Donnerstag, 8. Mai 2014

[REZENSION] Das Lied meines Vaters - Andreas Hauffe (by Valli)


http://www.dotbooks.de/e-book/266882/das-lied-meines-vaters  
Das Lied meines Vaters, Andreas Hauffe
Dotbooks, 2014
373 Seiten
4,99 €
ISBN: eBook 978-3-95520-426-6

  
Inhalt:

Auf der anderen Straßenseite stand ein Mann im Regen. Bewegungslos. Allein. Was für ein einsames Bild, dachte sie. Der Brief fiel ihr wieder ein. Sie ging zum Sessel, setzte die Lesebrille auf und öffnete den Umschlag.
Felix ist gerade Vater geworden. Doch das neue Vaterglück wird durch den Tod seiner Großmutter, der er sehr nahe gestanden hat, getrübt. In ihrem Nachlass findet Felix einige mysteriöse Dinge, die Fragen aufwerfen. Neben einer Schalplatte mit dem Titel „The Dark Side of Luck" auch den Brief einer Produktionsfirma. Aus diesem geht hervor, dass sie die Rechte an „The Dark Side of Luck" erwerben möchte und bereit ist, dafür eine beträchtliche Summe zu bezahlen. Doch was hat das mit Felix‘ Vater zu tun, den er nie kennengelernt hat? Felix beschließt, dass es an der Zeit ist, seinen Vater endlich ausfindig zu machen.

Ein Roman über die Macht des Schicksals und dessen unergründliche Wege.




Meine Meinung:


Zuerst einmal möchte ich mich herzlich bei „Blogg dein Buch und dem Verlag „dotbooks für das Rezensionsexemplar bedanken!

Ich habe die Inhaltsbeschreibung für dieses Buch gelesen und dachte mir: „Oh, das klingt interessant.“ Ein Buch über das Schicksal - Ich hatte in meiner Leselaufbahn bisher Bücher über das Schicksal, die ich sehr toll fand, aber leider auch viele, die für mich persönlich ein Flop waren. Von daher bin ich bei solchen Büchern zwar sehr vorsichtig, aber ich kann die Hände auch nicht davon lassen. Es verbergen sich einfach zu viele Schätze darunter.



So.. nachdem ich das Buch dann auf meinem Rechner hatte, fand es sofort einen Platz auf meinem Kindle und die Leserei konnte losgehen.



Ich möchte hier gar nicht viel über den Inhalt verraten, da der auf jeden Fall eine Überraschung bleiben sollte.

Doch für eine Rezension muss man natürlich trotzdem ein bisschen was ausplaudern.



Felix und sein Vater sind hier die Hauptfiguren des Romans, die sehr authentisch dargestellt sind. An ihnen zeigt der Autor, wie ein Schicksal einen Mensch ganz nach oben, aber auch wieder schnell ganz nach unten bringen kann. Beide lernen jedoch im Laufe des Buches, dass jeder sein eigenes Leben in die Hand nehmen und daran was ändern kann. Denn schon morgen könnten manche Dinge zu spät sein.

Wer hier genau aufpasst, kann geschickt eingefädelte Parallelen zwischen den beiden Figuren erkennen. Also achtet auch auf die Beschreibungen, die euch vorerst nicht so wichtig erscheinen.



Doch in dem Buch gibt es neben dem „Oberthema“ des Schicksals und dem Verlauf des Lebens auch Unterthemen, die das Leben erst zu einem Leben machen.

Man begegnet der Liebe zu einer Frau, zu den besten Freunden und zur Familie. Dieses Thema bringt, wie ich im echten Leben natürlich auch, die Geschichte voran.

Ein weiteres großes und wunderbares Thema ist die Musik. Die Musik ist für Felix` Vater das Leben. Dies stellt Hauff sehr schön da, indem im Buch sehr viel über Musik geredet wird. Jedoch war für mich persönlich die Aufzählung von Songtiteln manchmal zu viel. Aber ich glaube, dass dies daran lag, dass ich eine andere Generation bin und lediglich die Klassiker unter den Songs kannte.

Wie man sich aus der Inhaltsangabe schon erschließen kann, handelt die Geschichte auch davon, den Mut aufzubringen, um sich seiner Vergangenheit und den begangenen Fehlern zu stellen. Man lernt aber auch die Trauer näher kennen. Die Trauer über Verluste, falsche Entscheidungen, den Gedanken versagt zu haben…



Was mir an dem Buch am besten gefallen hat, waren die ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, welche so nach und nach die verzwickte Familiengeschichte erzählt haben. Wenn man anfangs nur im Dunkeln tappt, geht mit der Zeit immer mal wieder ein kleines  Licht auf. Bis man zum Schluss dann den Kreis schließen kann. Dadurch baut der Autor natürlich eine immense Neugier auf und schon verfliegen die Seiten in Windeseile an einem vorüber.



Generell muss man über dieses Buch sagen, dass es zum größten Teil melancholisch ist, was es jedoch auch gerade ausmacht. Man schwelgt in schönen Erinnerungen und wird wieder von traurigen Dingen, wie dem Tod oder dem Verlust eingeholt.



Ein Kritikpunkt war für mich das Ende. Wahrscheinlich war es der Gedanke des Autors, die Geschichte recht melancholisch zu halten und auf die schönen Momente zu kürzen.

Daher ist DER Moment auf den man das ganze Buch über wartet, sehr kurz gehalten. Das scheint auch so gewollt zu sein, aber von mir aus hätte es gerne noch ein wenig beschrieben sein dürfen.



Fazit:

Das Buch ist wirklich ein sehr schönes Buch über das Schicksal und wie es manchmal so spielt. Trotz der traurigen Grundstimmung lässt es doch öfter Mal ein Lächeln über die schönen Dinge im Leben zu. Ich kann es also jedem, der diese Art von Buch gerne liest,weiter empfehlen. Gerade für diesen Preis, den ich hier auch mal loben muss.
Da für mich aber, wie schon erwähnt, das Ende zu knapp ausfiel und mir die Musiktitel dann doch zu viel wurden, gebe ich dem Buch:

                            


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