Donnerstag, 3. Oktober 2013

REZENSION: Phobia - Wulf Dorn (by Nana)

Phobia - Wulf Dorn
Heyne Verlag, 2013
400 Seiten
Hardcover: 19,99 €
eBook: 15,99 €
ISBN: 978-3453267336

Klappentext:
Angst hat ein Zuhause

Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

Für Sarah und ihren sechsjährigen Sohn Harvey beginnt der schlimmste Alptraum ihres Lebens. Denn der Unbekannte verschwindet ebenso plötzlich wieder, wie er bei ihr aufgetaucht ist, und niemand will ihr glauben. Nur ihr Jugendfreund, der Psychiater Mark Behrendt, kann ihr jetzt noch helfen. Ein psychologisches Duell mit dem Unbekannten beginnt. Und von Stephen Bridgewater fehlt weiterhin jede Spur …

Meine Meinung:
Ich durfte im Zuge einer Leserunde diesen Thriller lesen und stolperte zuerst wegen des Covers über den Titel. Ich mag Puppen nicht. Augenlose Puppen schon zweimal nicht. Und als ich den Klappentext las, wusste ich, dass ist der perfekte Thriller für mich.

Die Charakter in Phobia sind unterschiedlich. Den Hauptplatz hat sicherlich
Sarah Bridgewater sicher, eine einstmalige Karrierefrauen mit einer Angststörung. Da ich das selbst zu gut kenne, konnte ich mich gut in sie hinein versetzen.

Der Unbekannte er hat viele Namen und doch keinen. Anfangs ist er ziemlich unnahbar, er ist unheimlich, schaurig, unberechenbar, aber auch eine Person, die Mitleid verdient hat.

Mark Behrendt ist das krasse Gegenteil zu allen - eigentlich ein armer Kerl, aber ein vernünftiger. Trotz seines Absturzes schafft er es, wieder Mut zu fassen und das macht ihn sympathisch.

Die Sprache ist ausschmückend wo es sein soll und sehr unterhaltsam. Ich musste hier und da wirklich schmunzeln, wohingegen ich mich bei anderen Passagen echt gegruselt habe. fast durchgängig wurde ein Beklemmendes Gefühl in mir selbst aufrecht gehalten. Sehr gut getroffen.

Fazit:
Das Ende hat mich sehr überrascht. Gleichzeitig verflog meine anfängliche Wut gegenüber dem Unbekannten und wandelte sich, auf Grund der vorliegenden Umstände, auf den Ehemann Stephen. Wie die Puzzleteile ineinander passten, fande ich sehr gelungen, auch das Motiv fand ich einfach überraschend und erfrischend, es war etwas anderes.
Für Thriller Liebhaber sicher ein Muss. Weswegen ich dennoch eine Katze abziehe ist, dass mich das Ende nicht vollständig überzeugt hat. Die Puzzelteile passten zusammen, keine Frage, aber es erschien mir am Ende etwas, wie soll ich sagen, sehr fiktiv - auf der einen Seite gut, es nahm mir Hosenpeeep die Angst, selbst in solch eine Situation zu geraten, andererseits, war es mir einen Ticken to much.
Dennoch muss ich eine Leseempfehlung aussprechen, ich wurde super unterhalten!
 

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