Montag, 28. Oktober 2013

[INTERVIEW] Saha über Alisha Bionda

Bild Ich freue mich, endlich einmal die Gelegenheit zu haben, direkt mit den Lesern zu sprechen – mitdenWimpernklimper. Ich heiße SAHA und bin eine Gottesanbeterin, die mit ihrem Liesten ISHTAR, einem stattlichen Libellenmann und ihren Freunden durch die REGENBOGEN-WELT wandert und viele neue Gefährten trifft und etliche Abenteuer zu bestehen hat. Was mir natürlich vortrefflich gelingt – kokettlächel – da ich eine ziemlich kluge und wilde Gottesanbeterin bin.

1. Stell uns Alisha Bionda doch erst einmal kurz vor. Gibt sie dir genug zu essen? Lässt sie dich regelmäßig nach draußen?
Oooooh – dieEndlosbeineübereinanderschlag – über Alisha gäbe es vieles zu sagen. Ja wo fange ich da nur an? Sie ist ein kleiner literarischer Tausendsassa, denn sie ist nicht nur Autorin, sondern auch Herausgeberin, Redakteurin, Agentin – ach und vieles mehr. Ihr verliere allmählich den Überblick. KnabbertelegantaneinemBlatt
Manchmal finde ich, dass wir uns recht ähnlich sind. Wir sind nämlich beide multitasking – kicher –.
Na ja, das wichtigste was es über Alisha zu sagen gibt: Sie ist meine Schöpferin. Und sie hat Respekt vor anderen Kreaturen, daher überlässt sie es völlig mir, für meine Ernährung zu sorgen – denn ich gebe zu: Ich bin eine recht verwöhnte und anspruchsvolle Gottesanbeterin (zumindest war ich das in meinen jungen Jahren und zu Anbeginn unserer Reise durch die fünf Ebenen der REGENBOGEN-WELT.)
Darüber hinaus haben Alisha und ich eine „stille Übereinkunft“: Sie lässt mir meine Freiheit in meiner Welt und ich lasse ihr ihre auf ihrer Sonneninsel. Dafür darf sie über mich berichten. Wenn das so gut mit uns weitergeht, könnte es sogar sein, dass die REGENBOGEN-WELT nicht der einzige Roman bleibt, in dem ich ihr erlaube, von meinem Leben zu berichten – grins.
 

Bild 2. Was denkst du über Alisha, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Wie ich Alisha finde? Auch das ist nicht einfach zu beantworten, weil sie ständig neue Ideen hat, vielseitig interessiert ist und sich manchmal mit äußerst schrillen Menschen trifft. Mit ihr wird es nie langweilig, daher sage ich nur eines: Ich finde sie geil! Entschuldigung, den Ausdruck habe ich auch von ihr, manchmal kann sie nämlich sehr deutlich werden und das färbt ab.
Worum ich sie beneide?
Dass sie immer unbeirrt ihren Weg geht, und versucht dies niemals auf Kosten Anderer zu tun. Was ich gar nicht an ihr mag: Sie hat eindeutig zu wenig Zeit für mich und ihre Romane, das sollte sie schleunigst ändern. Schließlich möchte auch ich mehr von ihr lesen.
Aber ich glaube, ich habe nun lange genug gemeckert und sie besinnt sich allmählich. Jedenfalls hat sie mir versichert, dass sich ab nächstes Jahr einiges ändern soll – seufz – aber ihr Menschen versprecht ja oft viel wenn der Tag lang ist. Ich werde das jedenfalls im Auge behalten.


3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Das ist eine sehr gute Frage. Zum einen, schreibt sie wie ich schon sagte, die letzten Jahre nicht mehr so viel, dafür hat sie aber viel herausgeben und ihre Agentur aufgebaut. Und vielerlei mehr. Darüber hinaus frönt sie dem Inselleben ganz schön – erneut seufz – manchmal hat sie „Tausend Hummeln im Hintern“. Morgens und abends streift sie mit Mephisto, ihrem afghanischen Windhund, am Meer entlang. Etwas, das sie sehr liebt, oft trifft sich auch mit Freunden von der Insel oder hat „ihre Menschen“ zu Besuch. Dann sagt sie immer zu mir „Saha, die nächsten Tage/Wochen/Monate habe ich wenig Zeit für dich, es menschelt wieder“. Dann weiß ich Bescheid und bekomme sie selten zu Gesicht, weil ihr „ihre Menschen“ wichtig sind.
An ihrer Seite vergeht die Zeit scheinbar schneller, weil sie sowohl die Zeiten mit ihren Menschen bewusst genießt, aber auch die Stille, wenn sie alleine ist. Ich habe das Gefühl. Sie braucht beides.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Soweit ich weiß, nicht direkt. Sie ist nicht der Typ dafür, sich an Anderen zu orientieren – lacht – und das ist glaube ich auch gut so.


