Mittwoch, 17. Dezember 2014

[BLOGTOUR] Tag 3: Bruder Wilhelm plaudert über Isabella Benz

Hallo zusammen,

heute macht die Blogtour Stattion auf unserem Blog. Wir freuen uns deshalb ganz herzlich, euch ein Interview mit Bruder Wilhelm zeigen zu dürfen. Er plaudert einfach mal frei von der Leber über seine Autorin.

Ach, und ganz nebenbei, Nana hat für euch auch eine Rezension parat - hier entlang, bitte!

Aber nun, Bühne frei für Wilhelm. (Und nicht vergessen, Frage beantworten und ab in den Lostopf)

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Früh ist für den drittgeborenen Sohn Wilhelm klar, dass er eine klerikale Laufbahn einschlagen wird. Da seine beiden älteren Brüder die Ländereien der Familie erben werden, bleibt ihm nichts anderes übrig, als Mönch zu werden und für das Wohl der Familie zu beten. Doch Wilhelm ist ehrgeizig. Nur in einem Kloster zu beten kommt für ihn nicht in Frage. Deshalb besucht er in Paris eine Exorzistenschule und lässt sich dazu ausbilden, Geister auszutreiben. Seinen ersten Auftrag erhält er in dem Historienthriller „Die Dämonen von Lorch“. Als ihm aufgetragen wird, seine Autorin vorzustellen, ist er zunächst überrascht, geht seiner Aufgabe aber pflichtbewusst wie eh und je nach.

Wir bitten darum, nicht zu filmen oder zu fotografieren und alle Handys auszuschalten. Diese Wunder der modernen Technik könnten unseren heutigen Gast aus der Fassung bringen, und das wollen wir ja nicht. Also Wilhelm, dürfen wir dir eine Tasse Tee anbieten, bevor wir mit den Fragen beginnen?

1. Stell uns Isabella Benz doch erst einmal kurz vor.
Kurz? Nun gut, ich werde mir Mühe geben.
[Der Mönch richtet sich auf und schaut in die Menge. In seiner rechten Hand befindet sich ein Blattpapier, zu dem er vorsichtig hinab schielt, ehe er mit fester Stimme beginnt]
Wenn ich Recht informiert bin, ist sie im Stauferland aufgewachsen, in Steinen, nein, Moment, Steinheim heißt das in eurer Zeit. Sie ist musikalisch und sehr tierlieb. Ihre Familie hat Hasen, Papageien und Wellensittiche - und zwei Pferde haben sie auch noch. Isabella ist nach ihrem Schulabschluss irgendwie nach … weit weg … [der Mönch wirft einen Blick auf seine Notizen] ah, Südafrika heißt das Land, ja, dort ist sie hingereist und mittlerweile studiert sie Theologie und will Pfarrerin werden.

2. Was denkst du über Isabella, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Nun, sie verhält sich etwas ungewöhnlich für meinen Geschmack. Vieles, was sie tut, ist in meiner Zeit ja Männern vorbehalten. Doch wenn ich einmal davon absehe, dass sie als Frau geboren wurde, beneide ich sie besonders darum, was sie in diesem Afrika alles erleben durfte. In Armenvierteln Gott dienen zu dürfen, Kindern Essen zu geben, mit ihnen zu spielen und ihnen von unserem Heiland zu erzählen, muss eine unglaublich Segensreiche Zeit für sie gewesen sein.
Persönlich ist sie mir ja ab und an zu direkt. Eine etwas gemäßigtere Zunge würde ihr sicherlich nicht schaden. Dann würde sie sich auch seltener im Nachhinein ärgern, das nimmt ab und an bei ihr schon bedenkliche Züge an … ach, ich führe das besser nicht weiter aus.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Sie singt ganz gut, gerne auch in Chören, obwohl mir ihr Musikgeschmack etwas sonderbar vorkommt. Musicals nennt ihr das, was sie so mag und irgendwelche Popmusik. Nun, ich bevorzuge ja meine gregorianischen Choräle. Ach, und sie spielt noch Cello, ungewöhnlich für eine Frau, höchst ungewöhnlich. Und sonst verbringt sie viel Zeit mit ihren Freunden, oder eben mit den Familienpferden.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
[schnarrt etwas] Als Mönch bin ich natürlich der Meinung, dass unser Herr Jesus Christus unser einziges Vorbild sein darf. Aber nun gut, wirkliche Vorbilder hat sie meines Wissens nach nicht. Sie mochte die Thriller von Dan Brown, und sie liebt die Unendliche Geschichte von Michael Ende. Ansonsten ist sie aber eine sehr, sehr kritische Leserin. Irgendetwas zum Aussetzen findet sie immer.

