Donnerstag, 30. Oktober 2014

[REZENSION] Harry Potter und der Stein der Weisen von J. K. Rowling (by Nana)

http://www.carlsen.de/taschenbuch/harry-potter-band-1-harry-potter-und-der-stein-der-weisen/21246#Inhalt
Harry Potter und der Stein der Weisen - J.K. Rowling
Carlsen Verlag, 2013 (Neuauflage)
336 Seiten
Preis TB: 7,99 €
ISBN: 978-3-551-31311-9
Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

Klappentext:
Bis zu seinem elften Geburtstag hatte Harry geglaubt, dass er ein ganz normaler Junge sei. Doch dann erfährt er, dass er sich an der Schule für Hexerei und Zauberei einfinden soll – denn er ist ein Zauberer! In Hogwarts stürzt Harry von einem Abenteuer ins nächste und muss gegen Bestien, Mitschüler und Fabelwesen kämpfen. Da ist es gut, dass er schon Freunde gefunden hat, die ihm im Kampf gegen die dunklen Mächte zur Seite stehen.



 
Meine Meinung:

Nanu, was tut sie da?, denkt ihr sicher, oder? Ja, was tut Nana da nur? Richtig, sie hat sich von dem Hype um Harry Potter anstecken lassen. Aber, und das muss ich dazusagen, ich habe nun zuletzt erst alle Harry Potter Filme gesehen, bevor ich mir nun die Bücher besorgt habe und diese genüsslich nacheinander lese.
Ob dies nun wirklich die richtige und beste Reihenfolge ist, das weiß ich nicht, aber wir werden sehen, wohin mich hier die Reise bringt.

So, fange ich also, wie üblich, beim Cover an. Ich muss ehrlich gestehen, diese Cover (siehe oben) von der Auflage aus 2013 gefallen mir mit Abstand am Besten. Auch muss ich sagen, dass sie Live und in Farbe noch sehr viel besser zur Geltung kommen. Ebenso ist der Buchrücken nicht zu verachten – wirklich toll gemacht. Es hat so ein bissl was von 3D-Effekt.

Die Charakter sollten eigentlich klar sein, aber dennoch zähle ich diese hier mal auf:
Harry Potter steht als Protagonist natürlich an erster Stelle. Der zehnjährige (später elf) Junge, dessen Leben bisher eine einzige Katastrophe war. Seine Eltern hat er bereits als Baby verloren und muss seither bei den Dursleys aufwachsen, bei Tante und Onkel, die ihn eigentlich gar nicht wollen, da er, das offene Geheimnis, ein Zauberer ist, was die Verwandten natürlich gerne unter den Teppich kehren würden.
Ron Weasley wird schnell zu Harrys Freund. Die beiden Jungs ergänzen sich super und werden schnell zu besten Freunden. Sie stützen sich gegenseitig, verstehen sich ohne Worte und sind beide nicht gegen Abenteuer.
Hermine Granger spielt hier die personifizierte Vernunft. Leistung (und damit ist die in der Schule gemeint) steht an erster Stelle, bis sie sich den beiden Jungs anschließt.
Neville Longbottom hat hingegen seinen Stand noch lange nicht gefunden. Er ist irgendwie der, über den man sich witzig macht, jener, der scheinbar nichts gebacken kommt, aber auch genau der, auf den niemals verzichtet werden kann.

Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, als ich mir die Bücher kaufte. Wahrscheinlich war ich ein wenig von den Filmen verwöhnt, die zum Ende hin ja wirklich komplett erwachsen sind. Umso überraschter war ich, als ich die ersten Zeilen des Buches las und mich in frühe Kinderjahre versetzt fühlte. Einfache Sätze, nicht wirklich viel Schnickschnack, klare Aussagen – kindgerecht eben. Aber da hatte ich mich rasch dran gewöhnt. Trotz der vielen Menschen und Eindrücke wurde wirklich alles gut und plausibel geschildert, es fühlte sich echt an und ließ keinen Zweifel: Harry ist ein Zauberer, es gibt sowohl die Winkelgasse, als auch Hogwarts.

Fazit:
Ich muss ehrlich gestehen, ich fand die Geschichte, diesen ersten Teil, etwas gehetzt. Auf nur knapp 336 Seiten erzählt mir die Autorin von der Muggel-Familie Dursley und deren Alltag, bevor Harry Potter zu ihnen kam. Sie erzählt mir vom Ableben der Potters und wie Harry nun ein Teil der Dursleys wurde, ebenso wie sich mich in die Winkelgasse zur Kobold-Bank, zum Einkaufen, an den Bahnsteig und nach Hogwarts bringt. In Hogwarts erzählt sie mir den Schulalltag, neue Eindrücke, vom Quidditch (hab ich das nun richtig geschrieben), von den Lehrern, den Fächern, Hagrid und dem verbotenen Wald und ganz nebenbei auch noch vom Stein der Weisen, wie er beschützt wird und dass er gestohlen werden soll. -keuch-
Dass das alles auf 335 Seiten passt ist nicht zuletzt dem nahezu fehlenden Rand des Buches zuzuschreiben, sondern auch, dass es (kindgerechte?) viele, viele, viele kleine Sequenzen und Szenenwechsel gibt.
Häufig fand ich die Übergänge ganz okay, manchmal ertappte ich mich aber auch dabei, es einfach etwas sprunghaft zu empfinden. Was ich positiv fand, war die Tatsache, dass Neville irgendwie viel besser zur Geltung kam, als er es in den Filmen tat. Ich empfand ihn in diesem ersten Band jetzt viel wichtiger.
Andererseits war mir Hermine sehr viel unsympathischer und ihr plötzlicher Wandel kam mir im Buch selbst etwas sehr plötzlich. Aber gut, Kinder sind eben sehr sprunghaft.
Malfoy und Snape sind dafür grandios gut getroffen – hierbei möchte ich gar nicht zu sehr den Vergleich zum Filmcast anstreben, aber die Umsetzung im Film zu dem, was ich im Buch gesehen habe, stimmte für meinen Geschmack schon gut überein.
Ein wenig zu kurz kamen mir die Beschreibungen. Ich bin mir darüber im klaren, dass man (Blick auf die Zielgruppe, ab 10 Jahren) hier keine zwei Seiten über irgendwelche Gegendenbeschreibungen anführen kann – und es wurde ja auch beschrieben, aber irgendwie fand ich dies etwas dürftig umgesetzt. Vielleicht lag es auch daran, dass ein komplettes Schuljahr in dieses Buch passen musste und deswegen etwas gespart wurde. Oder aber, was auch sein kann, dass in den folgenden Bücher dann stets Häppchenweise neue Beschreibungen einfließen – das kann natürlich auch sein.
Nun, Winkelgasse und der Hogwart-Express waren ja schon einmal sehr treffend und anschaulich.
Nun noch ein kleiner Vergleich zwischen Buch und Film … äh, ja. Äh. Da hat die Filmindustrie aber ein wenig getrickst und gekürzt, bzw. ausgelassen, wie ich finde. Kam Neville im ersten Teil wirklich so häufig vor, wie im Buch? Ich kann mich kaum erinnern? Und gab es im Film so viel Zauberalltag, wie es im Buch der Fall war? Irgendwie auch nein. Dafür glänzt der Film natürlich mit der visuellen Umsetzung der Orte, an denen Harry Potter spielt.
Nun, ich bin gespannt, wie mich Harry Potter im zweiten Band, die Kammer des Schreckens, begrüßt.
Kommt ihr mit mir auf diese Reise?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...