Sonntag, 17. November 2013

[INTERVIEW] Loreley Hazel über Susanna Montua

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Susanna Montua
Mein Name ist Loreley Hazel und ich komme aus New York. Nein, ich stamme da nicht einfach nur her, ich liebe diese Stadt, sie ist meine Leidenschaft und ich möchte niemals woanders sein. Ach und außerdem ist meine Firma da. Okay, die Firma von Daddy, aber eines Tages wird es meine Firma sein. »In-Style« - Inneneinrichtung, Teppiche, Möbel und das meist von den ganz hohen Tieren.

Geld bedeutet mir nicht viel. Ehrlich nicht. Zumindest so lange nicht, wie ich genug davon habe. Manche nennen mich oberflächlich, ich selbst würde mich als realistisch bezeichnen. Wenngleich ich gerne etwas träume. Viel träume. Eigentlich könnte ich nur träumen. Loreley seufzt.

Ach ja – ich bin eine Einzelgängerin. Ich bin zielstrebig und ehrgeizig. Ja, das trifft es in etwa.


Willkommen, nimm Platz küsschen küsschen bitte bedien dich doch an den Keksen und der Milch. Und wenn wir fertig sind, zeige ich dir meine Schuhsammlung – wenn das kein Anreiz ist?

Ich. Liebe. Schuhe. Die muss ich unbedingt sehen. Aber, du hast recht, erst die Arbeit … Das ist übrigens ein tolles Motto.

1. Stell uns Susanna Montua doch erst einmal kurz vor.
Sie möchte ganz gerne Nana genannt werden. Mir soll es recht sein, lässt sich besser schreien, wenn sie Mist baut. Nicht dass sie das oft machen würde, aber man muss ja für jeden Fall gewappnet sein, oder nicht? Naja, was weiß ich sonst noch über sie? Sie ist oft etwas angespannt und eingespannt, aber mit der Zeit lässt sie sich doch fallen. Ja, so würde ich Nana beschreiben.
Und Schuhe? Liebt sie Schuhe?
Das ist so eine Sache. Sie selbst behauptet ja, nicht schuhverrückt zu sein. Aber, ganz unter uns, sie liebt diese Treter. Je ausgefallener, desto besser.

2. Was denkst du über Susanna, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Halt, halt, langsam. Nicht alles auf einmal. Also, wie ich sie finde? Eigentlich ganz nett. Sie ist manchmal etwas ungeduldig. Ich meine, ich bin eine Frau von Welt, ich brauche Zeit, bis ich in eine Situation hineinfinde. Und da drängelt sie manchmal etwas.
Neid, nein, ich beneide niemanden, also bitte. Ich staune vielleicht über ihre Ausdauer. Also, mal ganz ehrlich, drei Kinder, Ehemann, Kater und Hund und die Arbeit, nebenbei noch rezensieren und schreiben – ich möchte auch das alles unter einen Hut bringen. Mir ist es meist ja zu viel, zu meinen Eltern zu fahren und vorher noch einen Kaffee zu holen.
Was ich nicht leiden mag ist – ist. Wird Nana das hier lesen können? Also, mich nervt manchmal ihre Sprunghaftigkeit. Manchmal habe ich das Gefühl, sie hat die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege. Loreley lehnt sich vor und flüstert Aber das bleibt unter uns!


