Sonntag, 7. Dezember 2014

[REZENSION] Über uns das Meer von Sabine Giebken (by Nana)

http://www.magellanverlag.de/feine-b%C3%BCcher/junge-erwachsene/
Über uns das Meer - Sabine Giebken
Magellan Verlag, 2014
512 Seiten
Preis: 18,95 €
ISBN: 978-3-7348-5601-3

Klappentext:
Er weckt ihren Ehrgeiz, dieser Apnoetaucher mit dem seltsamen Namen Angel: Mit nur einem Atemzug taucht er in die Tiefe, weiter hinunter als jeder sonst, und Lou geht an ihre Grenzen, um ihn dorthin zu begleiten. Das Risiko reizt sie, ja, aber mehr noch lockt sie das Gefühl der Freiheit, das sie in der Umarmung des Wassers empfindet. Doch Angel sucht noch etwas anderes dort unten. Wie ein Geist folgt ihm seine Vergangenheit ins Meer, und Lou hat Angst, ihn für immer an die Schwärze zu verlieren. Als die Geister Wirklichkeit werden, kommt es weit unter der Meeresoberfläche zur Konfrontation, und plötzlich muss Lou nicht nur um Angel fürchten, sondern auch um ihr eigenes Leben.


Meine Meinung:

Ich habe eine Interview mit der Autorin über den Magellan Verlag gewonnen, und damit ich auch weiß, worum es geht, wurde mir ein Exemplar von »Über uns das Meer« zur Verfügung gestellt. Da ich schon viel über den Verlag selbst gehört habe, war ich natürlich total neugierig, was mich denn da erwarten würde, so von Qualität etc.. Als das Buch dann kam, war ich sehr positiv überrascht. Es ist ein traumhaftes Hardcover mit einem tollen Umschlag. Die Farben sind total kräftig und die vielen kleinen Fischis total putzig. Das musste ja was werden.

Gleich zu Beginn lernen wir Lou kennen, die Zeuge eines schlimmen Unfalls wird und ebenso die Lou, die ein Geheimnis über sich enttarnt, das sie lange Zeit ihres Lebens nicht mehr loslassen soll.

Nach einem Cut in der Geschichte sind wir auch ganz schnell auf Elba und lernen den mysteriösen Angel kennen. Ein hübscher Apnoetaucher, der quasi gefeiert wird, wie ein Held. Er hat es eben echt drauf.

Als Freund lernen wir Marco kennen. Er hilft Lou, denn sie ist schlussendlich von zu Hause geflüchtet und auf Elba gelandet, da hier vorher ihre verstorbene Oma gewohnt hat. Nun, dass Marco mal mehr war, das erfährt man auch recht rasch.

Pat, Ella, Sophia und Co beleuchte ich nun nicht näher. Alle sind wichtig für die Geschichte und bekommen zu ihren Zeiten den jeweiligen Auftritt.

Die Sprache ist wunderbar bildhaft. Die Autorin zieht tolle Vergleiche her, trägt dabei aber nie zu dick auf. Sie macht die Geschichte lebendig und lässt auch keinen Zweifel an der Wahrheit aufkeimen. Ein Exkurs in Sachen Apnoetauchen und ich ertappte mich dabei, hier und da selbst die Luft angehalten zu haben.

Fazit:
Wenngleich es durchaus nachvollziehbar ist, weshalb Lou von zu Hause weggelaufen ist, so muss ich gestehen, fand ich ihr Verhalten ab und zu etwas überzwerch – ich hoffe, den Ausdruck kennt man weitläufig. Hier und da hatte ich nicht wirklich das Gefühl, eine 18-jährige vor mir zu haben. Auf der anderen Seite wieder, wenn ich versuchte, mich in die Situation zu versetzen, klang es durchaus plausibel. Das Ende war mir etwas rasch. Dafür entschädigten die vielen Stunden auf Elba, das Gefühl von Salz auf der Haut, selbst wenn ich meilenweit vom nächsten Meer entfernt wohne.
Über uns das Meer setzt viel auf Gefühl, verpackt eben in dieser Welt des »Tauchsports«. Es spielt mit dem Leser, lässt ihn mitfiebern, hoffen, verzweifeln und auch verstehen.
Für Angel und Lou hingegen, hätte ich mir ein wenig mehr Zeit gewünscht, selbst wenn klar war, das beide einfach füreinander bestimmt waren - ich habe ihnen sehr gerne zugesehen und hätte es gerne noch eine Weile.
Alles in allem jedoch, hat mir die Geschichte Einiges geboten, wofür ich dankbar bin. Ebenso konnte sie das Tempo aus meinem Leben nehmen und mir Einblicke in eine völlig andere Welt liefern.

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