Donnerstag, 2. Mai 2013

REZENSION: Colette Gale - Entangled

Entangled - Colette Gale
The Erotic Adventures of Jane in the Jungle 2
Avid Press, 2012
73 Seiten
eBook 3,08 €
















Meine Meinung:

Am Ende von Entwined tauchte Jonathan wieder auf. Wäre er doch nur weggeblieben. Wirklich, den Kerl mag ich gar nicht. Der ist (fast) so schlimm wie Kellan - auf der anderen Seite sogar noch schlimmer. Wie gesagt, Kellan machte sich recht deutlich an Jane heran. Jetzt, da Jonathan da ist, bekommt er, was er wollte:

Bei einem - wie Jane glaubt - romantischen Ausflug mit Jonathan mit planschen in heißer Quelle, legt Jonathan bestimmte Blätter auf heiße Steine, die Dämpfe auslösen. Oder um es kurz zu machen: Jane steht unter Drogen. In diesem Zustand erlaubt (ja, dieses Wort wird tatsächlich genutzt) Jonathan Kellan, Janes letzte Jungfräulichkeit zu nehmen. Zustimmen tut sie dem ganzen nicht. Und hier stellen sich mir schon die Nackenhaare auf. So etwas hat sich nicht als "Erotischer Roman" zu tarnen. Vergewaltigung ist und bleibt Vergewaltigung, es ist mir egal, in welcher Zeit es spielt, wenn die Erotik (und evtl. Romantik) im Vordergrund steht, will ich so etwas einfach nicht lesen.

Und was tut Jane, als sie nach der Sache erwacht, nackt, im Dschungel, die beiden Kerle plappernd am Lagerfeuer sitzend? Sie schreit nicht rum, tritt ihnen in die Hintern und überlässt sie den wilden Tieren des Dschungels, nein, nach einer halbherzigen Entschuldigung setzt sie sich zu den Männern und meint, och, so irgendwie hat es ihr ja doch gefallen. Halllllooooooo??????? Auftritt wildes Tier. Wirklich, ich habe nur weitergelesen, weil ich hoffte, Jonathan und Kellan würden jetzt zerfleischt werden (wurden sie leider nicht) stattdessen kommt Zaren und rettet Jane (Der Junge hat wirklich ne bessere Frau verdient) und da schafft die Autorin es wieder, die Geschichte besser werden zu lassen (nein, ich hab die Vergewaltigung und Janes seltendämliche Reaktion noch nicht vergessen), bis am nächsten Morgen Jane in ihrem eigenen Zimmer weit weg von Zarens Baumhaus in dem, das sie mit ihrem Vater, der Bediensteten und den beiden Mistkerlen bewohnt, aufwacht.

Jonathan entschuldigt sich noch einmal bei ihr und verspricht, so etwas nicht noch einmal zu tun. Bei dem nächsten gemeinsamen Planschen tauchen dann eine Gruppe Eingeborener auf, die den beiden nackten Weißen mit vorgehaltenen Speeren befehlen, mitzukommen. Jonathan erinnert Jane immer wieder, brav zu sein, damit sie ihn nicht töten. Ehrlich? Ich hab mir gewünscht, Jane würde sich einfach umdrehen und gehen. Stattdessen geht sie mit. Das Buch endet mit einem mehr oder weniger Cliffhanger im Dorf der Eingeborenen, wo Jonathan Jane erklärt, dass die Leute sie für eine Fruchtbarkeitsgöttin halten und Jane zulassen müsse, dass die Leute sie anbeten - auf jede Art und Weise, die diese für angemessen halten.

Okay, die Wölfe und Tiger im ersten Teil waren doof und nervig aber das hier ... ich bin froh, dass es keinen dritten Teil gibt. Ich weiß auch nicht, wen ich schlimmer finde: Jonathan und Kellan oder Jane. Nach Blutrot habe ich es tatsächlich geschafft, das zweite Buch zu finden, das von mir einen einzigen Punkt bekommt - und der ist nur für Zaren.










Kommentare:

  1. Ach du meine Güte. Aber oft ist es ja leider immer noch so, dass Vergewaltigung in solchen Romanzen vorkommt und als "okay" und "nicht so schlimm" angesehen wird. Da will man echt nur noch draufhauen, deshalb lese ich sowas schon gar nicht mehr. Wenn man wenigstens vorher wüsste, was einen erwartet..

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    1. Ich hatte einmal einen historischen Liebesroman (von einer deutschen Autorin) bei der der "Held" die Protagonistin vergewaltigt und dann der Ehre halber heiratet. Sie hat sich dann unsterblich in ihn verliebt und die Vergewaltigung war ja gar nicht schlimm ... Da wird man gegenüber Büchern aggressiv.

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