Samstag, 31. Januar 2015

[REZENSION] Der Ritter und die Bastardtochter von Annika Dick (by Nana)

http://www.amazon.de/Ritter-die-Bastardtochter-Annika-Dick-ebook/dp/B00PULCVOM/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1422280322&sr=1-1&keywords=der+ritter+und+die+bastardtochterDer Ritter und die Bastardtochter - Annika Dick
books2read, 2014
250 Seiten
Preis: 4,99 €
ASIN: B00PULCVOM

Klappentext:
„Brenne, du Hexe!“ Mit Todesverachtung steht Rayne auf dem glimmenden Holzhaufen, der ihr Schicksal bedeutet. Die Menge schreit nach ihrer Hinrichtung. Gleich lodern die Flammen hoch, fressen sich in ihre zarte Haut – da kämpft sich ein fremder Krieger vor, zerschlägt ihre Fesseln und reitet mit ihr davon. Nur zu welchem Preis? Rayne spürt seinen finsteren Blick auf ihrer Haut. Nicholas Kendall, der Earl of Ravenglass, weiß genau, wie sie ihm die Freiheit vergelten kann. Er zwingt sie, seinen Bruder zu heilen! Wütend folgt sie ihm auf seine Burg – doch eines schwört sie sich: dem Ritter zu zeigen, wie widerspenstig Hexen wirklich sind … 


Meine Meinung:

Dieses eBook erschien zeitgleich mit meinem »Liebe hoch zwei« bei books2read. Das und die Tatsache, dass es von meiner tollen Kollegin Annika Dick ist, hatten das Schicksal ja eigentlich bereits besiegelt. Ich musste es haben, ich musste es lesen.

Das Cover ist traumhaft. Ganz klar, hier handelt es sich um einen historischen Roman (was ich ja eigentlich nicht lese, aber bei Annika Dicks Schreibstil fällt das kaum auf). Die satten Farben und die Personen auf dem Cover, plus der Klappentext, das alles ist eine wirklich geniale Kombination und richtig stimmig.

Komm ich auch gleich zu den Protagonisten. Zuerst hier zu Rayne, eine Hexe – äh, Pardon, eine Heilerin. Aber seinerzeit war das dasselbe. Es sind deshalb auch leider viel zu viele Leute gestorben, die keinen Bund mit dem Teufel hatten.
Nicholas ist unser Ritter aus dem Titel. Er ist eben erst aus dem Krieg zurück, kommt zu Hause an und nix ist mehr, wie es war. Der Vater tot, der Bruder schwer krank, niemand weiß, was passiert ist und er muss handeln.
Ihm zur Seite steht Niall, sein schottischer Freund, der ein wahrer Sympathieträger in dieser Geschichte ist. Sollte es je eine Fortsetzung geben, so wünsche ich mir, mehr über ihn zu erfahren.

Wir haben natürlich noch einige mehr Leute, Agnes und Henry zum Beispiel, gaaaanz wichtig, wenn man es genau nimmt. Ebenso das Schwesterchen Joanna und Katherine und noch einige Nebenfiguren.

Die Sprache ist herrlich erfrischend und das trotz der gewohnt altertümlichen Sprechweise. Es gibt jede Menge Humor in den Dialogen, traumhafte Beschreibungen und gut gespannte Spannungsbögen. Die Perspektiven werden von der Autorin gewechselt, sodass es nie langweilig wird und ich als Leser auch mal in den Kopf des Bösewichts schauen darf.
Und, wie für historische Romane üblich, gibt es Liebesszenen. Um etwas genauer zu werden, es gibt Sex. Ungeblümt und ungeniert lässt mich die Autorin durch das Schlüsselloch ins Schlafgemach linsen und treibt mir durch ihre offene Art die Schamesröte ins Gesicht. :)
Hier und da finden sich noch Schreibfehler, die dem Korrektorat durchgerutscht sind, vielleicht kann man da noch einmal drüber.

Fazit:
Ich bin ja wirklich immer etwas kritisch, wenn es um ein Genre geht, das ich normalerweise meide, hier aber wurde ich direkt in die Geschichte gezogen. Der Einstieg war weise gewählt. Die Hexe soll brennen, tut es aber nicht, da sie gerettet wird.
Und dennoch erfahre ich als Leser, wie das Puzzel zusammen passt. Selbst als mir die Autorin ohne Vorwarnung einige pikante Details offenbart (was ist mit Jacob, wer intrigiert hier etc.), kommt keine Langeweile auf, denn sie weiß genau, wie sie ihre Protagonisten zu lenken hat, um Spannung zu erzeugen – und das tut sie.
Obwohl die Geschichte alles hat, was zum historischen Genre gehört, fühlt es sich für mich nicht so an. Ich habe einen Spannungsroman, ein wenig Krimi, Liebe und Intrige und nebenbei etwas Erotik in Perfektion mit Humor. Ebenso hat die Autorin recherchiert, was mir die Fähigkeiten der Hexe, äh, Heilerin Rayne deutlich macht.
Ich wurde gut unterhalten und habe das eBook in einer für mich persönlich, recht kurzen Zeitspanne verschlungen. Ein paar Fragen blieben offen, was ich Annika Dick jedoch nicht übelnehme, denn sie lässt mir dadurch Spielraum, um selbst ein wenig zu träumen und den Nachspann der Geschichte weiterzuspinnen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung. Ein Wiedersehen mit Rayne, Nicholas, Niall, Joanna und Katherine wäre sicherlich spannend und schön.
Eine Katzen-Leseempfehlung, denn »Der Ritter und die Bastardtochter« hat alles zum Schnurren, zum Fauchen und zum Maunzen :)


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