Dienstag, 30. April 2013

REZENSION: Dana Kilborne - Blutspuren auf Stein

Blutspuren auf Stein - Dana Kilborne
Cora Verlag, 2013
142 Seiten
Print: 3,60 €
eBook: 3,49 €


Erschrocken liest Chloe den Zettel mit der mörderischen Botschaft, der neben Leonas Leiche gefunden wurde. Wie sie gehörte auch Leona zu den Studenten, die bei dem Kriminalpsychologen Small ein Seminar belegen. Das Thema: Profiling, die Psychologie eines Mörders. Dass der Kurs auf der kargen Isle of Ulva mitten im Atlantik stattfindet, hat Chloe zuerst gefallen. Doch plötzlich fühlt sie sich auf dieser Albtrauminsel gefangen! Professor Small ist spurlos verschwunden, Leona ist tot. Und schon taucht ein zweiter Zettel auf – und eine weitere Leiche: Sieben kleine Opferlein …



Meine Meinung:

Im Prolog trifft man auf Megan, die sich nachts eine heimliche Zigarette auf dem Dach genehmigt, während sie - in uns allen bekannter Teenagermanier - über ihre viel zu strengen Eltern nachdenkt. Da muss sie über das Dachfenster mitansehen, wie ihre Eltern im Schlafzimmer ermordet werden. Sie selbst kann sich bei den Nachbarn bemerkbar machen, was ihr das Leben rettet, doch einer der beiden Einbrecher verspricht ihr: Er kommt wieder.

Einige Jahre später lebt Megan im Zeugenschutzprogramm (nachdem mehrere Anschläge auf ihr Leben verursacht wurden) als Studentin Chloe. Gemeinsam mit sechs weiteren Studenten wurde sie für ein spezielles Seminar ausgesucht, das heißbegehrt ist. Außer den Studenten ist nur der Professor und dessen Assistent auf der abgelegenen schottischen Insel Ulva, auf der das Seminar stattfindet. Und dieses Seminar hat es in sich, denn schon kurz nach ihrer Ankunft finden sie eine Leiche im Bett von Leona: Eine Schaufensterpuppe, die der Professor als Bestandteil des Seminars dort platziert hat. Die Studenten sollen einen fiktiven Serienmörder finden, doch bald müssen sie lernen, dass dieses Szenario gar nicht so fiktiv ist, wie ihr Professor sie glauben lässt und Chloe weiß nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann.

"Blutspuren auf Stein" ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, nicht nur wegen seiner Kürze. Man findet sich schnell in der Story zurecht, Chloe ist eine sympathische Protagonistin und die 10-kleine-Negerlein-Manier, in der die Opfer ihr Leben lassen ist schon sehr perfide. Noch fieser sind allerdings die Zettel, die der Mörder bei den von ihm aufgestellten Todesfallen hinterlässt. Bei diesen orientiert er sich nämlich tatsächlich an den Kinderreimen - wenn auch in sehr grausamer Sprache.

Ich hatte die grundsätzlich richtige Idee zur Klärung des Falles, habe aber letztendlich doch auf die falsche Person als Mörder getippt. Was mir nicht so gut gefallen hat, war dass mir die Begründung für das alles am Ende fast zu, na, gewollt ist eigentlich nicht das richtige Wort, aber doch zu plötzlich kam. Ich glaube, auch in dieser kürze hätte man ein paar Hinweise hier und da streuen können, ohne zu viel zu verraten. Denn man kennt wirklich nur einen winzigen Teil der Hintergründe, und ist tatsächlich darauf angewiesen, dass der Mörder seinen ganzen Plan und die Gründe dahinter verrät. Schade, hätte man da etwas mehr mitermitteln können, hätte es von mir die volle Punktzahl gegeben. Aber vier Katzen sind auch nicht schlecht, oder?













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