Mittwoch, 20. August 2014

[INTERVIEW] Eli über Kristina Günak

Heute haben wir eine Hexe zu Gast,
weil Hexen und Katzen hervorragend zusammen passen.


Willkommen Eli, *küsschen küsschen* nimm Platz, bitte bedien dich doch an den Keksen und der Milch (garantiert nicht sauer und brockig). Und wenn wir fertig sind, zeige ich dir meine Schuhsammlung – wenn das kein Anreiz ist?

"Großartige Idee, liebe Lesekatzen. Darauf, den Spieß mal umzudrehen, ist bis jetzt noch niemand gekommen. Ich bin Elionore Brevent, Maklerin und Erdhexe und die Hauptfigur der Serie "Eine Hexe zum Verlieben"."

  1. Stell uns Kristina Günak doch erst einmal kurz vor.

Kristina Günak kommt aus dem Norden von Deutschland. Sie ist durchaus nett, häufig anstrengend, manchmal ein wenig lästig. Bisher fragte sie nämlich jedes Mal, während sie eines meiner Hexenbücher geschrieben hat: „Eli! Wie fühlst du dich dabei?“
Ja, Kristina, wie soll ich mich dabei fühlen, dass die Welt droht unterzugehen und du mich immer losschickst um sie zu retten? Sie liebt Konflikte jeglicher Art. Deswegen arbeitet sie manchmal auch noch als systemischer Coach und Mediatorin. Und ich muss ihre Leidenschaft dann ausbaden.

Und Schuhe? Liebt sie Schuhe?

Nicht so sehr wie ich. Sie hat zum Beispiel vor einiger Zeit geschworen niemals mehr Sitzschuhe zu kaufen. Also Schuhe, die irgendwo drücken aber so exorbitant gut aussehen, dass frau sie trotzdem dringend braucht. Meine Meinung zu diesem Thema ist durchaus anders.

  1. Was denkst du über Kristina, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?

Sie ist mir in vielen Bereichen sehr ähnlich. Wir neigen beide zum Chaos. Jeden Abend sagt sie: „So! Jetzt räume ich meinen Schreibtisch auf, damit morgen alles schön ist!“, und dann beantwortet sie noch drei Mails und ihr Schreibtisch sieht am nächsten Morgen immer noch so aus, als ob eine Horde Kobolde Kegeln gespielt hätte.

  1. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt? Bekommt sie genug Schlaf?

Wieso fragst du Kristina nach ihrem Schlafpensum? Frag mich! Die Antwort lautet nämlich definitiv: Nein, ich bekomme nie genug Schlaf!
Wenn sie nicht schreibt, hockt sie im Beet und streichelt ihre Stauden. Oder läuft mit Herrn Hund durch den Wald. Oder sie liest. Aber meistens schreibt sie. Und ich gebe zu, dass auch sie wenig schläft. Aber das macht nichts. Schlafen wird eh überbewertet.

  1. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben? Und wie sieht es mit dem Kleiderschrank aus, ist er ordentlich?

Ihr Kleiderschrank ist meistens eine Katastrophe. Wobei es bei mir durch Vincents Anwesenheit besser geworden ist. Er neigt zur penetranten Ordnung. Ob sie Vorbilder hat, weiß ich gar nicht. Ich würde da noch mal nachforschen. Loreley Gilmore gilt wohl nicht als Vorbild, was?

  1. Gibt es Rituale, die Kristina beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?

Kaffee und Ruhe. Da sind wir uns sehr ähnlich. Bei manchem Szenen hört sie dann auch mal Musik, allerdings darf das nur in homöopathischen Dosen stattfinden und niemals nie Philip Poisel. Der bringt sie in sonderbare Stimmung und am Ende heulen alle im Kapitel. Oompfh! geht. Danko Jones und Ed Sheeran auch. Philip nicht.

  1. Wie hast du sie kennengelernt? Details, wir brauchen Details...


Da hatte ich einen Geistesblitz. Ich habe ihr noch vor dem ersten Kaffee befohlen, meine Geschichte aufzuschreiben. Nach dem Kaffee hätte sie sich vielleicht zur Wehr gesetzt, aber so lag ihr Hirn noch im Tiefschlaf und sie hatte mir nichts entgegenzusetzen. „Sie werden es nicht glauben, aber ich bin eine Hexe!“, war der erste Satz, den sie aufgeschrieben hat und den Rest kann man in demnächst vier Bänden nachlesen.

  1. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?

Ne, ist immer das Gleiche. Jedes Mal erzählt sie vorher großspurig, dass sie diesmal die Geschichte und die Protas planen würden. Sie berichtet begeistert, dass sie diesmal total strukturiert an die Sache herangehen wird. Und spätestens nach dem achten Kapitel hat sie nicht mehr viel zu melden.

  1. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Kristina so besonders?

Ich glaube, dass in uns allen ein Funken Magie schlummert. Vielleicht vermögen meine Geschichten diesen Funken zu
entzünden, weil ich euch zeige, wie es sein könnte? Denn letztendlich ist meine Welt gar nicht so abwegig.
Wenn Kristina meine Geschichten schreibt erkenne ich glasklar: das macht ihr richtig Freude.
Also um es auf den Punkt zu bringen: Sie liebt mich und meine Welt. *grins*


  1. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Kristina bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?

Sie hat vor fünf Tagen ENDE unter den vierten Band meiner Geschichte gesetzt. Und sie hat Wort gehalten: Diesmal keine Weltrettung. Zu der ich, unter uns, eh nicht angetreten wäre. Vorher hätte ich dringend in den Urlaub gemusst.

Dann schreibt sie gerade am neuen Roman für den Diana Verlag. Sie hat ja eine anerkannte gespaltene Persönlichkeit und schreibt auch unter dem Namen Kristina Steffan. Der Roman wird im Herbst 2015 erscheint und da ist gestern ein ausgesprochen süßer Typ aufgetaucht. Und ein angriffslustiger Ganter. Was jetzt nicht so zusammenpasst. Aber das wird noch, ich bin mir sicher.

Und es gibt noch eine Neuigkeit, die sie allerdings bis jetzt für sich behalten hat. Warum weiß ich auch nicht, sie ist sonst gar nicht so verschwiegen. Vermutlich ist sie einfach aufgeregt. Meine Geschichten gibt es ab Dezember im neuen Gewand und komplett überarbeitet. Mit diversen Bonusgeschichten im Gepäck.
Seit Tagen brütet sie über dem Cover. Ich sage ja immer: Frag deine Leserinnen!, aber sie brütet immer weiter.
Also jetzt wisst ihr es.



  1. Ein herzliches Dankeschön an Elionore Brevent für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Eli gesagt wurde.

Ach, ich darf auch was sagen? Also ich stehe überhaupt nicht auf Konflikte. Um das mal richtig zu stellen. Und ich bin weder penetrant noch lästig. Aber meine Figuren, dazu zählst auch die liebe Eli, müssen schon authentisch handeln. Und dafür muss ich ziemlich genau wissen, was sie fühlen und warum. Das ist mein Beruf. Außerdem plane ich meine Geschichten! Ich habe immer den Überblick. Also meistens. *räusper* Sagen wir: häufig.
Ich nehme mir dann auch mal einen Keks und gehe wieder zu meinem neuen Roman und dem Cover.

Rezension von Key  zum Auftakt der Elionore Brevent Romane: Eine Hexe zum Verlieben!

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