Freitag, 22. März 2013

REZENSION: Nina Hansemann - Feennacht

Feennacht - Nina Hansemann
Sieben Verlag, 2012
208 Seiten
Broschiert: 14,90 €
eBook: 8,99 €
ISBN: 978-3-864430-57-2

Schlafen, trainieren, Kreaturen töten – Leilas Leben ist perfekt. Bis zu dem Tag, an dem sich die Fee Vanora aus ihrem Kristallkäfig und somit aus dem ihr auferlegten Bann befreit. Auf Rache sinnend, wird Vanora zu einer Bedrohung für die Welt der Menschen. Der Einzige, der Leila im Kampf gegen Venora helfen kann, ist ausgerechnet ebenfalls vom Volk der Feen. Der unwiderstehliche Luthias. Ihm hat Leila ihre seltenen Niederlagen zu verdanken.
Luthias lässt keine Gelegenheit aus, Frauen zu erobern, und lebt auch sonst die hinterlistige Art seines Volkes mit Genuss aus. Obwohl sich Leila nicht in die Schlange seiner Verehrerinnen einreihen will, und ihm keinesfalls zu trauen ist, fällt es ihr zunehmend schwerer, sich seinem Charme zu entziehen. Nicht ahnend, dass Luthias in der Tat seine eigenen Pläne verfolgt, lässt sie immer mehr Nähe zu ...




Meine Meinung:

Zuerst einmal muss ich sagen, die Seitenzahl trügt: Das Buch ist größer als die meisten Taschenbücher in meinem Regal und nach amerikanischem Vorbild sehr eng beschrieben.
Dies nur als weitere Entschuldigung meinerseits dafür, dass es etwas länger gedauert hat, das Buch zu lesen. Denn die Geschichte macht es einem alles andere als schwer, sie in einem Rutsch durchzulesen. Leila und Luthias sind Figuren, die einem gleich sympathisch sind und mit denen man mitfiebern und mitleiden (und ja, sogar mitweinen kann).

Leila wuchs als einziges Mädchen innerhalb der "Bruderschaft" auf, lernte dort zu kämpfen und sich an den Alltag der Bruderschaft anzupassen. Bis sie vor einigen Jahren in einem Kampf mit der Fee Vanora ihren Partner und beinahe ihr Leben verloren hat. Durch die Lügen aufgeschreckt, die ihr im Nachspiel dieses Vorfalls bewusst wurden, hat sie der Bruderschaft und ihrem Mentor Tagus den Rücken gekehrt. Doch das Kämpfen gegen jene Wesen, die aus der anderen Welt in unsere herüberkommen, hat sie nicht aufgegeben. Sie kämpft jede Nacht allein gegen Vampire, Werwölfe, Nixen, und was sonst noch so in unseren Wäldern und Städten umherwandelt.

Es gab bisher nur zwei Gegner, die sie nicht besiegen konnte: Die derzeit noch verbannte Vanore und die männliche Fee Luthias. Letzterer hat sie jedoch nicht versucht zu töten, was ihn Leila nicht gerade sympathischer macht, wie man eigentlich denken sollte. Leila verachtet Feen und die Spiele, die sie treiben. Doch als Vanoras Gefängnis zu splittern beginnt und die Gefahr ihrer Rückkehr greifbar wird, muss Leila gerade bei Luthias Hilfe suchen. Denn allein hat sie gegen die alte Fee gar keine Chance. So bietet sie in ihrer Verzweiflung Luthias das einzige, von dem sie glaubt, dass es ihn interessieren könnte: Ihren Körper für eine Nacht.

Jaaaa, spätestens hier hätte ich das Buch gerne in einem Rutsch durchgelesen. Noch dazu, weil ich wissen wollte, weshalb Luthias im Gegensatz zu den anderen Feen nicht strahlend hell ist, sondern ihn eine gewisse Dunkelheit umgibt. Auch die Wahrheit über Leilas Herkunft, was genau ihr Mentor noch so verschwiegen hat und hach, ich wollte einfach alles und zwar sofort.

Nina Hansemann hat mit Feennacht einen wunderschönen, spannenden, aufregenden und romantischen Erstling veröffentlicht. Das Umeinanderhertänzeln der beiden Protagonisten, das Knistern, das man zwischen ihnen geradezu spüren konnte, einfach herrlich. Und SPOILER: Was ich ja wie schon einmal gesagt, sehr mag: Nicht alle kommen durch. Das ist bei mir immer ein Pluspunkt, auch wenn ich deswegen die Tempotücher auspacken muss.

Allerdings muss ich einen kleinen Punkt bemängeln, der ganz zu Beginn ein großer persönlicher Pluspunkt war: Schottland! Als ich gelesen habe, wo das Buch spielt, war ich schon hin und weg. Leider habe ich im Buch selbst davon nicht mehr so viel gespürt, wie ich es mir erhofft habe. Daher einen mini-halben Punkt Abzug. Dennoch kann ich "Feennacht" uneingeschränkt empfehlen und hoffe, bald etwas Neues von der Autorin in Händen halten zu dürfen.




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