Donnerstag, 23. April 2015

[REZENSION] Pay in Love (1) von Lina Roberts (by Nana)

http://www.bookshouse.de/buecher/Ein_Chef_fuer_gewisse_Stunden_______Pay_in_Love/
Pay in Love - Ein Chef für gewisse Stunden - Lina Roberts
Bookshouse, 2014
77 Seiten
Preis: 1,99 €
ISBN: 9789963526444

Klappentext:
Alexandra Woods kann ihr Glück kaum fassen, als ihr Chef, Cole Lowell, sie bittet, ihn auf eine Geschäftsreise nach Berlin zu begleiten. In der Hoffnung, endlich sein Herz zu gewinnen, lässt sie sich auf eine heiße Affäre mit ihm ein, nur um am nächsten Morgen in eine Katastrophe zu schlittern. Cole hat sie nur mitgenommen, damit sie seinem Kunden schöne Augen macht. Wird sich Alex auf das gefährliche Spiel einlassen, um Coles Herz zu gewinnen?




Meine Meinung:

Da ich aktuell ganz viel zu lesen habe, war ich froh, dass uns Katzen etwas "kurzes" angeboten wurde. Pay in Love kommt als Novelle daher, perfekt für zwischendurch. Erotik darf dabei auch nicht fehlen, also durchaus ein rasches Leseabenteuer.

Wie bei Novellen üblich, geht es kopfüber ins Geschehen und ich darf Alexandra (Alex) Woods kennenlernen, die, nach kurzer Erklärung, in Berlin sitzt (aber aus London kommt), wo sie ihr Chef Cole mit hingeschleppt hat. Die gebürtige und streng katholisch erzogene Deutsche (wo ich mich frage, wie es zum Nachnamen Woods kommt, so deutsch ist der nämlich nicht) katapultiert sich dadurch ins perfekte Gefühlschaos, denn Cole ist heiß.
Und eigentlich will sie ihn ja schon lange, wäre da nicht Caroline, seine vermeintliche Geliebte.
So wie mir Cole vorgestellt wird, kann ich ihn nicht ansatzweise leiden, wenn ich ehrlich bin. Er ist mir zu perfekt und da reißt er es auch nicht raus, dass er insgeheim auf eine Frau mit Kurven steht. Ebenso unecht wirkt das Insiderwissen über den Sohn desjenigen, den er gerne als Vertragspartner hätte. Oha, ein Dom! Das lässt mich leider nur müde seufzen, denn es klingt und wirkt sehr inszeniert.

Sex hingegen bietet diese Novelle viel. Sogar in verschiedenen Variationen - prima. Dennoch quatschen mir die zwei ein bisschen viel, also nicht so frei nach dem Motto, »wo hättest's denn gern«, sondern mehr so nach diesem, »Oh nimm mich, ich war ja so unartig«. Äh ja. Vielleicht liegt es daran, dass Alex die ganze Zeit über mit ihren Minderwertigkeitskomplexen kämpft, da sie nicht das 08/15 Modell darstellt, sondern die gewünschten Kanten bzw. Kurven beherbergt.

Etwas rasch kam dann der Höhepunkt, der in diesem Zusammenhang dann tatsächlich mal nichts mit Sex zu tun hat, quasi der kleine unschöne Eklat, bevor es mit ganz viel Herz weitergehen kann, was die Autorin gut eingesetzt hat. Wobei, so am Rande die Frage im Raum stünde, wer hier wen wegen Körperverletzung verklagen kann.

Fazit:
Für die Unterhaltung zwischendurch sicher eine schmucke Geschichte, die hier und da ein wenig schwächelt, aber deswegen nicht mit wenig Gefühl und Herz daherkommt, generell und nüchtern betrachtet, ist es nicht wirklich etwas Besonderes, es ist einfach eine weitere Beziehungskiste zwischen reichem, hübschen Geschäftsmann und normalem Mädchen. Hier hätte man evtl. noch ein bisschen was aus dem imaginären Hut zaubern können. Aber dafür bekommt man sein Happyend. Wie es wohl weitergeht?

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