Donnerstag, 16. April 2015

[REZENSION] Kuss und Kuss gesellt sich gern von Susan Mallery (by Nana)

http://www.mira-taschenbuch.de/programm-fruehjahrsommer-2015/liebe/kuss-und-kuss-gesellt-sich-gern/
Kuss und Kuss gesellt sich gern - Susan Mallery
MIRA Taschenbuch, 2015
352 Seiten
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-95649-190-0

Klappentext:
Felicia will einfach nur normal sein – und Gideon ist genau der Mann, der ihr dabei helfen kann.
Ein Prickeln erfasst Felicia, als sie die tiefe Stimme hört. Beim letzten Mal hat ihr diese Stimme zärtlich ins Ohr geflüstert … am anderen Ende der Welt, nach der heißesten Nacht ihres Lebens. Nie hätte Felicia gedacht, dass es den coolen Draufgänger Gideon Boylan ausgerechnet in eine Kleinstadt wie Fool’s Gold verschlagen würde! Aber da er schon mal hier ist, kann er ihr auch nützlich sein. Denn eigentlich ist Felicia auf der Suche nach Normalität – und einem Mann, der sich von ihrem überdurchschnittlich cleveren Köpfchen nicht abschrecken lässt. Leider hat die Intelligenzbestie keine Ahnung, wie sie sich so einen Normalo-Mann angeln soll. Die geniale Idee: Gideon stellt sich als Coach zur Verfügung und bringt ihr bei, was Männer an Frauen attraktiv finden! Er selbst ist natürlich zu atemberaubend sexy, um sich ihr wieder zu nähern und als Kandidat infrage zu kommen … oder? 

Meine Meinung:

Danke an Blogg dein Buch, für die Bereitstellung dieses Buches :)


Vorab möchte ich zwei Dinge ganz definitiv klarstellen. Punkt Nummer 1, Geschmäcker sind einfach verschieden. Und Punkt Nummer 2, aus eben diesem Grund, habe ich dieses Buch abgebrochen. Das wird wohl auch der Grund sein, weshalb diese Rezension nicht gar so ausführlich werden kann. Dennoch möchte ich versuchen, das, was mir auf den ersten 100+ Seiten aufgefallen ist, und was mich letztlich zum Abbrechen bewegt hat, hier darzulegen.
Ich liebe, liebe, liebe Chicklit. Chicklit ist für mich romantisch, turbulent, es ist rasant, humorvoll und spritzig. Genau das denke und halte ich von Chicklit und ich würde jederzeit wieder zu diesem Genre greifen.
In »Kuss und Kuss gesellt sich gerne« fehlte mir quasi jede dieser Eigenschaften. Darüber hinaus bin ich nicht wirklich gewillt, hunderte Seiten zu lesen, um vielleicht, iiiirgendwo in der Mitte oder am Ende die von mir assoziierten Literatur-Eigenschaften zu finden. Vielleicht.

Felicia ist eine junge Dame, die quasi seit der Kindheit von einem zum nächsten gereicht wurde, weil sie einfach anders ist. Anders im Sinne von nüchterner. Vernünftiger. Klüger. Generell ist das ja nichts Schlechtes, denn immerhin sorgt sie dann ab und an für ein Schmunzeln. Aber es wirkt inszeniert und aufgesetzt. Heißt im Klartext, ich konnte überhaupt keinen Draht zu dieser nüchternen Protagonistin aufbauen. Mir fehlte das Gefühl, das Kribbeln, die Leidenschaft. Was jetzt nicht heißen soll, dass kluge Menschen nicht witzig sein können. Oh ja, das können sie hervorragend, nur Felicia gelang es leider nicht.
Weiter geht es dann auch schon mit Gideon. Der ach so gebeutelte Gideon. Der Gideon, der jahrelang in Taliban-Händen war und nun natürlich vom Gefühlsleben her total hinüber ist. Und natürlich, wer ahnt es nicht, Felicia hat sich genau ihn ausgesucht. Und weiter natürlich, er hat sie sich ausgesucht, würde das aber ebenso natürlich niemals zugeben oder gar wahrhaben wollen.

Was verbindet die beiden? Eigentlich nicht viel. Sie sind sich vor vier Jahren bereits in Thailand begegnet. Während er sich wohl den Frust in einer Bar von der Seele ablenken wollte, war es Felicia die ihn sah und wusste, der Kerl sollte sie entjungfern. So kam es dann natürlich auch. Das ganze wurde dann vom selbsternannten Zieh- … äh, ja was ist er denn nun? Justice... (Ersatz)Vater, (Ersatz)Bruder, keine Ahnung. War es überhaupt Justice? Mist, ich weiß es nicht mehr sicher, denn es waren so viele Namen, soooo viele, argh. Naja, jedenfalls hat sie irgendwer dann quasi aus dem Bett gescheucht, war mächtig sauer und so verlief sich das im Sande, bis man sich letztlich in Fool's Gold, einem kleinen beschaulichen Städtchen wieder über den Weg läuft.
Wie es der Zufall so will, landen die beiden wieder im Bett und ab dem Zeitpunkt, wo es dann mehr oder minder darum gehen sollte, dass die zwei sich (wieder Hinweis, ich habe es nicht fertig gelesen), zu einer Beziehung hinreißen lassen sollten, so richtig mit Daten, Kennenlernen etc, bin ich einfach ausgestiegen, da es sich total zog.
Kein mysteriöses Kribbeln, kein Mitfiebern, kein Mitleiden, es war einfach, wie Felicia selbst, total nüchtern und damit konnte ich schlicht und ergreifend nicht.

Wenn ich den bisherigen Leserstimmen glauben möchte und auch sehe, wie viele Bände dieser Reihe bereits erschienen sind, so gehe ich schwer davon aus, dass ich einfach anders ticke in diesem Genre. Muss es auch geben.

Fazit:
Ich gehe schwer davon aus, dass die bisherigen, begeisterten Leser, auch weiterhin begeistert bleiben werden. Dass Bücher eine Reihe mal besser und mal schlechter sind, bzw wahrgenommen werden, liegt in der Natur der Sache. Schließlich muss der Autor eine neue Szene aus dem Leben greifen, gleichzeitig aber auch für Neueinsteiger der Reihe die ganzen bisherigen Informationen liefern, damit es eben auch für neue Leser spannend und nachvollziehbar bleibt.
Das kann sich unter Umständen tatsächlich sehr ziehen, weil es ja doch immer wieder neue Charaktere und Entwicklungen gibt.
Für mich ist, wegen der erwähnten Nüchternheit einfach kein direkter Draht entstanden, weshalb ich die Reihe nicht weiter verfolgen werde. Ein klarer Fall vom persönlichen Geschmack.

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