3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Wie oben erwähnt, geht es meist damit los, die Kinder zu wecken und in die Schule zu schicken, dann geht sie mit ihrem Hund Gassi, bringt die Tochter in den Kindergarten und dann geht es an die Arbeit. Also Homepage überarbeiten, Exposés, Manuskripte, Kurzgeschichten, Leseproben, Interviews, Textaufträge abarbeiten, recherchieren – neben bei Prokradingens auf Facebook und Co, danach wird Haushalt gemacht und gekocht. Tja und dann beginnt der normale Alltag mit waschen, putzen, Hausaufgaben mit den Kindern machen, noch mal Gassi gehen, mit den Kids spielen. Dann bricht der Abend an, Zeit für Ehemann, Kinder ins Bett, Hund vor die Tür und dann weiter arbeiten, sprich, schreiben, überarbeiten, danach lesen und rezensieren. Und mindestens zweimal die Woche ist sie am Abend in einem großen schwedischen Möbelhaus und spendet ihre Energie den anströmenden Kunden.
Ganz ehrlich? Ich würde auf gar keinen Fall tauschen.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben? Und wie sieht es mit dem Kleiderschrank aus, ist er ordentlich?
Vorbild? Hmm... ich weiß, dass sie Erma Bombeck sehr gerne mag. Aber ob das nun ein Vorbild im klassischen Sinne ist?
Und der Kleiderschrank? Also, ihre Kleiderschrankseite ist ordentlich. Okay, das Unterwäschefach und die Socken sehen etwas turbulent aus, aber ansonsten kann man da wirklich reinschauen. Was man von dem männlichen Kleiderschrank oder dem der Kinder weniger sagen kann. Sie kämpft da zwar eisern gegen an, aber … naja. Sie ist nun mal nicht Superwomen.


5. Gibt es Rituale, die Susanna beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Was sie abgöttisch liebt, ist Ritter Sport Dunkle Voll Nuss. Da fährt sie total drauf ab. Ich persönlich mag ja Schokolade eher weniger, das gibt Pickel, scheint ihr aber egal zu sein. Sie mag auch Cola sehr gerne. Oder schokierte Sonnenblumenkerne. Manchmal mag sie auch total gerne saure Kaubonbons von Nimm 2, die mit Brausefüllung oder TropiFrutti.
Ansonsten hat sie es eher still. Musik lenkt sie meist zu sehr ab. Kann ich ehrlich gesagt gar nicht verstehen, ich liebe Musik. Es könnte immer Musik laufen.


Bild 6. Wie hast du sie kennengelernt? Details, wir brauchen Details...
Eigentlich hat uns Nika, ihre Freundin, bekannt gemacht. Sie warf mal so ein paar Fetzen in den Raum und Nana fing diese auf und bastelte dann etwas daraus und in dieses Setting stolperte ich dann ganz zufällig. Nun, andererseits muss man manche ja auch zu ihrem Glück zwingen. Zwinkert

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Ich muss sagen, ja, das läuft quasi immer so. Erst entsteht das Setting und dann platzen auch schon die Hauptdarsteller herein. Oft muss sie kaum groß etwas tun, die Leute reißen sich förmlich darum.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Susanna so besonders?
Kichert ist das nicht offensichtlich? Ich bin etwas Besonderes. Ich bin Loreley Hazel, ich bin Geschäftsfrau. Darüber hinaus würde ich vermuten, dass sie durch mich eine ganz neue und fremde Welt betritt. Mein Leben ist schnell und rasant und glamourös. Das kennt sie so noch nicht. Ich denke, das macht es spannend, mit mir zu arbeiten.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Susanna Montua bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Aber sicher doch. Nana bastelt aktuell wieder an Exposés und Leseproben. Die rauben ihr wirklich den letzten Nerv und ich habe gesehen, aber das bleibt unter uns, dass sie sich aktuell auf den NaNo 2013 vorbereitet. Da wird es ganz schön bunt. Und ihre Agentur hat ebenfalls einiges vorliegen, vielleicht kommt da ja auch bald etwas, wer weiß das schon.

10. Ein herzliches Dankeschön an Loreley Hazel für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Loreley Hazel gesagt wurde.
Eigentlich bin ich eher sprachlos. Sie kennt mich, trotz der kurzen Zeit, die wir bisher miteinander verbracht haben, doch schon recht gut. Ich bin also wirklich total erstaunt. Ich dachte immer, Loreley wäre ein wenig, nun, wie soll ich sagen, mmmhhh... flach, aber das stimmt gar nicht, sie beobachtet ganz schön.
Loreley ist meine Protagonistin in meiner Literra-Serie »Miss Geschick«. Es ist mein erster Ausflug in das Genre Chick-Lit und ich bin sehr gespannt, wie sich Loreley da schlagen wird. Ansonsten habe ich nichts hinzuzufügen, außer einem aufrichtigen Danke.


Mehr über die Autorin erfährt man auf ihrer Homepage. 

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