Bild 5. Gibt es Rituale, die Alisha beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Lacht erneut – da ist sie auch wieder speziell.
Vollkommene Stille hat sie gern beim Lesen oder wenn sie lektoriert. Bei allen anderen Arbeiten hat sie meist lustige Sitcoms laufen (Humor liebt sie sehr, auch an ihren Mitmenschen), früher lief auch Musik, aber das wird immer seltener seit sie auf der Insel lebt.
Aber eines macht sie nie: Knabbern oder essen währenddessen. Ach, auch da hat sie ihre Eigenarten – hehe, aber DAS fragt ihr sie lieber selbst. Ich weiß nicht, ob sie das verraten will.


6. Wie hast du sie kennengelernt?
Hehe ... das war einfach: Sie hat mich und meine Welt einfach geschaffen. Und sie hat sich sehr lange Zeit dafür gelassen, hat viel Liebe und Herzblut in mich und die REGENBOGEN-WELT fließen lassen.

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Da kann ich sie auch wieder nicht einschätzen, weil sie aus allem Inspirationen zieht. Ich glaube besonders nah steht ihr nach wie vor ihr Vampirpaar „Dilara und Calvin“, aber auch Chapeau Claque, den ihr aus „Höllischer Alltag“  kennt und demnächst wohl auch befragt. Ein ziemlich versnobter Geselle – und wenn ICH das sage, will das etwas heißen. Alisha nennt mich nicht umsonst kapriziös.


Bild 8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Alisha so besonders?
Warum ihr das Interview mit mir führt, hat einen guten Grund: Ich halte Alisha ein wenig den Rücken frei, damit sie wieder mehr Zeit fürs Schreiben hat.
Und Alisha ist darüber hinaus der Meinung, dass Andere sie besser beurteilen können und sollen. Was für mich Alisha besonders macht ... hm ... mal überlegen. Ich glaube, dass sie sich nicht anpasst, sich nicht verbiegt. Sie hat einmal etwas zu mir gesgt, dass ich zitieren möchte, weil es mir sehr gefallen hat und zu ihr passt:
„Saha, ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.“


9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Alisha Bionda bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Was die Zukunft bereithält, für uns alle, weiß niemand.
Alisha lebt eh nach dem Prinzip: Es kommt wie es kommt – und so nehme ich es an.
Ich glaube, das ist weise.
Der Stand ihrer Arbeit ist so mannigfaltig, dass das den Rahmen dieses Interviews sprengen würde. Aber im Moment arbeitet sie neben allem anderen sehr intensiv an dem weiteren Aufbau ihrer Agentur Ashera und in dem neuen Aryuna-Verlag mit, in dem ja u.a. auch meine – ähäm ihre – REGENBOGEN-WELT erschienen ist.
Und ab Dezember wird sie wieder mehr schreiben, das hat sie mir fest versprochen.


10. Ein herzliches Dankeschön an Saha für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Saha gesagt wurde.
Saha, hat das Wesentliche gut rübergebracht. Auch das, was ich derzeit umzusetzen zu versuche. Besonders am Herzen liegt mir da in der Tat die Agentur Ashera, aber ich freue mich auch darauf, wieder mehr zu schreiben. Beginnen werde ich wohl mit einer düster-phantastischen Erotik-Trilogie. Aber am liebsten würde ich mir mindestens sechs Zusatzarme wachsen lassen, weil mich wieder einmal mehrere Romanprojekte gleichzeitig reizen.
Also hoffe ich, dass mir Saha und meine anderen Roman-Charaktere dabei weiterhin nach Kräften „Schützenhilfe“ leisten.


Mehr über die Autor erfährt man auf ihrer Homepage.
Außerdem möchten wir auf die Seite Literra sowie auf die Homepage ihrer Agentur Ashera hinweisen.
Regenbogenwelt ist im Arunya-Verlag erschienen.
 
 

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