Donnerstag, 30. April 2015

[REZENSION] Pay in Love (2) von Lina Roberts (by Nana)

http://www.bookshouse.de/buecher/Ein_Unfall_mit_bittersuessen_Folgen___Pay_in_Love_2/Pay in Love - Ein Unfall mit bittersüßen Folgen - Lina Roberts
Bookshouse, 2015
64 Seiten
Preis: 1,99 €
ISBN: 9789963528257

Klappentext:
Ein Kuss von Lewis und Caroline ist hin und weg. Weg, im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie flüchtet vor ihren Gefühlen nach Miami. Doch sie kann Lewis nicht vergessen und kehrt nach London zurück, um ihm zu gestehen, dass sie sich in ihn verliebt hat.
Die Sache hat bloß einen Haken - Lewis steht auf besondere Spielchen und Caroline will ihn auf keinen Fall teilen.





 Meine Meinung:

Da ich bereits Pay in Love (1) gelesen und rezensiert habe (Hier entlang), machte ich mich auch an Teil 2. Denn der Einstieg war zwar etwas holperig, aber ich war dennoch neugierig, wie es denn weitergehen würde.

Bereits der Klappentext verrät mir allerdings, dass im zweiten Teil die Gewichtung etwas verschoben ist. Das finde ich einerseits nett, denn es bringt frischen Wind in die Serie, andererseits schade, denn ich bin doch so neugierig.

Nun denn, los geht’s.

Caroline ist, wie ich in Pay in Love 1 erfahren habe, nicht die Geliebte Coles, sondern seine Halbschwester. Und das Schwesterchen ist etwas unnahbar, hat ein feines Mäuerchen um sich errichtet und blockt ein wenig die Außenwelt ab. Wäre da nicht Lewis, der heiße Freund von Cole, der sie durch seine pure Anwesenheit um den Verstand bringt.

Kurz und nüchtern erklärt mir die Autorin Carolines inneren Konflikt in Sachen Lewis, ein einziger Kuss, ihre Flucht und Rückkehr.

Besagte Rückkehr endet in einem Straßengraben bei Schneefall und mit diesem Unfall startet leider auch ein kleines Chaos, das mich … ja, was hat es mich denn? Genervt? Nicht überzeugt?


Warum?


Das möchte ich euch hier aufdröseln, allerdings mit Spoilern, also, wer selbst lesen möchte, steige hier bitte erst mal aus …

Ich fasse zusammen, Caroline, Unfall, Schleudertrauma, Lewis durch Zufall in schickem Haus gesehen, Swingerclub, sie flüchtet, er folgt, bringt sie zum Arzt, bringt sie Heim und zack – pimpern.

Nun, ich hatte bereits ein »leichtes« Schleudertrauma und wenn es etwas gab, an das ich in dieser Zeit nicht mal Ansatzweise dachte, dann, mich von irgendwem zu sexuellen Handlungen hinreißen zu lassen und mögen sie noch so blümchenmäßig gewesen sein. Da begann die ganze Thematik für mich bereits zu bröckeln. Aber gut, vielleicht heilt sie ja schnell, wer weiß das schon?

Eventuell kann die raue Stimme Lewis ja auch alles wieder geheilt haben, denn an eben jener lässt er mich unzählige Male teilhaben. Was in einem Roman eventuell weniger ins Gewicht fällt, wird bei einer Novelle schnell lästig. So leider auch hier, denn es gibt immer und überall nur raue Stimmen, die sich vor, während und nach dem Sex unterhalten.

Ebenso wenig gefiel mir das Bild des irgendwie dauererigierten MI5 Lewis. Er hört seine Freundin rufen, eilt in ihr Zimmer, um nach dem rechten zu sehen – zack bumm, Ständer. Äh.

Generell war mir der Sex, nicht nur beim Schleudertrauma, etwas deplatziert, auch die Tatsache, dass Lewis blutüberströmt (wenn auch nicht das seine), schwer traumatisiert zu seiner Caroline zurückkehrt und sich dann munter fröhlich auf ein Stelldichein einlässt. Da konnte leider auch nicht der Einwurf drüber hinweg täuschen, dass sie ihn dadurch, bzw. durch ihre Erzählungen, versucht, abzulenken. Selbstverständlich klingt das an sich plausibel, hätte ich sicherlich ähnlich gelöst, aber dass Lewis dann einfach so weit loslassen kann, um hier mit ihr zu schlafen, das wollte nicht ins Bild passen.

Und dann gab es natürlich noch den großen Überraschungsknall. Gut eingewoben, nett verpackt, sehr schön.

Fazit:
Alles in allem ein kurzer Lesegenuss, der mich allerdings nicht wirklich bei der Stange halten konnte. Es wirkte zu aufgesetzt, zu unrealistisch zu einstudiert, um mich wirklich in den Bann zu ziehen und dort gefangen zu halten.

Nett hingegen fand ich die Lösung des Rätsels um den Swingerclub und die Lady in Red und natürlich auch den kurzen Ausblick auf das, was zwischen Alex und Cole passiert sein muss in der Zeit, seitdem ich das letzte Mal von ihnen lesen durfte.

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