Donnerstag, 16. Januar 2014

[BERICHT] Lahnest - und die Spirale der Macht von Simone Walleck (by Nana)

Simone Walleck - Lahnest - und die Spirale der Macht
Scholz Verlag, 2013
Seiten: 694
Preis Taschenbuch: 14,99 €
ISBN: 978-3941653702

Klappentext:
Die Welt Láhnest erzittert, ihre magischen Schwachstellen drohen zu zerreißen. Das starke Volk der Toroks steht vor dem Hungertod. Sein Prinz, durch Wahnsinn, Intrigen und Lügen geblendet, sieht nur noch einen Ausweg. Er führt seine Truppen in das benachbarte Königreich, in dem die Hüter der Elemente leben. Aus Furcht vor dem Chaos und dem Untergang ihrer Welt, greift eine Allianz aus längst vergessenen Naturvölkern ein. Der Alte Rat sieht sich das letzte Mal zu einer folgenschweren Handlung gezwungen ... Die Jungautorin hat mit ihrem Epos eine Welt erschaffen, in der die unterschiedlichsten Völker und Charaktere leben. Das Buch besticht durch die vielen Handlungstränge, überraschenden Wendungen, den unterschiedlichen Zeiten in denen die Geschichte spielt und der Kunst am Ende alle Elemente der Handlung zusammenzuführen.



Neues Jahr, neues Glück, oder in meinem Fall, neue Rubrik. Zumindest hin und wieder.
Ich rezensiere bekanntlich ja keine Bücher, die ich nicht bis auf zur letzten Seite ausgelesen habe. Das mache ich der Fairness wegen. Wie will ich ein Buch auf Herz und Nieren testen und beurteilen, wenn ich den Schluss und den Weg dorthin nicht kenne.
Dann fiel mir Lahnest in die Hände. Als Freund der High-Fantasy war das genau das Richtige für mich. Dachte ich.
Leider musste ich auch dieses Buch abbrechen. Aber ich habe mir bei diesem Entschluss sehr schwer getan, wie ich der Autorin auch mitgeteilt habe.

Lahnest ist ein wirklich geniales High-Fantasy-Werk mit seinem eigenen Regelwerk. Die Autorin hat eine ausgetüftelte Welt erschaffen, die sie mit zauberhaften Worten in meine Gedanken gemalt hat. Daneben hat sie diese Welt mit Völkern gefüllt, die nicht an den Hype von Elfen, Feen, Orks und Zwergen anschloss, sondern ihren eigenen Regeln folgten. Esofen, Toroks und Knurtze, alle in ein stimmiges Setting verwoben.
Selbst der Konflikt/die Konflikte sind Weise gewählt.

Die Sprache, die Simone Walleck nutzt, ist perfekt abgestimmt. Sie ist nicht zu salopp, nicht zu rasant, nicht zu ausschweifend – zum Glück, denn Lahnest ist mit seinen knapp 700 Seiten kein Werk für zwischendurch. Nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn die Autorin besonders blumig schreiben würde. Und dennoch geht ihr, durch einfach Sprachmittel, kein Tempo und keine Stimmung, kein Bildnis verloren. Was ich sehr schön fand.

Das Aber: Eigentlich ist es kein aber. Nicht wirklich. Ich bin nicht enttäuscht, dass ich es bis knapp zur Hälfte gelesen habe. Ich bin eher enttäuscht, dass ich nicht die Ausdauer besessen habe, um es abzuschließen. Wie erwähnt, ich liebe High-Fantasy, aber dieses Werk ist mir zu 'schwer'. In Lahnest gibt es so viele kleine Details, die sich als wichtig outen, dass schnelles Lesen den Spaß an der Geschichte rauben würde. Mehr noch, dass ich als Leser vielleicht irgendwann Handlungsstränge nicht mehr nachvollziehen kann. Und das ist natürlich nicht Sinn und Zweck.

»Lahnest – und die Spirale der Macht« ist also ein wirklich umfangreiches und gut umgesetztes Buch, dass seine Fans finden wird. In meinen Augen sind das Leser, die auf große Werke wie »Herr der Ringe« oder dergleichen stehen. Eine neue Welt, mit ihren Regeln und ihrem Volk. Ein Konflikt, der alles zu verändern droht.
Großes Lob an die Autorin und mir haue ich auf die Finger. Vielleicht versuche ich es zu einem späteren Zeitpunkt ja noch einmal.

(Und Sorry, irgendwie will mein Computer das Strichelchen über dem A nicht machen *zähneknirsch*)

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