Dienstag, 21. Januar 2014

[REZENSION] Assjah - Die lebenden Träume von Juliane Seidel (by Nana)

Assjah - Die lebenden Träume - Juliane Seidel
bookshouse Verlag, 2013
285 Seiten
Preis Taschenbuch: 12,99 €
Preis eBook: 4,99 €
ISBN: 978-9-963722-25-9

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden!

Klappentext:
Was wäre, wenn Träume Wirklichkeit würden?
Eine Mutprobe zur Geisterstunde. Der 10-jährige Kim findet in einer Spukvilla einen magischen Gegenstand. Mithilfe des Traumspiegels kann er die Wesen, die er sich im Schlaf ausdenkt, in die Realität holen. Er wünscht sich zahlreiche Geschöpfe herbei, doch je mehr neue Freunde er beschwört, desto größer wird das Ungleichgewicht zwischen Fantasie und Wirklichkeit.
Plötzlich jagen ihn die Namaren, düstere Schatten, die seine einfallsreichen Vorstellungen verschlingen wollen. Kim nimmt seinen Mut zusammen und taucht mit den Feen Silberfünkchen und Goldlöckchen, dem Magier Annatar und dem Rattendrachen Finn in seine Träume ein, um sich den Fantasiefressern zu stellen ...



Das Cover spiegelt den Inhalt des Buches wieder und ist schön gezeichnet. Wenn ich ehrlich bin, hätte es mich wohl eher weniger veranlasst, es aus dem Regal zu fischen, dennoch finde ich es für das Buch sehr gelungen.

Die Charakteren des Buches, und das finde ich ganz besonders toll, finden sich sogleich auf den ersten Seiten. Nicht nur mit einer kurzen Beschreibung, sondern auch mit einer entsprechenden Illustration. Das finde ich wirklich toll, denn es zeigt mir gleich, mit wem ich es als Leser zu tun habe und gibt mir Hinweise, wie ich die Personen in etwa lesen sollte.

Da wäre ganz klar Kim, der Junge mit der lebhaften Fantasie, der in seinen Träumen wahre Welten erschafft und darin wandeln kann.

Daneben gibt es Silberfünckchen, eine quirlige Fee aus seinen Träumen, die stets mit Goldlöckchen »abhängt« und sich mit ihrer stummen Freundin daher gut ergänzt. Sie sind die beiden Sensibelchen der Gruppe.

Annatar ist mein absoluter Favorit. Ein hochgewachsener Magier, der viel mit Selbstzweifel zu kämpfen hat, dabei aber stets treu ist und nicht zuletzt

Finn (Fineas) der riesige Drache, bzw. winzige Rattendrache mit dem Temperament eines intakten Vulkans.

Alle Figuren sind gut gezeichnet, lebhaft dargestellt und auf ihre Weise nützlich für die Geschichte. Es dürfte keiner fehlen. Selbst die stumme Fee schafft es, Sympathien für sich zu erlangen und das, obwohl sie nur handeln und nicht sprechen kann.

Die Sprache ist sehr schön formuliert. Es gibt tolle Vergleiche und Metaphern, Spannung, die mit knappen Sätzen beschrieben wird und Kämpfe, die ohne unnötigen Ballast auskommen. Hier merkt man, wie die Autorin wirklich lange und angestrengt gefeilt hat, was ich sehr schön fand. Sie hat es wirklich raus, dieses »Show dont tell!« Vielen Dank dafür!

Fazit:
Wenn ich die schlechten Eigenschaften des Buches herausfinden sollte, dann wäre dies in erster Linie die Tatsache, dass es nur 285 Seiten hat. Denn ich wollte immer weiter und weiter lesen. Großes Lob an die Autorin, die, in meinen Augen, alles richtig gemacht hat.
Etwas skeptisch stehe ich der Tatsache gegenüber, dass es als Kinderbuch ausgewiesen ist – denn für mich ist es eher ein Jugendbuch. Es gibt doch ein paar Passagen, die selbst mir als Erwachsene ein beklemmendes Gefühl bereitet haben. Ich will nicht daran denken, wie meine Kinder da schlafen würden ;) Aber gut, das nur am Rande.
Lange Rede – für mich sind das hier fünf Lesekatzen, denn die Geschichte konnte mich vom ersten Moment an fesseln. Ist authentisch geschrieben und auch die Verstrickung mit Wiesbaden ist hier vorzüglich gelungen. Die Figuren handeln rational – es gab keine Wendung, die ich infrage gestellt hätte und das große Finale hat alle Handlungsstränge super vereint und zu einem tollen Ende geführt.
Prima!


 
Nikas Rezension zu "Die lebenden Träume"

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