Dienstag, 9. September 2014

[REZENSION] Etenya- Susanne Leuders (by Valli)

http://www.amazon.de/Etenya-Saga-Band-Soyala-Wintersonnenwende-ebook/dp/B00IRJL59G/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&sr=8-1&qid=1410183716
Etenya Saga: Soyala ; Susanne Leuders
Verlagshaus el Gato, 2014
350 Seiten
Preis E-Book: 4,99 €
Preis: 13,90 €
ISBN: 978-3943596496

Inhalt:
Als die 17-jährige Olivia dem geheimnisvollen und gutaussehenden Lenno begegnet, ändert sich ihr Leben auf einen Schlag. Sofort fühlt sie sich zu ihm hingezogen, wobei sie sich selbst diese unbegreifliche Anziehungskraft nicht erklären kann. Vor allem fasziniert sie der mysteriöse goldene Schimmer, der hin und wieder in seinen Augen aufleuchtet. Was es damit bloß auf sich hat?
Wie zufällig laufen sich die beiden ständig über den Weg und kommen sich langsam näher. Doch Lenno zieht sich aus einem ihr unerfindlichen Grund immer wieder zurück und will letztendlich aus Olivias Leben verschwinden. Olivia versteht seine ganze Abwehrhaltung nicht, denn sie kann ganz eindeutig diese einzigartige Verbindung, die zwischen ihnen besteht, spüren.
Als könnte es nicht noch schlimmer kommen, wird sie zu allem Überfluss Opfer eines Angriffs, der fatale Folgen nach sich zieht.
Ratlos und verzweifelt fordert Olivia Antworten. Die Enthüllung des Geheimnisses rückt immer näher. Noch ahnt Olivia nicht, dass dieses Geheimnis ihre Vorstellungskraft bei Weitem übersteigt und ihr ganzes Weltbild durcheinanderbringen wird.
Was hat es außerdem mit dieser Prophezeiung auf sich, von der die Rede ist? Welche Rolle spielt Olivia dabei? Was hat das Schicksal, an das Olivia nie geglaubt und immer nur müde belächelt hat, für sie vorgesehen? Und was wird aus ihr und Lenno? Können sie trotz aller Hindernisse, die ihnen in den Weg gestellt werden, zusammenfinden?

Meine Meinung: 

Erst einmal möchte ich mich bei Susanne Leuders bedanken, die uns ihr Buch zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank!

In dem 1.Band der Trilogie um Etenya treffen zwei Welten erstmals aufeinander.

Zum Einen gibt es die Welt, in der wir uns befinden. Hier treffen wir Olivia, deren Leidenschaft die Musik ist. In ihrer Freizeit schreibt sie Songtexte für ihre Band, in der sie die Sängerin ist. Neben ihrer Band stehen Olivia ihre beste Freundin Tatjana und ihr Halbbruder Sven zur Seite.
Olivia wohnt bei ihrer Mutter, da ihre Eltern geschieden sind. Gezwungenermaßen lebt auch der Freund ihrer Mutter bei den Beiden, den sie so gar nicht leiden kann.Doch soviel zu Olivia..
Zum Anderen lernen wir aber auch „Etenya“ kennen. Eine Parallelwelt.
Die Menschen hier leben in verschiedenen Stämmen. Sie glauben an die Prophezeihung,dass eine Heldin, welche sie Onida Kanti nennen, sie von dem bösen Herrscher Nukpana befreien wird. Dies wird sie laut der Vorraussage einer Stammesweisen mit ihrer Stimme schaffen...
Lenno, ein Jugendlicher aus Etenya, entscheidet sich in „unsere“ Welt zu kommen und die besagte Onida Kanti zu finden. Diese möchte er an Nukpana ausliefern,um im Gegenzug seine Schwester vor der Gefangeschaft bei ihm zu retten.
Doch während seiner Suche, trifft er Olivia und verliebt sich blöderweise Hals über Kopf in sie...