5. Gibt es besondere Gepflogenheiten, die Isabella beim Schreiben an den Tag legt? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Schokolade. [schaut streng] Und ich weiß, dass sie jetzt schon wieder M&Ms nascht! [grummelt] Musik hört sie eher selten, wofür ich auch dankbar bin, was sie für Musik hört, ist ja eher als Krach zu bezeichnen. Aber lassen wir das. Einen Tick hat sie übrigens: Irgendwann kann sie an einem bestimmten Ort nicht mehr schreiben. Meistens schreibt sie im Bett. Aber früher oder später schleicht sich da immer die Blockade ein und dann muss sie irgendwo anders hin. Aufs Sofa umziehen, auf den Balkon, zu ihren Pferden … ach, und mein erster Auftritt, den hat sie tatsächlich im Kloster Lorch geschrieben, an der Mauer gelehnt mit LapTop bewaffnet.

6. Wie hast du sie kennengelernt?
Sie war berechtigterweise der Ansicht, dass die Geschichte um die Vogtstochter Theodora und ihre mysteriösen Anfälle - die meiner Meinung nach ohne Zweifel von einem Dämon herrühren! - einen Exorzisten braucht. Ich war einer von vielen Bewerbern auf diesen Posten. Sie hat sich sehr ausführlich mit mir unterhalten, wollte ganz genau über meine Vergangenheit Bescheid wissen, wissen, wo ich zur Schule gegangen bin, wer meine Eltern sind und warum ausgerechnet ich der Richtige für den Posten bin. Und ich konnte sie wohl überzeugen.

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Sicher bin ich mir nicht, aber ich denke, dass es bei anderen Charakteren ähnlich verläuft. Sie hat da so eine Methode, Schneeflocke nennt sich die, und nach dem Schema nimmt sie uns ganz genau unter die Lupe. Nur, wer diesen Test besteht, darf auch wirklich eine Rolle in ihren Geschichten erhalten.

8. Einmal ganz direkt gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Isabella so besonders?
Weil ihr die provokanten Charaktere am liebsten sind. Sie weiß, dass ich mit meinen Überzeugungen sicher an der ein oder anderen Stelle anecken werde. Es gefällt ihr, dass ich kein Blatt vor den Mund nehme, sondern für meine Sache fest einstehe, auch wenn ich mir habe sagen lassen, dass sie selbst gar nicht so überzeugt von Exorzisten sei. Ich denke, da werde ich noch einmal ein ernstes Wörtchen mit ihr führen müssen!

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Isabella Benz bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
[schreckt zurück] In die Kristallkugel? Wollen Sie Ungläubige mich etwa zu derlei Schabernack verführen? [greift sich an die Brust und atmet tief durch, um sich wieder zu sammeln. Dann macht er eine wegwischende Handbewegung und wedelt mit den Zetteln]
Sparen Sie sich Ihre Kristallkugel. Isabella weiß sehr genau, was in Zukunft bei ihr anstehen wird und sie hat es mir freundlicherweise verraten. Was denken Sie denn, warum ich diese Notizen mitgebracht habe? [wedelt mit seinem Blatt und trägt anschließend vor]
Im Jahre 2015 - was, so weit von meiner Zeit sind wir also entfernt? - nun, im Jahre 2015 werden tatsächlich noch weitere Geschichten von ihr erscheinen. Als erstes ein … [er verzieht das Gesicht] Fantasyroman „Die Schwelle - Vermächtnis der Hüter I“ lese ich hier, aber der Titel ist wohl noch nicht ganz mit dem Verlag abgestimmt. Die Geschichte scheint sie noch eine ganze Weile zu verfolgen, wenn ich das richtig sehe, sind 5 Bände geplant. Im Historischen Bereich springt sie ein paar Jahre nach vorne, in die 1920er, da geht es um irgendwas mit Frauenemanzipation und Eintänzern. Ich gebe zu, ich habe keinen blassen Schimmer, was das sein soll, aber vielleicht kann das werte Publikum ja etwas damit anfangen.

