Dienstag, 10. Dezember 2013

REZENSION: Kraut und Rübchen - Elke Pistor (by Nana)

Kraut und Rübchen - Elke Pistor
emons-Verlag, 2013
251 Seiten
Broschiert: 11,90 €
eBook: 9,49 €
ISBN: 978-3954511792

Klappentext:
Was macht man, wenn sich herausstellt, dass die eigene Urahnin eine Serienmörderin war? Noch dazu eine, die sich aufgrund der sorgsamen Auswahl ihrer Opfer allergrößter Beliebtheit erfreute? Als Journalistin Katharina Rübchen auf dem geerbten Familienbauernhof in Kleinhaulmbach alte Aufzeichnungen findet, stellen sich einige Probleme: Die Dörfler bangen um lange gewahrte Geheimnisse, ihr Chefredakteur drängt auf die große Story, und die hofeigene anarchistische Ziegenherde macht, was sie will. Und dann ist da noch dieser Tierarzt, der deutlich mehr Interesse an Katharina als an ihren vierbeinigen Mitbewohnern hat.

Meine Meinung:
Ich möchte mich entschuldigen, dass diese Rezension so lange auf sich warten ließ. Gleichsam möchte ich mich bei Elke Pistor für das traumhafte Landpaket bedanken, welches ich mit samt dem Buch bekommen habe.

Nun, das Cover ist klasse und definitiv kein zweites Mal in meinem Regal zu finden. In einem Buchladen hätte ich es wahrscheinlich als Kräuterbuch identifiziert, doch es steckt sehr viel mehr darin, was rasch klar wird.

Katharina Rübchen ist die authentische Protagonistin des Buches. Eine Frau mitten im Leben. Gut, das Leben ist etwas chaotisch, aber das macht sie sympathisch. Genauso wie ihr Kater

Herr Hoppenstedt – ein toller Kerl, wenn er sich mal blicken lässt.

Alex, der Dorftierarzt hingegen ist eine Wucht. Das muss sich auch Katharina zugestehen.

Nun, die Sprache ist einfach, ausschmückend, ein wenig ironisch und voller liebevoller Details. Ich konnte in dem Buch noch richtig was lernen. Gerade das Maiglöckchen-Kapitel trieb mir den Schweiß auf die Stirn, da unser gesamter Pfad zum Haus voller Maiglöckchen blüht – ich glaube, hier muss ich was dagegen tun. Jedenfalls fand ich diesen Wechsel von Tagebuch-damals und dem hier und jetzt sehr gelungen.

Fazit:
Ich wusste ehrlich nicht, was ich zu erwarten habe und wurde dann angenehm überrascht. Elke Pistor hat hier einen Krimi aufgebaut und kommt, wenn man es genau nimmt, mit relativ wenig Nervenkitzel und Adrenalin aus. Sie hat gewissermaßen einen Krimi in einen Krimi gepackt und das ganze in eine ländliche Umwelt gesetzt. Darüber hinaus steckt in diesem Buch jede Menge Recherche und Liebe, wenngleich ich etwas Repekt habe, was die Rezepte am Ende anbelangt ;)
Weshalb ich eine Katze abziehe? Mir hat ein wenig das Rätsel raten gefehlt. Es wurden wohl Rätsel eingebaut, genauso wie einen Bösewicht und Überraschungen, aber der letzte Schubs, der war nicht ganz so greifbar für mich. Aber, und das betone ich stark, dieses Buch lohnt sich für Krimifans definitiv, denn hier kommt man auf seine Kosten – und ja, Blut gibt es auch ;)



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