Dienstag, 14. Januar 2014

[REZENSION] Breed - Chase Novak (by Nana)

Chase Novak - Breed
Hoffmann und Campe, 2013
349 Seiten
Preis (Gebunden): 19,99 €
Preis eBook: 15,99 €
ISBN: 978-3455404418

Klappentext:
Wenn Eltern zu Monstern werden - in Manhattan wird der Traum vom Baby zum Alptraum.
Alex und Leslie sind zu allem bereit, um ein Kind zu bekommen. Als sie von den Erfolgen eines obskuren Arztes in Ljubljana hören, fahren sie hin - und kurz darauf wird Leslie wirklich schwanger. Aber ihr Körper verändert sich schneller als erwartet, und auch Alex spürt die Folgen der seltsamen Injektionen.
Eigentlich führen Alex und Leslie ein schönes Leben: tolle Jobs, ein großes Haus an der Upper Eastside von Manhattan, eine glückliche Ehe. Aber Alex wünscht sich nichts mehr als ein Kind. Die Suche nach neuen Behandlungsmethoden wird für ihn immer mehr zur Obsession, und er ist überglücklich, als Leslie schließlich schwanger ist, trotz der Veränderungen, die auch er nach der schmerzhaften Behandlung spürt und die er zu ignorieren versucht. Zehn Jahre später führen die Zwillinge Alice und Adam ein seltsames Doppelleben: Ihre Eltern lieben sie über alles, sperren sie aber jede Nacht in ihre Zimmer ein. Aus dem Keller dringen furchtbare Geräusche. Verzweifelt versuchen die beiden Kinder, herauszufinden, wer ihre Eltern sind. Aber die Wahrheit über Alex und Leslie hat einen hohen Preis ...


Ein wahrlich tolles Cover, auch wenn man nicht viel erahnen kann, doch spätestens, wenn man den Klappentext gelesen hat, der wirklich Lust auf mehr macht, wird einem der rote Strich von der Vorderseite klar: Es ist die Silhouette einer Schwangeren.

Allen voran sind da natürlich Leslie und Alex. Das kinderlose Paar, das sich nichts sehnlicher wünscht, als Nachwuchs. Bzw. Alex wünscht sich einen Erben für sein kleines Imperium, welches er sich aufgebaut hat. Und während Leslie eine Adoption reichen würde, will er sein eigenes Fleisch und Blut als Nachwuchs.

Adam und Alice: die Zwillinge der beiden. Sie sind zuckersüß, wenn auch schon sehr erwachsen für ihre zehn Jahre und man ahnt, das süß wird nicht so bleiben.

Michael Medoff: Meines Erachtens nach, einer der wenigen Sympathieträger in dieser Geschichte, er handelt als Einziger wirklich rational.

Und ein paar Nebencharakter, die zwar alle irgendwie »wichtig« sind, aber nicht gesondert erwähnt werden müssen.

Kommen wir zur Sprache. Ja … also … hätte ich vorher gewusst, dass es im Präsens geschrieben ist, hätte ich wohl einen Bogen darum gemacht. Ich weiß nicht, weshalb, aber es nimmt, der Geschichte Tempo (obwohl anscheinend das Gegenteil erreicht werden sollte) und, was ich viel schlimmer finde, Glaubwürdigkeit. Durch den Sarkasmus, die Wortmeldungen des Autors selbst, die er hier und da in Klammer etc. einfließen lässt, zwingt er mich als Leser dazu, eine gewisse Distanz zu wahren. Schade, wirklich. Auch das immer gleiche Schema, neue Person = Personenbeschreibung = Umgebungsbeschreibung = weiter im Text. Selbst von Personen, wo es schnuppe ist, wie die aussehen, da sie lediglich einen Gastauftritt haben, macht nichts, Steckbrief. Auf Dauer ist das etwas ermüdend.
Ansonsten ist es sehr salopp geschrieben. Wird Scheiße gedacht, steht es auch genauso da.

Fazit: Durch die vielen lobenden Stimmen hatte ich echt große Erwartungen in dieses Buch. Und nachdem ich mich an Präsens gewöhnt hatte, ging es auch recht gut voran, aber, und das stellte sich bis zum Ende nicht ein, es gab keinen Nervenkitzel. Stellenweise beschlich mich das Gefühl, die Seiten mussten unnötig aufgebläht werden.
Achtung Spoiler: die Sache mit der babyfressenden Grundel. Diese Thematik wurde bereits direkt -nach- der Behandlung von Leslie und Alex aufgeklärt. Grundel = Fisch = frisst seine Babys. Da hatten wir schon diesen »bam bam bam« Effekt. Zig Seiten später ein Seitenlanges Gedruckse, Spannungsaufbau um dann – Pufffff- auf eben jenen Umstand (Grundel = Fisch = frisst seine Babys) hinzudeuten.

Dann die Tatsache, von Geburt, bis die Kinder zehn Jahre alt sind, braucht es sage und schreibe einen Absatz – wusch, fertig. Was passierte dazwischen? Von der eigentlichen Verwandlung erfährt man relativ wenig nur hier und da Mal einen Brocken als Rückblende, die dann natürlich in der erlösenden Vergangenheit geschrieben wurde – wo ist da die Konsequenz? Wieso haben die Twisdens nicht schon eher ihre Babys gefuttert? Damals, als diese noch wehrlos waren?
Das Buch bekommt eine positive Wendung, was Spannung betrifft, mit der Flucht der Kinder. Juhu, Action und auch Sympathie, danke Mr Medoff. Es wird sogar mal ein wenig blutrünstig, juhu, bis es dann leider wieder ziemlich abflacht.
Das Ende, so offen, wie es ist, schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Aber nicht für mich, leider.

(Dies ist eine bereits erschienene Rezension, die nun auf den Lesekatzenblog umgezogen ist)



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