Sonntag, 24. Mai 2015

[INTERVIEW] Ly, Schuhe, Kröten und Autorin: Olga A. Krouk

Heute im etwas anderen Lesekatzen Interview gibt es eine Göre mit losem Mundwerk, Schuhe und Fotografie. Ly stand uns zur Verfügung um ein paar Fragen zu beantworten über ihre Autorin und hat sich dabei nicht zurück gehalten. Key hat keine Mühen gescheut, denn dieses Interview durfte nur online gehen, wenn sie auch ihre Seite des Paktes einhält. Und deswegen gibt es heuer exklusive Einblicke. Viel Vergnügen! 
 

Salût Ly, nimm Platz *küsschen küsschen* Bitte bediene dich doch an den Keksen und der Milch. 
Oha, für deinen coolen Namen und für deinen Oberhammer-Auftritt auf FB verteilst du viel zu bereitwillig Küsschen, liebste Key. Muss ich mir da Sorgen machen? :D
Und die Milch – die lass lieber da, wo sie ist. Ich bin immer noch recht misstrauisch, was das angeht. Stell dir das nur vor: Da stehe ich gerade vor dem heimischen Kühlschrank, führe nichts Böses im Schilde, nippe an der Milch, um zu prüfen, ob die noch gut ist – und das Nächste, womit ich konfrontiert werde: Gertrud-Jolene-Carmen. Wenn du jetzt denkst, diese sei irgendeine aufgeblasene Tussi aus meiner Klasse, so irrst du dich. Es ist ein Kleid! Jawohl! *singt* Ein Kleid, das einen Namen trägt …
Und wenn wir fertig sind, zeige ich dir meine Schuhsammlung – wenn das kein Anreiz ist?
Haha, geht klar. Dann nehme ich dich gleich beim Wort *grins*
Und wehe, am Ende dieses Interviews kommt kein Bild von deinen Schuhen! Ich bin bewaffnet und sehr gefährlich, sperr schon einmal alle Spindeln weg ;)

Olga A. Krouk
Stell uns Olga A. Krouk doch erst einmal kurz vor.
Puh. Na ja, ich weiß nicht, was man über eine Frau sagen kann, die als Mädchen geträumt hat, eine Prinzessin zu sein und im Winterpalast zu wohnen *lacht*
Sie fährt voll auf Pink ab, während Lübecker Marzipan bei ihr schlecht werden könnte. Die Nachbarschaft hat voll die Panik, dass ihr Carport vor dem Haus im Hello-Kitty-Style daherkommt. Ich empfehle ihr daher die Bob-der-Baumeister-Version. Als eine Art Motivationstrainer beim Rückwärtseinparken: Yo, wir schaffen das!

Und Schuhe? Liebt sie Schuhe?
Hör bloß auf damit!
Okay. Siehst du diesen Albtraum?
Olga A. Krouk
 Ignoriere jetzt mal die Glitzersteinchen und die Riemchen (ich weiß, es ist schwer. Sehr schwer. Als praktisch unmöglich), aber das sind Schuhe, die sie bis jetzt genau drei Mal getragen hat. Weil sie damit höchstens 100 Meter ohne Blasen an den Zehen laufen kann.


Oder das hier:
Olga A. Krouk
Weißt du, warum sie die gekauft hat? Weil sie so hübsch pink sind. Kannst du dir das vorstellen? Die Frau war noch nie in ihrem Leben joggen, da kauft sie sich pinke Laufschuhe. Naja, jetzt tut sie so, als würde sie bei den morgendlichen Spaziergängen mit ihrem Hund „walken“.
Von anderen Schätzchen aus ihrem Schuhschrank rede ich lieber gar nicht.

Was denkst du über Olga, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Fangen wir mit etwas Positivem an: Sie hat kein Shopping-Gen. Sie geht nie shoppen, wenn wir die wöchentlichen Ausflüge zu Lebensmittelläden mal ausklammern. Und sie mag nicht telefonieren, was auch recht erfrischend ist.
Aber sie lästert viel zu viel über andere, so erzählt jedem, der es hören will oder nicht, was ich beispielsweise so getan habe, was nicht im Buch untergekommen ist. Oder dass Amleto in Wirklichkeit der Onkel … nein, stopp. Ich lästere niemals.

Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Sie geht liebend gern mit ihrem Hund spazieren. Verzeihung. Sie „walkt“.  Und das ist die Madame, die ihr dabei die Gesellschaft leistet:
Olga A. Krouk
Ich mag die pelzige Kröte total gern! Sie hat immer so ein freundliches Lächeln im Gesicht *lach* Ihr einziges Manko: Sie kann ihre Pfoten nicht zu einer Raute zusammenlegen, sonst könnte sie glatt die Silvester-Ansprachen ans Volk doublen.


Olga A.Krouk
Und seit Olga den Modefotografen Kay aus „Im Visier des Todes“ kennt, rennt sie mit einer Kamera herum und knippst so sinnvolle Dinge wie Baumstämme und Moos (oder beides gleichzeitig)


Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Sie will immer lernen und sich weiterentwickeln, sagt sie. Als wir zusammengearbeitet haben, hat sie viel mit Claudia Brendler gequatscht. Handwerk Humor und so – von ihr hat Olga viel über Pointen und komische Situationen gelernt. Dass ich also von einem Fettnäpfchen ins andere schlittere, habe ich Claudias schlechtem Einfluss auf Olga zu verdanken. Sonst würde ich doch nicht im Ernst in einem königlichen Park eine Möglichkeit zum Pinkeln suchen!
(Olga *schmunzelnd* : Laaaaay?)
Okay, okay. *murmelt* Würde ich.
Und wie sieht es mit dem Kleiderschrank aus, ist er ordentlich?
Ordentlich … Ordentlich ist das, was hier definitiv ein Fremdwort ist. Keine Ahnung, was in ihrem Kleiderschrank alles zu finden ist. Ich glaube, wenn man da falsch abbiegt, wäre man heil froh, tatsächlich bloß in Narnia aufzutauchen.

