Donnerstag, 13. November 2014

[REZENSION] Irgendwann für Immer - Katja Millay (by Valli)

http://www.arena-verlag.de/artikel/irgendwann-fuer-immer-978-3-401-06997-5
Irgendwann für Immer, Katja Millay
Arena Verlag, 2014
496 Seiten
Preis: 17,99 €
Preis e-Book: 12,99 €
ISBN:978-3401069975

Inhalt:
In Nastyas Leben gibt es ein Davor und Danach. Seit dem Danach hat sie mit niemandem mehr ein Wort gesprochen - seit einem Jahr nicht mehr. Bis sie Josh begegnet. In Joshs Leben fehlt es an vielem, aber er hat sich damit abgefunden. Seitdem bleibt er für sich und ist ganz sicher nicht auf der Suche nach der großen Liebe. Bis er Nastya begegnet. Von da an ist für die beiden nichts mehr, wie es vorher war. Und damit beginnt die außergewöhnliche Liebesgeschichte von Nastya und Josh. Kein Wort hat Nastya seit einem Jahr gesprochen, seit dem schrecklichen Überfall. Sie weiß, dass es nie wieder so werden wird wie vorher, und doch will sie es mit ihrem neuen Leben aufnehmen. Sie ahnt nicht, dass sie schon bald Josh begegnen wird. Josh ist der geborene Außenseiter, der Meister der Unnahbarkeit. Als Nastya an seine Schule kommt, ahnt er nicht, dass er seine Schutzhülle nach und nach für sie fallen lassen wird. Nastya und Josh werden Teile eines Ganzen. Bis Nastyas Trauma ihre Liebe zu zerstören droht.



Erst einmal möchte ich mich recht herzlich bei dem Arena Verlag bedanken, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Meine Meinung:

Nastya.. ein Mädchen das vor allem durch ihr Äußeres auffällt. Sie trägt nur schwarze Kleidung, die sie extrem billig wirken lässt und schminkt sich wie man es sonst wahrscheinlich nur von diversen Erotikstars kennt.
Wenn man hinter diese Fassade gucken möchte, stößt man jedoch auf Granit. Nastya spricht nicht! Seit dem Tag an dem sich ihr Leben verändert hat.
Doch was genau passiert ist, erfährt der Leser erst einmal nicht.

In diesem Buch ist die Geschichte um die Hauptfigur ein großes Geheimnis. Für mich war dies erst gewöhnungsbedürftig, aber im Endeffekt doch recht spannend.
Man erfährt anfangs nur,dass Nastya bei ihrer Tante wohnt, da sie mit ihrer Familie nicht mehr klarkommt und sie nicht spricht. Wieso bleibt aber erst einmal verborgen. Auch im Laufe des Buches lässt sie immer wieder durchscheinen, dass sie aus bestimmten Gründen handelt, wie z.B. warum sie gerne joggen geht, bis sie sich übergeben muss oder warum sie nur schwarz trägt. Doch was sie zu diesem Handeln verleitet, bleibt lange verborgen.
Ich muss sagen, dass mir das anfangs auf die Nerven ging, aber auch nur aus dem Grund,weil ich so schrecklich neugierig war.
Nastya wird auf der neuen Schule eine Außenseiterin. Nur der Frauenheld Drew versucht immer wieder sein Glück bei ihr und schafft es letztendlich sie zu überreden mit ihm auf eine Party zu kommen.
Als sie jedoch zu viel trinkt, bringt Drew sie zu seinem besten Freund Josh, da dieser alleine wohnt und sie versorgen kann. Und so lernen sich Josh und Nastya kennen..
Joshs Geschichte erfährt man schon anfangs, bevor Nastya es weiß. Das kommt durch die Perspektivwechsel, die die Autorin verwendet. Das Buch switcht durchgehend von Nastyas zu Joshs Sicht.
So hat man die Chance beide kennen zu lernen, bevor sie sich selbst näher kommen. Dies fand ich eine sehr schöne Idee.

In diesem Buch treffen traurige Schicksale aufeinander und Traumata werden verarbeitet. Mir gefiel die Authenzität mit der die Autorin dies beschreibt. Oft ist in Büchern zu schnell alles wieder vergessen und die Welt rosarot.In diesem Buch hat gerade Nastya manche Gedankengänge, die ich nicht nachvollziehen konnte, jedoch aus der Sicht einer Traumapatienten vielleicht Sinn ergeben. Mir persönlich wird zu oft von diesem Thema gesprochen, doch auch das ist nur authentisch, da dieses Erlebnis ihr Leben und die Einstellung zu diesem, von Grund auf verändert hat.
Trotz allem muss ich sagen, dass dieses Buch nicht an Qualität verloren hätte, wenn man manche Stellen gekürzt oder gar weggelassen hätte. Teilweise ist es wirklich mühsam, die selben Gedanken noch einmal zu lesen.

Was mir weniger authentisch vorkam,waren Joshs Gedankengänge. Vielleicht bin ich einfach zu unromantisch oder auch zu realisitsch, aber Joshs Sicht war mir teilweise zu kitschig. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Mann auf diese Weise denkt. Wäre Joshs Liebe in ausgewählten Passagen zum Ausdruck gekommen, hätte ich dies sehr gut gefunden, aber ich bezweifel, dass ein Mann derart sensibel ist,dass seine Gedanken fast ausschließlich von der Liebe zu einer Frau handeln. Ich hätte es bevorzugt,wenn Josh ein bisschen „männlicher“ und weniger romantisch dargestellt worden wäre.

Das Ende von „Irgendwann für immer“ gefiel mir. Es war realitätsnah und keineswegs bei den Haaren herbeigezogen oder unglaubwürdig. Es war ein großer Schritt zu der Verbesserung der Lage, aber nicht übertrieben a la „ Alles ist wieder gut“. So möchte ich es in Büchern mit diesem Thema haben.

Ein Pluspunkt für dieses Buch sammelt der Charakter Drew. Obwohl er als Frauenheld dargestellt wird, der arrogant durch das Leben geht, ist er für mich der Sympathieträger. Seine Entwicklung ist für mich die Positivste in dieser Geschichte. Er hat sich immer mehr zu meinem Favorit entwickelt und oftmals Szenen, die vor sich hinplätscherten, aufgelockert.

Fazit:

Dieses Buch ist authentisch und glaubwürdig geschrieben. Ich habe eine Geschichte über ein traumatisiertes Mädchen erwartet und dies auch bekommen. Zusätzlich bekommt man noch Freundschaft und Liebe oben drauf.
Meiner Meinung nach hätte man diese Geschichte aber kürzen können ohne ihre Charme wegzunehmen. Außerdem hatte ich zum Schluss noch die ein oder andere Frage, die leider ungeklärt blieb.

Deswegen bekommt „Irgendwann für Immer“ von mir: 

                          

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