Ein herzliches Dankeschön an Shatan für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Shatan gesagt wurde.
Ich möchte Shatan auch danken. Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Aber eine Sache wollte ich gerne noch anmerken: Shati, vergiss nicht, dass du mir das Ende der Geschichte verdankst. Es hätte schlimmer kommen können. Luzifer hätte dich zwingen können, ihr Lustsklave zu werden. Und der Quastenschwanz … der ist doch eigentlich ganz sexy. Denk mal drüber nach!

Mehr über die Autorin erfährt man auf ihrer Homepage oder Facebookseite.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...