Mittwoch, 17. September 2014

[INTERVIEW] Jason über Pia Hepke


Heute begrüßen wir Jason bei uns, nimm doch bitte Platz! Unser erstes Rendezvous scheiterte ja, weil ich dich darauf hingewiesen habe, doch bitte nicht die Füße auf den Tisch zu legen. Ich gestehe, du wirkst unglaublich jung und spitzbübisch, wie wäre es wenn wir es uns gemütlich machen und es einfach noch einmal versuchen? Hättest du vielleicht Feuer? *deutet auf die Kerze auf dem Tisch*. 

Guten Tag, mein Name ist Jason Finlay und ich werde euch jetzt ein Geheimnis verraten. Auch wenn ich wie ein ganz normaler Mensch aussehe (vielleicht ein bisschen helle Augen), bin ich in Wahrheit gar keiner. Ich bin ein Drache. Ja, echt! Die menschliche Form nehme ich nur an, um unter euch Menschen nicht so aufzufallen.
Ich habe noch einen jüngeren Bruder, Adrian, und einen Halbbruder, Taran. Natürlich sind auch sie Drachen. Wir Brüder spielen in Pia Hepkes Drachensaga, beginnend mit dem ersten Teil „Das Geheimnis des Nebels“, eine wichtige Rolle.
Es ist schon faszinierend, auf was für Ideen unsere Autorin immer wieder kommt. Aber ganz ehrlich, wir haben jede menge Spaß, vor allem, wenn wir ihr mal wieder ins Werk pfuschen. Und heute darf ich einmal ganz offen darüber sprechen, ohne mir wegen irgendwelcher Geheimnisse Sorgen machen zu müssen.