Gibt es Rituale, die Olga beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Zur Einstimmung hört sie immer ein bestimmtes Lied, das sie für das jeweilige Projekt auswählt. Nur dieses eine Lied, die ganze Zeit. Als wir zusammengearbeitet haben, lief Metallicas „Nothing else matters“ in Dauerschleife. Vor Kurzem verausgabte sich Amy McDonalds bis zur Heiserkeit.

Wie hast du sie kennengelernt? Details, wir brauchen Details...
Was soll ich sagen. Es gab diese rosarote Märchenwelt, die ordentlich aufgemischt werden sollte … Und wer kann das besser tun als ein rockiges Metal-Girl? Gegensätze ziehen sich an, heißt es, und in Komödien ganz besonders. Olga hat sich also umgesehen, wer für die Geschichte am wenigsten passen würde, und hat mir den Job angeboten. Ich kam, sah und … zeigte allen, was richtige Prinzessinnen-Träume sind. *lacht*
Naja, womit ich nicht gerechnet habe, war, dass manche Prinzen so schnuckelig sind.

Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Es ist unterschiedlich. Manchmal findet sie den Richtigen/die Richtige für die Story, manchmal finden die Charaktere sie. Eins ist aber fast immer sicher: Wir lernen uns erst bei der Zusammenarbeit kennen, also während sie schreibt. Sie führt keine Interviews mit uns (das übernimmst ja du, ne?) und unserer Lebenslauf ist für den Job auch völlig irrelevant. Es muss halt passen. Funken. Glitzern. Was auch immer.

Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Olga so besonders?
Keine Ahnung, warum du ein Interview mit mir führst und eigentlich nur was über Olga wissen willst :P
Aber gut, ich bin ja nicht so. Hm. Eigenlob stinkt, aber ich bin der einzige Chara, mit dem Olga voll und uneingeschränkt nur noch Spaß hatte. Ich bin keine von denen, die sich querstellen, die nicht verraten wollen, wie sie ticken, oder in eine Sackgasse geraten und dann da stehen wie eine Kuh wenn’s donnert und nach Mammi rufen. Wenn ich loslege, heißt es: Anschnallen und genießen.
Wir sind beste Freundinnen. Echt jetzt.

Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Olga bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Wie du weiß, habe ich mit Kristallkugeln nichts am Hut. Aber ich kann es mit einer Spindel versuchen. Wie war das? Amica Amicum Amici … *lach*
Demnächst kommt noch ein Jugendbuch von ihr – unter einem Pseudonym. Streng geheim und so. Meine Lippen sind versiegelt. Etwas sagt mir auch, dass sie mich nicht so einfach wieder loswerden wird. Wenn du verstehst, was ich meine. Und dann wartet auch noch Liz auf sie, die in den Schatten der Menschen … Oh je, ich glaube fast, ich habe zu viel gesagt, wo ich doch nie, niemals, nicht lästere *lacht*

Ein herzliches Dankeschön an Ly für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Ly gesagt wurde.
Olga: Nun ja. Ly ist eben Ly. Man legt sich nicht mit ihr an ;)
Ly: So schlimm? *hihi*
Olga: Ähm. Schlimmer? Ich meine … wenn man‘s genau nimmt, führe ich gerade ein Selbstgespräch
Ly: :D

Key fotografiert nich viel
Und da dies das Ende des Interviews ist: "Zeigt her eure Schuh! Und sehet den fleißigen Lesekatzen zu ..."






Hint:
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Ewiglich Dornröschen - Kiss my ass!, Olga A. Krouk
U-Line, 2014
176 Seiten
Preis:  9,95€ 
ISBN: 978-3-944154-30-5

Klappentext:
Wann hat dieser bescheuerte Prinz es nur geschafft, aus ‚Was für ein aufgeblasener Vollidiot‘ ein ‚Der hat was …‘ zu machen? Möge der Kelch an mir vorübergehen. Ich bin doch überhaupt kein Typ für diesen ‚Der hat was …‘-Unsinn!

Ly – chaotisch, fast 16 und ungeküsst – ist stolze Gründerin einer Heavy-Metal-Band und so ganz und gar nicht zur Prinzessin geeignet. Bis sie sich im Körper einer Königstochter wiederfindet. Mit den schönsten Mädchen der Märchenwelt soll sie nun um das Herz des hiesigen Prinzen kämpfen. Damit hat Ly allerdings wenig am Hut. Von ihrer rockigen und rosarot-untauglichen Art bekommt nicht nur der Zeremonienmeister einen Blutsturz, damit haut sie auch den glorreichen Prinzen glatt von seinem edlen Gaul weg.
Intrigen, Flüche (uralte und ‚What the fuck’) sowie zerronnene Wimperntusche stehen prompt an der Tagesordnung. Wird Ly den Weg zurück in ihren Körper finden, der allem Anschein nach in einen hundertjährigen Schlaf gefallen ist?

Hier die Rezension zu "Ewiglich Dornröschen" von Key



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