Donnerstag, 27. November 2014

[REZENSION] Not that kind of girl von Lena Dunham (by Valli)

http://www.fischerverlage.de/buch/not_that_kind_of_girl/9783100153562
Not That Kind Of Girl (Was ich im Leben so gelernt habe), Lena Dunham
Fischer Verlag, 2014
304 Seiten
Preis: 19,99 €
Preis E-Book : 17,99 €
ISBN: 978-3100153562

Inhalt:

Lena Dunham - vom »Time Magazine« zur »coolest person of the year« gewählt

Was tun als junge Frau von heute, die lieber Stoffschuhe als Manolos trägt und nicht nach dem einen Prinzen sucht?

In ›Not That Kind of Girl‹ erzählt Lena Dunham, Erfinderin der TV-Serie ›GIRLS‹, hemmungslos persönlich, angstfrei und komisch aus ihrem Leben: von Kondomen in Zimmerpalmen, seltsamen Jungs und von ihrer Angst, keinen Platz in dieser Welt zu finden. Sie schreibt über die Taxifahrer in New York und vom plötzlichen Verliebtsein, über Frauen, die »wie diese Papierdinger behandelt werden, die in Hotelbadezimmern auf den Zahnputzbechern liegen – irgendwie notwendig, aber unendlich verfügbar« – und über Männer, die ungefragt von ihrem Sexleben berichten. Krisengeschüttelt, heiter, absolut im Jetzt: Lena Dunham bringt das Lebensgefühl einer neuen Generation Frauen auf den Punkt.



Meine Meinung:

Zuerst möchte ich mich ganz herzlich bei dem Fischer Verlag bedanken, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Ich wurde durch Zufall auf Lena Dunham aufmerksam. Ich bin ein kleiner Serienfreak und bin bei Amazon über die erste Staffel „Girls“ (Lena Dunham ist die Drehbuchautorin, Regissseurin und Hauptdarstellerin)gestolpert. Ich bin kein Fan von den typischen Frauenserien à la Sex and the city, aber die Beschreibung dieser Serie verriet mir,dass sie absolut keine typische Serie ist.
Ich habe sie mir also bestellt, geguckt und war begeistert. Sie ist auf der einen Seite so ehrlich, realistisch und absolut auf meine Generation zutreffend (Mitte 20) und auf der anderen Seite ist diese Serie total absurd und lässt mich einfach nur den Kopf schütteln.

Als ich auf der Seite des Fischer Verlags plötzlich über das Buch von Lena Dunham gestolpert bin, war sofort klar: Das muss ich lesen.

Rein optisch mag ich das Buch sehr. Das Cover ist schlicht gehalten, was auch sehr zu Lenas Äußerem passt. Sie trägt zwar oft ausgefallene und nicht immer vorteilhafte Kleidung,aber trotz allem ist sie äußerlich niemals zu auffällig oder bunt. Sie schafft es trotz allem dezent zu wirken.
Im Buch selbst sind viele Skizzenzeichnungen zu finden, was das Ganze wie ein Tagebuch wirken lässt.
Zwischendurch gibt es Einschübe, wie z.B. "10 Gründe,warum ich New York" liebe. Derartiges hat immer mal wieder eine Lesepause verschafft, die ich als sehr angenehm empfand.

Das Buch ist unterteilt in 5 Unterkategorien:
  • Liebe und Sex
  • Körper
  • Freundschaft
  • Arbeit
  • Das große Ganze

In jedem dieser Kapitel bekommt man eine Lena, wie sie leibt und lebt. Sie erzählt schamlos, offen und einfach frei heraus. Selbst die peinlichsten Situationen scheinen für sie etwas Normales zu sein.
Sie erzählt von ihren sexuellen Erfahrungen oder von ihren Diätversuchen. Dazu muss man sagen,dass Lena nicht dem Hollywoodideal entspricht. Sie hat mehr auf den Rippen, als man es von den Stars heutzutage gewohnt ist.Sie erzählt von Selbstzweifeln, wie jede Frau sie kennt. Doch letztendlich kommt sie zu dem Entschluss,dass Attraktivität und guter Sex nicht von dem Ideal, was die Gesellschaft uns vorgibt, abhängig ist.
Mir gefiel besonders, dass sie über ihre Zwangsneurosen und Ängste schreibt. Sie erzählt von den Therapiesitzungen oder ihren Angewohnheiten, die diese Störungen hervorgerufen haben.Ich bin mir sicher, dass es viel Überwindung braucht, über eine solche "Schwäche" zu reden bzw. die ganze Welt daran teilhaben zu lassen. Doch dies zeigt noch einmal mehr, wie wenig sich Lena aus der Meinung anderer macht und lieber den Leuten hilft, die ähnliche Probleme haben.

Sie spricht auch über alltägliche Dinge, wie z.B. die Schulzeit oder den Übergang in das Arbeitsleben. Sie beschreibt die Beziehung zu ihrer Schwester und ihren Eltern. Lena schafft es über diese Dinge ganze Kapitel auszuschmücken ohne, dass man Langweile dabei empfindet.

Und obwohl dieses Buch noch einmal zeigt, dass sie alles andere als ein perfektes Mädchen ist.. Nein, sondern dass sie eher mehr Probleme als die meisten hat, schreibt sie mit einer wahnsinnigen Leichtigkeit, Intelligenz und viel Humor. Das verschafft ihr einen hohen Coolnessfaktor, der sie auf ihre Weise wieder perfekt werden lässt.

Passend zu ihr, wie ich das auch aus der Serie kannte, kommen in einzelnen Abschnitten auch immer wieder Abschweifungen vor. Sie hat unglaublich viele Gedanken und wirkt dadurch an manchen Stellen ein wenig verwirrt und vielleicht sogar verrückt.
Lena Dunham hat eine ganz besondere Schreibweise, bei der man sich gut an manchen Stellen wirklich konzentrieren muss um zu verstehen, über wen sie gerade schreibt. Das wird nicht Jedermanns Geschmack sein, doch ich mag genau diese konfuse Gedankenwelt, die sie auf das Papier bringt.

Ob dies nun wirklich alles Anekdoten aus ihrem eigenen Leben sind, weiß ich natürlich nicht. Jedoch ist dieses Buch sehr unterhaltsam und von daher ist es mir schlichtweg egal.

Fazit:

Ein Buch,das die Person Lena Dunham sehr gut widerspiegelt. Es macht Spaß ihren Gedanken zu folgen und Anekdoten aus dem Leben zu hören, die andere lieber für sich behalten.
Lena bringt ihre Person so gut auf das Papier, wie ich das schon lange nicht mehr gelesen habe.
Wer also eine Art Feuchtgebiete mit einem sehr viel niedrigerem Ekelfaktor und dafür mehr Niveau und Philosophie lesen möchte, ist hier an der richtigen Stelle.Und wer dieses Buch mag, sollte auch gleich mal in die Serie „Girls“ reinschauen.

„Not that kind of girl“ bekommt von mir:

                            

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