1.) Magst du uns Pia Hepke denn nun einmal vorstellen? 
Ach, muss das sein? Ich denke, jeder sollte sich ein eigenes Bild machen. Alles andere sind nur Fakten, wie ihr Geburtsjahr 1992. Dass sie das erste Wort unserer Drachen mit 15 geschrieben hat und inzwischen bereits an ihrem 6.Buch (2 Kurzromane und etliche Kurgeschichten nicht mitgezählt) sitzt und schreibt. Oder dass sie nie genau wusste, was sie später einmal werden will. Das alles ist doch unwichtig *grins* 
2.) Aha und was hältst du von Pia? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, worum du sie beneidest? Oder etwas, dass du so gar nicht nach vollziehen kannst?
Ich finde, sie ist eine freundliche und herzliche Persönlichkeit. Aber sie ist auch sehr in sich gekehrt und es fällt ihr nicht immer leicht mit anderen in Kontakt zu treten. Das kann ich allerdings nachvollziehen. Ich lebe ja auch eher zurückgezogen.
Aber ich bewundere ihr Durchhaltevermögen. Wenn sie sich etwas vornimmt, dann zieht sie das auch durch. Egal, wie lange es dauert oder wie schwierig es ist. Sie gibt eigentlich nie auf und wenn dann nur, weil es nicht anders geht. Ansonsten findet sie einen Weg. 
3.) Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was macht sie denn so, wenn sie nicht in die Tasten klopft?
Das kommt ganz darauf an. Wann ist sie denn mal nicht am Tippen? Beim Essen, beim Schlafen, mhm … Schwierig. Nein, zwischendurch beschäftigt sie sich mit ihren Tieren. Ihrer Hündin Amber und ihren Pferden, die immerhin täglich gefüttert werden wollen.
Ich fand´s ja immer schön, wenn sie auch mal den Pinsel oder den Stift in die Hand nahm – immerhin durfte ich auch schon Model stehen – aber in letzter Zeit macht sie das gar nicht mehr. Ich hoffe sehr, dass sie bald wieder dazu kommt und auch ihre Kamera zum Fotografieren wieder heraus holt. 
4.) Hat sie ein Idol? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?  
 Ein Idol? Idol … Mhm, mich? Nein? Na gut.
Aber ich glaube, dass sie öfter mal von J.K. Rowling erzählt. Da ich selber viel lese, hab ich ihre Bücher natürlich auch gelesen. Sie sind wirklich gut. Anscheinend haben sie Pia in ihrer Kindheit begleitet und jetzt motivieren sie sie.
Der Werdegang von J.K. Rowling scheint sie immer wieder anzutreiben, wenn´s mal nicht so gut läuft. Nie aufgeben und den Spaß am Schreiben nicht verlieren, das macht sie sich immer wieder bewusst! 
5.) Hat Pia irgendwelche Ticks beim Schreiben? Lässt sie sich gerne lautstark von Musik beschallen, oder mag sie es lieber öde still, oder gibt es Fressalien, die sie immer zum Schreiben braucht?  
 So richtige Ticks hat sie keine, nicht dass ich wüsste jedenfalls. Allerdings schreibt sie gerne mit Musik. Vor allem, wenn sie so richtig im Fluss ist und ein flottes Stück läuft, kann man gar nicht so schnell schauen, wie sie in die Tasten haut und sich passend dazu in der Musik wiegt (sieht sehr amüsant aus).
Was das Knabbern für Zwischendurch angeht. Wenn sie sich mal was hinstellt, dann dient das immer dazu, eventuell entstehende Lücken im Schreibfluss zu stopfen. Aber irgendwie wird es schnell zur Gewohnheit nach der nächsten Leckerei zu greifen, um sich vor dem Schreiben zu drücken. Wenn das passiert muss man ihr mal wieder auf die Finger klopfen. 
6.) Wo hat sie dich gefunden? Details, ich brauche Details!  
 Meine Entstehung also. Oh, daran erinnere ich mich nicht mehr richtig, weil ich da ja noch gar nicht wirklich existierte. Ich weiß allerdings noch, dass sie eine Zeit lang nach lauter lustigen oder weisen Sprüchen gesucht hat. All diese Worte wollte sie mir dann später in den Mund legen und mich dadurch belesen erscheinen lassen. Ich sollte nämlich auch die ganze Zeit mit der Nase in einem Buch herumlaufen.
Aber da hab ich ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das war mir nämlich alles zu öde, da hätte ich ja das Meiste verpasst! Und so haben ich eben meinen eigenen Charakter entwickelt. 
7.) Ist das etwa immer so, oder läuft das bei anderen Charakteren und Geschichten anders?  
 Dass sich die Charaktere eigenständig in eine Richtung entwickeln? Oh ja! Adrian ist zum Beispiel viel verschlossener, als anfangs geplant. Immer wenn man nicht hingeschaut hat, hat er weitere Mauersteine um sich herum aufgehäuft, sodass später kaum noch einer sagen konnte, was er dahinter überhaupt veranstaltet.
Und mein Halbbruder Taran, der sollte anfangs der absolute Bad Boy sein. Irgendwie gefiel ihm diese Rolle aber nicht. Er war der Meinung, dass es bei den Lesern viel besser ankommen würde, wenn sie anfangs einen komplett falschen Eindruck von ihm bekommen würden und er sich im Laufe der Geschichte dann ändert.
Zum Glück lässt Pia uns da freie Hand. Sie hat nur hier da Probleme mit unseren veränderten Charakteren klarzukommen, weil unsere Handlungen dadurch für sie manchmal etwas verwirrend sind. Aber bisher hat sich am Ende stets alles zusammengefügt und aufgelöst. 
8.) Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Pia so besonders?  
Ich bin charmant? Gut aussehend, stilvoll, immer höflich, behalte stets den Überblick.
Oh, Moment. Ich glaube, das war´s nicht unbedingt.
Nein, ich denke, dass es viel mehr das Gesamtpaket ist. Ich möchte mich ja nicht selber loben, aber mich muss man einfach mögen! Jeder mag mich *zwinker*
 Es ist so, dass ich zwischen den Hitzköpfen meiner Brüder stets den Überblick behalte und immer versuche, die Situation zu entschärfen. Es ist einfach meine gesamte Persönlichkeit, die jeden in meiner Nähe anzieht, der ein bisschen Ruhe finden will. Oder eine Schulter zum Anlehnen. 
9.) Plauder doch mal ein Geheimnis aus: Was erwartet uns denn noch von Frau Hepke? An was tüftelt sie gerade? Steht schon was Neues zu lesen in den Startlöchern? Und was hast du dir noch so vorgenommen?  
 Ich durfte letztens einen Blick in ihr neu entstandenes Ideenbüchlein werfen. Oder nein, es ist ja inzwischen ein kleiner Ordner geworden (macht das Sortieren leichter, meinte sie). Und da wartet noch so einiges auf die Leser. Ich fürchte, sie wird da noch eine halbe Ewigkeiten dran sitzen und ständig kommen neue Ideen.
Was die Startlöcher angeht, so stehen da bereits 3 Bücher parat.
Unter anderem der 3.Teil von uns Drachen und ich werde das Cover zieren! Auf das Buch freue ich mich natürlich ganz besonders! Und es wird noch dieses Jahr erscheinen.
Aber wir wollen die anderen beiden nicht vernachlässigen. Das 2.Buch ist „Marked Eyes“ es ist jetzt so weit, dass es sich gerade auf Verlags- bzw. Agentursuche befindet.
Das 3.Buch handelt von Irrlichtern und Pia hat sich für diese Geschichte vorgenommen, sich mit dem Selfpublishing zu versuchen. Da bin ich wirklich mal gespannt, ob das funktionieren wird. Aber ich denke, dass sie da noch ein bisschen Hilfe benötigen wird. 
10.) Ein herzliches Dankeschön an Jason für die Beantwortung der Fragen. Jetzt möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Jason gesagt wurde.  
 Ich denke, Jason hat alles gesagt, was es zu sagen gab. Deswegen hab ich ihn ja auch ausgewählt. Er durchschaut die Menschen einfach und weiß genau, was man wieso tut. Er blickt einem direkt in die Seele und dafür beneide ich ihn. Er irrt sich nur selten in jemandem.



Das Geheimnis des Nebels, Pia Hepke
Burg Verlag, 2013
340 Seiten
Preis:  12,50 €
ISBN: 978-3937344997
Rezension: Das Geheimnis im Nebel von Key
Klappentext:
Eine kleine, eher verträumte Stadt, inmitten von Wald und Wiesen gelegen,wird in letzter Zeit häufiger von einem Naturphänomen heimgesucht. Immer wieder wird der Ort in einen undurchdringlichen Nebel gehüllt. Diana spürt, dass etwas Magisches in der Luft liegt. Zuerst der Nebel, dann diese rätselhafte Schattengestalt im Wald. Sollte das wirklich ein Drache gewesen sein? Aber wieso verließ dann ein Mensch die Lichtung? Dazu noch der mysteriöse Neue an der Schule; Adrian. Seine unglaublich grünen Augen scheinen auf Diana eine fast schon magische Anziehungskraft auszuüben. Aber was hatte er mitten in der Nacht im Wald zu suchen? Ob er etwas mit dem Brand auf der Klassenfahrt zu tun hat? Sollte ihr das Bild von der Lichtung im Nebel, welches sie aus einer Laune heraus malt, dabei helfen das Rätsel zu lösen?
Titel:
Das Geheimnis des Nebels
Das Geheimnis des Feuers (Burg Verlag 2013)
Das Geheimnis des Wissens (noch nich erschienen)
Das Gehemnis der Liebe (noch nich erschienen) 

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