Die Idee dieses Buchs gefällt mir sehr gut. Die zwei Welten sind sehr gegensätzlich.Gerade Etenya beschreibt die Autorin so deutlich,dass man es detailgetreu vor Augen hat.
Was mir besonders gefiel, ist die Tatsache,dass die Bewohner Etenyas zwischen den beiden Welten switchen können. Dies bringt vor allem Spannung mit sich, als die „Bösen“ in unserer Welt auftauchen um die Onida Kanti selbst zu finden.Dabei kommt es zu tragischen Momenten, die mich an die Seiten fesselten.
Zudem mochte ich die Beschreibung von Olivia´s Leben. Ihr ganz normales Teenagerleben, mit ihren normalen Teenagerproblemen, wird von einem Moment auf den Anderen völlig auf den Kopf gestellt. Eine unglaubliche Liebe, eine schlimme Tragödie und eine völlig bizarre Geschichte erschüttern ihre Welt und führen sie hin zu einem komplett neuen Leben.
Jedoch fand ich schade, dass die Autorin viel über Olivia einfach nur beschrieben hat, ohne dies im Buch auch anhand von Beispielen zu zeigen. Ich hätte mir z.B. gewünscht,dass nicht einfach erwähnt wird,dass Olivia den neuen Freund der Mutter nicht mag, sondern der Leser dies anhand einiger Szenen selbst herausfindet.
Ebenfalls gelungen fand ich die Einschübe, welche die Autorin an wenigen Stellen eingebaut hat. Durch diese hat die Autorin zwar schon einen Hinweis darauf gegeben,was passieren wird, aber für mich hat sich die Spannung dadurch nicht abgebaut. Ganz im Gegenteil.. die Spannung stieg. In meiner Fantasie malte ich mir 1000 Möglichkeiten aus, wie das Besagte wohl eintreten wird.
Der Anfang dieses Buches hat mir persönlich jedoch leider gar nicht gefallen.
Die Liebesgeschichte von Lenno und Olivia war mir viel zu übertrieben. Über viele Seiten wurden einzelne Momente beschrieben, die mir persönlich zu langgezogen waren. Meiner Meinung nach hätte man hier noch viel wegkürzen können ohne der Geschichte jegliche Qualität zu nehmen.Ganz im Gegenteil..
Außerdem hatte ich das Gefühl,dass die Autorin sich sehr von Twilight inspirieren hat lassen: Der goldene Schimmer in Lennos Augen, die ungewöhnlich starken körperlichen Reaktionen bei Blicken und Berührungen von Olivias Seite, der fremde bizarre und unbekannte Junge, die verbotene Liebe, das große Geheimnis um seine Geschichte und die Gefahr,in welcher Olivia sich befindet, wenn sie mit Lenno zusammen ist.
Durch die,für meinen Geschmack, zu überschwängliche Liebesgeschichte hatte ich anfangs Probleme damit,das Buch weiter zu lesen.
Bei der ersten Kussszene konnte ich die Euphorie natürlich akzeptieren, die in Olivia aufstieg. Doch nach jedem weiteren Kuss Olivia`s Gedanken zu wiederholen in anderen Worten.. ?Das hat mich leider einfach nur gestört.
Es gibt bestimmt auch viele Leserinen, die eine derartige Geschichte suchen und lieben werden, aber mir war es an dieser Stelle einfach zu sehr in den Mittelpunkt gerückt und viel zu langgezogen.
Was mich besonders geärgert hat, war die Tatsache,dass das Treffen mit dem Bösewicht Nukpana im Verhältnis zu der Vorgeschichte ihrer Liebe viel zu kurz war,dafür dass es DAS Ereignis war, worauf die Geschichte im ersten Teil hinarbeitet.

Desweiteren fand ich manche Handlungen einfach ein wenig widersprüchlich.
Ein Bandkollege von Olivia gesteht ihr seine Liebe, die sie aber nicht erwidert. Trotz allem lässt sie ihn nach der nächsten Bandprobe in ihr Haus und ist dann entsetzt,dass er sie küsst?
Olivia hat Angst,dass ihre Oma ihr Babysitter wird, als ihre Mutter mit ihrem Freund in Urlaub fliegt.. Olivia ist aber fast volljährig und an sich die meiste Zeit im Buch sowieso alleine zuhause?
Im Prinzip ist das natürlich nichts weltbewegendes, aber solch kleine Widersprüche sind während dem Lesen des Öfteren aufgefallen.
Ich habe mich hier gefragt, ob Leuders Olivia mit Absicht so naiv darstellt um ihre Entwicklung noch mehr hervorzuheben.

Meine anfänglichen Bedenken,dass mich die Tatsachen stören könnte, dass die Etenyar sich in Tiere verwandeln können, hat die Autorin mir genommmen. Das Thema war eher nebensächlich und wurde nur in den Vordergrund gestellt,wenn es wirklich notwendig war.

Doch nachdem ich mich durch die erste Phase gelesen hatte, hat die Geschichte einen Wandel mit sich gebracht. Wenn sich das Thema Liebe auch durch das Buch durchzieht, steht es im zweiten Teil des Buches nicht mehr so im Vordergrund. Die Liebeszenen werden reduziert,was ich sehr angenehm fand.
Die Geschichte verwandelt sich von einer Teenieromance zu einem Abenteuerroman, der durchaus wild und gefährlich wird.
Ab diesem Moment konnte mich das Buch fesseln und ich hatte dann eher das Problem es nicht mehr aus den Händen legen zu können.
Die Brutalität des bösen Herrscher Nukpana, die Geschichte um die unmarkierten Frauen im Kerker, die Gefahr für alle Frauen in Etenya... Gerade diese ganze Geschichte um Etenya macht diese Geschichte aus. Es hat etwas von der früheren Antike gepaart mit morderen Elementen aus der heutigen Zeit.
Ich finde es sehr schade, dass sich diese Geschichte so lange gezogen hat, bis das Abenteuer endlich beginnt.
Das Buch wurde spannend, blutrünstig, gefährlich, erwachsen.......es wurde einfach gesagt: sehr gut!

Hier steckt soviel Potenzial drin und ich hoffe die anderen Bänder bleiben in dem Stil, in dem das Buch abschließt. Die Grundlage für zwei grandiose Folgebänder ist hiermit gelegt.

Fazit:
Ein Buch, bei dem die Geschichte erst auf den letzten Seiten ihre Potenzial entfaltet. Es war für mich teilweise ein langer, steiniger Weg dorthin, jedoch muss ich sagen,dass es sich gelohnt hat. Wer eine Schwäche für das Romantische, vielleicht sogar Kitschige, hat, dem wird auch der erste Teil der Geschichte durchgehend gefallen.
Natürlich gab es auch in Olivias Welt Faktoren, die mich oftmals hoffen liesen, dass die Geschichte weg von der Romance , hin zu dem Abenteuerroman wechselt. Und genau so war es..
Ich warte gespannt auf den zweiten Teil und hoffe, dass die Autorin hier möglichst viel auf der Geschichte um Etenya aufbaut.

Dem Buch gebe ich daher:
                      
                           

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