Dienstag, 19. August 2014

[REZENSION] Monsieur Blake und der Zauber der Liebe von Gilles Legardinier (by Valli)

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Monsieur Blake und der Zauber der Liebe, Gilles Legardinier
Goldmann, 2014
416 Seiten
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-442-48076-0


Inhalt:
Andrew Blake, erfolgreicher Geschäftsmann aus London, hat den Tod seiner geliebten Frau Diane nicht überwunden. Er braucht dringend eine Veränderung. Und so lässt er sein altes Leben hinter sich und nimmt in einem Herrenhaus in Frankreich inkognito eine Stelle als Butler an. Dort arbeiten mit ihm: die feldwebelhafte Köchin Odile, der exzentrische Gärtner Phillipe und das junge Hausmädchen Manon. Bald schon bringt Andrew die entfremdeten Bewohner des Hauses durch seine weise, humorvolle Art einander näher. Und wer weiß, vielleicht erlebt auch er selbst noch einmal den Zauber der Liebe?


Meine Meinung

Eine Geschichte über einen Mann, der nach jahrelanger Trauer um seine tote Frau entscheidet ein neues Leben zu beginnen.
Andrew Blake entschließt sich von England nach Frankreich zu ziehen und dort als Majordomus ein neues Leben zu beginnen.
Bald darauf findet er sich auf einem idyllischen Landsitz wieder, der von einer alten Witwe bewohnt wird. Außer ihr leben dort noch der Gärtner Phillipe, die Köchin Odile und die junge Manon, die für den Haushalt zuständig ist. In dem Haus herrscht ein ein derartiges kühles Klima,dass Blake mit dem Gedanken kämpft,das Ganze wieder abzubrechen.
Doch durch seine herzliche Art schafft er es nach und nach die Angestellten und sogar die Madame für sich zu gewinnen und die Wärme zieht so langsam wieder in das große, heruntergekommen Anwesen ein.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und auch die Beschreibungen der Rahmenbedingungen sind sehr schön beschrieben. Dabei achtet der Autor aber sehr darauf nicht zu sehr zu umschreiben,was das Lesen nicht langweilig werden lässt. Vor allem durch diesen Schreibstil und die kurzen Kapitel vergehen die Seiten wie im Flug.

Blake ist ein Charakter, der auf den ersten Blick untypisch erscheint.. Ein Mann als Hauptfigur in einem typischen Frauenbuch?? .. Geht das denn? ..Ja,das tut es.
Durch seine kecke und oft auch sarkastische Art bringt er viel Humor in die Geschichte und hat mich öfter mal auflachen lassen. Er ist ein Mensch, der versucht zu helfen wo er nur kann. Auch wenn er dabei öfter mal Tabus überschreitet, bei denen ich nicht wusste, ob ich das gut finde oder nicht. Aber naja...Er tat es schließlich für einen guten Zweck.
Mein Kritikpunkt war jedoch folgender: Wie konnte dieser trauernde Mann, der von England flieht so plötzlich in allem das Positive sehen und die Leute ermutigen,dass das Leben doch so etwas Schönes ist? Leider was für mich an keiner Stelle ersichtlich, woher dieser Wandel kam.

Mit der Madame des Hauses wurde ich nicht so wirklich warm. Durch den Versuch sie geheimnisvoll wirken zu lassen, hat ihre Art, die eigentlich verletztlich und einsam wirken sollte, sie oftmal unsymaptsisch gemacht. Sie hatte natürlich im Buch ihre Stellen, an denen ich meine Meinung überfragt habe,aber alles in allem wurde sie mir einfach nicht so sympathisch wie der Autor das wohl beabsichtigt hatte.
Die anderen Figuren, die Angestellten, hingegen wuchsen mir sofort ans Herz. Besonders Odile, die anfangs durch ihre ruppige Art auffiel, hinter der man jedoch gleich ein großes Herz vermuten konnte, hat es mir angetan. All ihre Handlungen sind ein stummer Schrei nach Liebe. Philippe, der Gärtner, ist anfangs der Außenseiter, der in einem kleinen Häuschen im Garten wohnt und das Haus der Madame niemals betritt. Dies ändert sich jedoch im Laufe der Geschichte und er wandelt sich von dem anfangs recht eigen wirkenden Mann zu einem unsicheren großen Jungen...Und genau das gefiel mir. Die Geschichte um die junge Manon,das Hausmädchen, und ihr Baby schweißt noch einmal alle Figuren zusammen.
Ein Ass im Ärmel des Autors ist der kleine Yanis,welcher regelmäßig zu Philippe und Andrew kommt um Lesen und Rechnen zu lernen. Er war für mich eine Figur, die zu diesen ganzen „Erwachsenenkram“ einen kleinen, frechen Kindermund beisteuerte und damit manche Situationen auflockern konnte.
Über die Figuren kann ich also sagen,dass sie weitesgehend authentisch sind und man sie auf eine bestimmte Art einfach gerne haben muss.

Fazit:
Leider muss ich jedoch sagen,dass dem Buch doch auf eine Weise das gewisse Etwas gefehlt hat.An vielen Stellen in diesem Buch war ich gefesselt und hatte große Freude es zu lesen. Jedoch gab es doch auch Stellen, die ich überflüssig oder zu langgezogen fand. Dadurch hatte ich an manchen Tagen meine Schwierigkeiten damit, das Buch in die Hand zu nehmen und nicht einfach mal den Fernseher anzumachen.
Wie ich bei der Leserunde jedoch erfahren habe, konnte dieses Buch viele Herzen höher schlagen lassen und die meisten Leserinnen waren absolut hin und weg davon. Von daher lege ich euch dieses Buch trotz allem ans Herz und bin mir sicher, dass es noch einige begeisterte Leser finden wird. 
Ich für meinen Teil lege das Buch in meine Kategorie: Schöne Sommerlektüre (wenn das bei dem Wetter überhaupt möglich ist.) und gebe ihm: 


                                 





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