Dienstag, 25. März 2014

[REZENSION] Plötzlich Armor von Stefanie Diem (by Nana)

http://www.carlsen.de/epub/plotzlich-amor/55755#Inhalt
Plötzlich Armor - Stefanie Diem
Carlsen im.press, 2014
142 Seiten
Preis eBook: 3,99 €
ISBN: 978-3-646-60044-5

Klappentext:
Von der Liebe hält die siebzehnjährige Valerie wirklich gar nichts, seit sie vor kurzem – und absolut grundlos! – von ihrem Freund abserviert wurde und ihn auch noch in den Armen einer anderen sieht. Doch dann läuft ihr ausgerechnet am Valentinstag der Liebesengel Amor persönlich über den Weg und bietet ihr seine zweiwöchige Urlaubsvertretung an. Die einzige Bedingung ist: Sie muss einen kühlen Kopf bewahren und darf sich nicht selbst verlieben. Na, das sollte ja mal wirklich gar kein Problem sein, denkt sich Valerie. Doch das Spiel mit dem Pfeil und Bogen stellt sich schnell als gar nicht so leicht heraus – und das Ding mit dem Sich-nicht-Verlieben als das Schwierigste von allem …


Meine Meinung:

Das Buch »Plötzlich Amor« wurde mit von der Autorin direkt angeboten. Carlsen Impress? Gewinnertitel einer Ausschreibung? Dazu noch Romance? Mir war klar, d a s muss ich lesen.

Das Cover ist schlicht. Ich weiß nicht, ob es mir wirklich aufgefallen wäre, wenn ich nicht darauf aufmerksam gemacht worden wäre. Wenngleich eine gewisse Verspieltheit zu erkennen ist – was eine Art Lockerheit offenbart.

Nun, Val, oder Valerie ist eine der Ersten und damit auch die wichtigste Person, die ich kennenlernen durfte. Das siebzehnjährige Mädel ist am Boden zerstört, da ihr Freund sie hat sitzen lassen.
Das möchte ihre beste Freundin Tammy natürlich nicht und motiviert sie, sich ihr anzuschließen. Eine Party wirkt manchmal Wunder.
Doch auf eben jener Party trifft sie unverhofft auf Amor, alias Valentin. Und, so viel sei verraten, so schnell wird sie ihn nicht mehr los.
Daneben gibt es dann noch Alandriel, die für Val auf zwei Weisen wirklich wichtig wird.

Die Sprache ist einfach. Von Anfang bis Ende. Keine großen Fremdworte, keine schweren Sätze. Sehr viele Dialoge, aber auch hier und da sehr schöne Beschreibungen. Nichts bleibt im Dunkeln.

Fazit:
Ich fand die Geschichte sehr einfach. Sie hangelte sich geradlinig am roten Faden entlang. War daher aber auch leider hier und da etwas berechnend. Was ich sehr schade fand, war, das irrationale Handeln. Das Öffnen der Tür einem Fremden gegenüber zum Beispiel. Zugegeben, Teenager reagieren oft seltsam, aber mit 17 klang mir das schon etwas … gewagt. Aber gut, es war ja schließlich wichtig für die Geschichte. Etwas schade war auch, dass nicht wirklich gut herauskam, weswegen Amor Val seinen Bogen und die Macht nicht einfach wieder genommen hatte. Beim Lesen glaubte ich schlicht, er kann die Kraft jedem übertragen, aber auch wieder nehmen. Dass er in dieser Zeit zwar Urlaub machte, war einleuchtend, aber er war in dieser Zeit ja auch fast ausschließlich anwesend.
Ein weiterer Punkt war die Glattheit der Charakter. Sie waren alle so perfekt. Selbst das menschliche Wesen Val schien keine Ecken und Kanten zu haben. Das war sehr schade.
Alandriel war eine Sache für sich. Sie kam authentisch rüber.
Am Ende hin wurde es etwas, to much für mein Empfinden. Die Geisterwelt, die Gefangenschaft. Eigentlich etwas, was wirklich unheimlich und gefährlich dargestellt werden sollte, gelang der Autorin in sofern, dass sie gute Bilder erzeugt hatte, aber die Spannung wollte nie so wirklich aufkommen. Die Zweisamkeit, die ich als Leser Val und Amor gönnte, wollte sich nicht richtig anfühlen.
Ein weiterer kleiner Dorn war die Auflösung (ACHTUNG SPOILER)
Die Tatsache, dass Vals Mutter Venus ist und dadurch Amor ja mit ihr zusammen war. Rein objektiv betrachtet, möchte ich ganz ehrlich nicht mit den Ex-Freunden meiner Mutter auch nur ansatzweise eine Beziehung führen.
Auch habe ich mich ein wenig mit Nika darüber unterhalten, die mich auf etwas aufmerksam gemacht hat, was, nun ja - wichtig erscheint. Denn Amor ist per Definition (hier als Quelle mal der Einfachheithalber Wikipedia) Venus' Sohn. Kann man nun als kleinen Fauxpas ansehen, muss man nicht. Mir hat diese Tatsache jedoch ein gänzlich neues Bild auf die Geschichte gebracht. Schade, hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass zumindest ein übermittelter Teil der Mythologie auch als solcher behalten wird. Für mich persönlich wäre es viel schöner gewesen, wenn die arme, und durch und durch menschliche Val, mit Ecken und Kanten und keinem Model-Look an Amor geraten wäre und ihn hätte für sich gewinnen können. Aber so klang es dann doch recht Dreickig und verzwickt. (SPOILER ENDE)
Alles in allem, ist 'Plötzlich Amor' sicher ein Buch für junge, verliebte Menschen, die ein wenig träumen wollen und eine Spur Nervenkitzel nicht scheuen. Für ein Debüt sicher auch okay. Hier und da sollte jedoch noch geschliffen werden, ein wenig poliert werden, dann würde alles in allem viel stimmiger werden.

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