Dienstag, 22. Oktober 2013

REZENSION: Die Liste der vergessenen Wünsche - Robin Gold (by Nana)

Die Liste der vergessenen Wünsche - Robin Gold
Blanvalet, 2013
352 Seiten
Preis Broschiert: 14,99 €
Preis eBook: 11,99 €
ISBN: 978-3764504847

Klappentext:
Eine Geschichte über Verlust, Kindheitsträume und einen Neubeginn

Früher war alles einfacher. Abschiede zum Beispiel. Als die achtjährige Clara Black – in einem schwarzen Badeanzug – ihren Kater »Schweinebraten« beerdigte, ahnte sie nicht, dass das Leben noch einen viel größeren Verlust für sie bereithalten würde: Jahre später stirbt ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit. Es bricht Claras Herz. Doch dann findet sie eine alte Liste mit ihren Kindheitswünschen, die vor ihrem 35. Geburtstag in Erfüllung gehen sollten. Ganz unverhofft wird die Liste zu Claras Rettungsanker – und zum Weg zurück ins Glück …

Meine Meinung:
Ich freute mich sehr, bei wasliestdu das Buch gewonnen zu haben. Es klang vom Klappentext einfach mal nach etwas neuem. Das Cover fand ich außerdem sehr schön und hat mich in natura auch überzeugt. Die Farben sind sanft, der Umschlag mit witzigen kleinen Zettelchen versehen, sehr schön.

Die Geschichte beginnt auch zügig mit Clara Black. Eine Frau, die im Leben steht und ihren seelenverwandten Sebastian gefunden hat, den sie endlich heiraten will. Doch noch unmittelbar vor der Hochzeit stirbt er und sie ist allein. Nach all der Zeit, von jetzt auf nachher.
Ihr Bruder Leo will sie aus dem Loch holen und, ich muss sagen, er bemüht sich wirklich sehr, ebenso wie
Libby, ihre Mutter, die ebenfalls solch einen schmerzlichen Verlust erfahren durfte, aber die Kurve bekommen hat.
Lincoln Foster, Claras ehemals bester Freund hat ebenfalls eine wichtige Rolle, denn er glaubt an Clara und teilt ihren Schmerz ebenfalls, da er seine Ehefrau an Krebs verloren hat.

Die Sprache ist ausschmückend aber nicht überladen. Wortwitz und Trauer reichen sich hier die Hand. Auch gab es hier und da Schreibfehler, so störte ich mich ganz besonders, als aus Clara plötzlich Carla wurde, aber das legte sich dann auch rasch wieder.

Fazit:
Mir war es persönlich oft etwas zu viel Herzschmerz. Ich hatte ziemlich schnell die Nase voll von der leidenden Clara, die, in meinen Augen, nicht nur in Trauer um ihren Verlobten versunken ist, sondern auch in Selbstmitleid. Als dann die Liste aus der Zeitkapsel ins Spiel kam, nahm die Geschichte einen humorvollen und rasanten Verlauf, wenn auch immer durchzogen von Trauer/Selbstmitleid, was es wiederum schwer machte für mich, wirklich Sympathie gegenüber Clara zu entwickeln. Linc war mir sehr viel angenehmer, er hat solch eine tolle Dynamik entwickelt und zum Glück auch Clara etwas auf den Boden geholt, weswegen es mir umso schwerer fiel, ihn leiden zu sehen, als sie ihn so vor den Kopf gestoßen hatte. Aber das Happy End entschädigte schließlich.
Alles in allem, ein nettes Buch, zum Leiden, fiebern und träumen.

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