10. Ein herzliches Dankeschön an Wilhelm für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin/dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Wilhelm gesagt wurde.
Viel richtigzustellen gibt es eigentlich nicht, ich hoffe zumindest, dass das, was Wilhelm da so von sich gegeben hat, verständlich ist. Wenn irgendetwas unklar ist und Fragen bestehen, freue ich mich immer auch über eine Mail oder eine Nachricht in meinem Gästebuch. In diesem Sinne also auch eine herzliche Einladung dazu, einmal auf meiner Homepage isabella-benz.de vorbeizuschauen. Zum Schluss möchte ich mich meinerseits ganz herzlich bei den Lesekatzen für das tolle Interview bedanken und wünsche weiterhin viel Erfolg mit ihrem Blog.

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Jetzt wisst ihr Bescheid, oder nicht?
Das bringt mich auch direkt zu eurer Gewinnspielfrage: 

Würdet ihr euch auch gerne zum Exorzisten ausbilden lassen?

Beanwortet einfach im Kommentar die Frage und hüpft in den Lostopf. Zu gewinnen gibt es am Ende drei Exemplare von "Die Dämonen von Lorch". Wir freuen uns auf euch.


Eure Nana
 

Kommentare:

  1. Tolle Interview-Variation! Sehr gelungen! :)

    Zur Gewinnspiel-Frage: "Würdet ihr euch auch gerne zum Exorzisten ausbilden lassen?"

    Vermutlich nicht. Zum Einen wäre das damals als Dame vermutlich nicht einmal möglich gewesen und heutzutage ist das doch wohl eher ungewöhnlich.
    Ich schaue/lese zwar gerne Sachen aus dieser Sparte, aber selbst einer Person gegenüberstehen, die von einem Dämon besessen ist? Nein, das wäre wirklich nichts für mich.

    Liebe Grüße
    Annika

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  2. Ich würde mich nicht zum Exorzisten ausbilden lassen, da ich Schiss vor Geistern/Besessenen hätte und daher gänzlich ungeeignet wäre. Wie bereits erwähnt wurde, lesen ja - machen nein.

    PS: Sollte ich gewinnen, trete ich selbstlos zwei der drei Bücher an andere Teilnehmer ab - mir reicht ein Buch. ;-)

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  3. Hallo Jana,

    oh, das war vielleicht unglücklich formuliert, es gibt drei Gewinner, am Ende und jeder erhält ein Buch :)

    LG,
    Nana

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  4. Das wäre wohl nichts für mich. Ich glaube nicht, dass es Besessenheit wirklich gibt und in einer Fantasy-Welt würden mir andere Berufe eher zusagen. Da wäre ich doch lieber ein normalier Magier.

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  5. Hallo und guten Tag,

    um zweifelhafte Austreibungen zu machen. Nee... Danke ..lieber nicht!
    Ich mag keinen Menschen Schmerzen zu fügen.

    LG..Karin..

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  6. Schönes Interview!

    Also sagen wir es mal so, ich denke, es wäre schon ein Privileg eine Schule besuchen zu dürfen... wenn ich den "Job" später nicht ausüben müsste, dann wär ich zumindest offen für den theoretischen Teil der Ausbildung. Den kann man dann vielleicht auch ergänzen oder anderweitig nutzen.. und hey, wenigstens kann ich dann lesen und schreiben ;)

    Liebe Grüße
    Jill
    reallyhappy(at)gmx.de

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