Donnerstag, 22. August 2013

REZENSION: Marina Boos - Die Nacht der Geparden (by Nana)

Die Nacht der Geparden - Marina Boos
Planet Girl, 2013
256 Seiten
Taschenbuch: 9,95 €
eBook: 8,99 €
ISBN: 978-3522503280


Klappentext:
Als Mia in Namibia landet, erwartet sie nichts als brennende Hitze. Ihr Bruder Markus, der hier seit Jahren verzweifelt für das Überleben der Geparden kämpft, ist verschwunden und steht unter Mordverdacht. Unzählige Gefahren lauern in der Wildnis, während Mia im Schutz der Nacht Beweise für die Unschuld ihres Bruders sucht. Ihr einziger Verbündeter ist Alex, der Sohn eines gewissenlosen Raubtierjägers. Kann sie ihm wirklich trauen?




Meine Meinung:
Das Cover besticht durch ein freundliches... Ja, was ist das? Ich würde sagen "Schweinchenrosa" vielleicht auch Apricot. Aber der Schein trügt, was durch die schwarzen Kleckse, den Geparden und das Zielkreuz rasch klar wird.

Mia, die Protagonistin, kommt direkt zur Sache und durch ihre Tagebucheinträge wird sie greifbar und realistisch.

Alex, ein Arbeiter aus Afrika, ist hingegen schwerer zu deuten, dennoch weckt er tief in einem drin, positive Gefühle, obwohl er sich nur schwer in die Karten schauen lässt.

Markus, Mias Bruder, hat es schwer. Nie akzeptiert, nie wirklich geliebt, er ist ein Rebell, aber liebenswert.

Hanno Schneider ist der unnahbare, der gefährliche. Ein Typ, dem man aus dem Weg geht.

Gerd Lutzhuber, so verführerisch witzig sein Name auch klingt, wiederum ist sehr laut und auffallend, ein schmieriger Schleimbeutel.

Die Charakter wurden gut platziert und treffend in Szene gesetzt und das, ohne groß Worte zu verschwenden. Sie leben durch Dialoge, durch kleine Gesten, die nach und nach das Puzzle zusammenfügen.

Die blumige Schreibweise ist sicher angewendet worden und lässt den Leser die Hitze Afrikas und sein Aroma spüren und riechen. Selbst wenn man noch nie dort gewesen ist. Mit gezielten Hinweisen erzeugt die Autorin lebendige Bilder und schafft dadurch eine Gratwanderungen zwischen Schaurigkeit (der Mord/die Leiche) und die weite und Anmut der Savanne.

Fazit:
Dieses Buch bietet kurzweilige, aber gute Unterhaltung. Ich wurde animiert mitzufiebern, mit zu rätseln und musste die Seiten immer schneller umblättern. In zwei Tagen war ich durch, da ich einfach erfahren musste, wer hier inwieweit in dem Schlamassel involviert ist. Dabei lernte ich ganz nebenbei vieles über Namibia, über das Leben, die Farmen, die Camps etc. und ich durfte nebenbei noch einem Teenager beiwohnen, wie sie über sich selbst hinauswuchs und tapfer demonstrierte, dass die Gerechtigkeit siegen kann, egal wie jung man ist und das man Menschen besser nicht anhand ihres Alters unterschätzt.
Ich bin mir sicher, dass dieses Buch ob seiner Vielfältigkeit auf geneigte Leserinnen treffen wird, da es anspruchsvoll ist, ohne dabei zu "schwer" zu sein. Gleichzeitig besticht es durch seine lockere Art.
Da ich leider nur ein Exemplar aus der Bücherei hatte, werde ich es mir wohl noch kaufen müssen, um diesen kleinen Schatz in mein Regal stellen zu können.
Eine wirkliche Leseempfehlung!



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