Donnerstag, 4. Juli 2013

REZENSION: Lauren Oliver - Delirium

Delirium - Lauren Oliver
Amor Trilogie 1
Originaltitel: Delirium
Carlsen, 2011
Hardcover 18,90 €
416 Seiten
ISBN: 978-3551582324
eBook 12,99 €
Hörbuch (Audible) 13,95 €

Wenn Liebe tötet - willst du dann je geheilt werden? Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie wollten sich verlieben. Heute, in Lenas Welt, ist Liebe als Krankheit identifiziert worden und heilbar. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag soll auch sie dem Eingrif, der die Heilung bringt, unterzogen werden. Danach wird sie normal sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.




Meine Meinung:

Liebe als Krankheit ist ein wirklich interessantes Konzept. Dass es gegen diese "Krankheit" ein Heilmittel gibt, das jedem mit 18 verabreicht werden soll auch. Auch wenn ich mich direkt an den Film Equilibrium erinnert fühlte - was erst einmal gar nichts schlechtes ist, im Gegenteil, ich LIEBE diesen Film.

Leider blieb Delirium hinter meinen Erwartungen zurück. Die Geschichte und die Figuren waren okay, aber wirklich mit ihnen mitfiebern konnte ich nicht. Wie auch, wenn Lena, während sie durch einen gerade erfahrenen Hundebiss im Bein aus einer Razzia flieht und verfolgt wird, darüber nachdenkt, wie toll Alex aussieht? Ich meine, ich würde mir da ja andere Gedanken machen, selbst wenn das Adrenalin in diesem Moment den Schmerz dämpft, wäre mein erster Gedanke "Scheiße, ich muss hier weg" und nicht "Hey, der Typ ist süß".

Auch kamen mir (ich muss zugeben, im Vergleich zu Equilibrium) Fragen, die ich nicht gut gelöst fand: Wenn Liebe eine Krankheit ist, die geheilt wird, wie weit geht diese Heilung? Lena und Hana wissen, dass sie nach dem Angriff keine Freunde mehr sein werden. Wenn die Gefühle der Menschen also so weit beinflusst werden (über die Beziehung zu Mutter und Kind wird von Pflichtgefühl gesprochen), weshalb werden dann Dinge wie Musik beibehalten? Weshalb gibt es weiterhin Kunst und Literatur? Das sind schließlich Ausdrucksarten von Gefühlen, von Liebe. Wäre es nicht wesentlich sinnvoller, diese zu verbieten? Die Erwachsenen dürften kein Interesse mehr an ihnen haben und weshalb sollte man die Kinder und Jugendlichen der Gefahr übermäßiger Empfindungen aussetzen, wenn man sie einfach abschaffen könnte?

Mir war das ganze leider zu wenig durchdacht. Zusammen mit der nur mittelmäßigen Handlung und Figuren und Lenas teilweise merkwürdigen Gedankengängen (wie oben schon beschrieben, eine Stelle gab es auch, in der sie Alex mit einem Hund vergleicht, der freudig an ihre Seite eilt ... ja, find ich superromantisch ...) war das Buch leider nicht wirklich mein Fall. Es war nicht so schlecht, dass ich es abbrechen musste und ich konnte es mir von Anfang bis Ende nebenher anhören, aber die Fortsetzung hierzu wird bei mir nicht landen.





Kommentare:

  1. Schade, dass es dir nur so wenig gefallen hat.
    Das Buch liegt schon seit langer Zeit auf meinem Wunschzettel, aber es hat mich bis jetzt noch nicht so überzeugt, dass ich es mir mal gekauft hätte.
    Vielleicht traue ich mich bald doch mal und bilde mir meine eigene Meinung ;)

    Liebe Grüße
    Lyiane

    PS: Ja, ich weiß, dass wir die Fragen von eurem Tag immer noch nicht beantwortet haben. Aber wir haben es nicht vergessen ;)

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    1. Ich weiß, dass es ganz vielen gefallen hat, deswegen hatte ich auch recht hohe Erwartungen, die sich für mich leider nicht erfüllten. :/ Aber Bücher sind ja auch Geschmackssache. Und eigene Meinung ist immer noch am besten. :)

      Hihi, wir warten geduldig auf die Antworten. ;)

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