Dienstag, 26. Mai 2015

[REZENSION] House of Nightmares von Nadine Erdmann (by Valli)

House of Nightmares, Nadine Erdmann
2015 (leider noch keinen Verlag.. hallo?!?)
314 Seiten
Preis E-Book: 3,45 €

Inhalt:
Dunnington schenkte seinem Sohn ein beruhigendes Lächeln. »Ich habe einen unanfechtbaren Vertrag mit ihm ausgehandelt. Er wird kein Wort über dich verlieren. Zu niemandem. Sonst würde er viel zu viel aufs Spiel setzen.«

Um Neds Geheimnis zu wahren und seinem Sohn den Medienwirbel zu ersparen, plant Edward Dunnington die bahnbrechende Erfindung der Bioroboter mit Hilfe eines einflussreichen Geschäftspartners der Öffentlichkeit zu präsentieren. Aber kann man Angus McLean wirklich trauen? Warum wacht der alte Lord plötzlich nicht mehr auf? Sein Körper scheint unversehrt, sein Bewusstsein ist jedoch verschwunden …
In der Einsamkeit der schottischen Highlands müssen Jemma, Jamie, Zack, Ned und Will nicht nur der verschrobenen Adelsfamilie auf den Zahn fühlen. Um herauszufinden, was passiert ist, wagen sie sich auch ins 'House of Nightmares' – und dort wartet das Böse … heimtückisch und grausam … Besonders, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält …


Coming-of-age Future Fiction ab 14

Dies ist der zweite Band der Fateful Future Reihe.
Teil 1: Mind Ripper – Fateful Future 1.0



Meine Meinung:



House of Nightmares ist der zweite Teil der Fateful Future Reihe von Nadine Erdmann. Ich hatte schon die Ehre das erste Buch zu lesen und war völlig hin und weg davon.
Nun war Nadine so freundlich und hat mir auch gleich mal den zweiten Teil geschickt. Vielen lieben Dank dafür.

Ich bin mit großen Erwartungen an dieses Buch gegangen, da der erste Teil die Messlatte bei mir sehr hoch angesetzt hat.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist nichts Auffälliges, sondern sehr düster und zeigt den Eingang zu einem Friedhof (?). Schon gleich kommt die düstere Stimmung, die sich auch durch das Buch zieht, zur Geltung.

Die Geschichte an sich mochte ich wirklich sehr, da sie an den ersten Teil anknüpft. Edward Dunnington reist mit seinen Söhnen und deren Freunde (Die Hauptpersonen der Buchreihe) nach Schottland um dort dem alten Angus McLean, einem Geschäftspartner, die Erfindung zu offenbaren.
McLean litt an einem Schlaganfall und sitzt seither im Rollstuhl. Mit Dunningtons Hilfe möchte er wieder Lebensqualität erhalten. Doch schon bei der ersten Begegnung wird schnell klar, dass der alte Mann nicht gerade ein Sympathieträger ist.
Doch trotz allem wollen sie dieses Experiment durchführen, damit Dunnington mit seiner Erfindung an die Öffentlichkeit gehen kann, ohne seinen Sohn dafür ins Rampenlicht stellen zu müssen.
Doch plötzlich scheint McLean  einen weiteren Schlaganfall erlitten zu haben…..

Ich mag die Charaktere der Freunde sehr, da sie sich im Großen und Ganzen wirklich treu geblieben sind. Man merkt, dass die Autorin jeden einzelnen in ihr Herz geschlossen hat.
Doch eine Sache hat mich hier leider gestört. Während ich im ersten Teil total bewundert habe, wie perfekt die „Gefühlswelt“ portioniert war, war mir dieser Bereich in diesem Teil zu viel. Die vielen Gespräche über die Liebe, die Eifersucht, den Tod und die Behinderung von Jamie haben für mich teilweise den spannenden Teil in den Hintergrund rücken lassen. Ein bisschen weniger davon wäre mir persönlich lieber gewesen.
Die Familie McLean war in diesem Teil neu. Die Charaktere waren jedoch auch hier authentisch und haben mir gut gefallen. Während der alte McLean eigentlich die Figur war, die wohl sehr unsympathisch erscheinen sollte, muss ich ehrlich zugeben, dass ich ihn gar nicht so abstoßend fand. Er hatte etwas, dass in mir keine völlige Antipathie ausgelöst hat.
Der Rest der Familie dagegen war völlig unsympathisch. Während des Buches baute ich eine regelrechte Abscheu gegen manches Familienmitglied auf.

Die Beschreibung des Spiels war wie auch im ersten Teil wieder super. Ich stellte mir öfters die Frage, ob ich den Mut hätte in diese Cyberwelt einzutauchen. Während ich im ersten Teil noch sofort dabei gewesen wäre, war ich mir in diesem Teil gar nicht mehr so sicher. Hier hat sich die Autorin wirklich einen eigenen Albtraum erschaffen und ihn zu einem Spiel umgewandelt. Eine blühende Fantasie hat die Nadine, wenn es um das Gruseln geht. Jeder kommt auf seine Kosten. Ich fand es sehr schade, dass dieser Teil ein bisschen zu kurz kam, da ich auf so manche Idee mehr gewartet habe.

Das Ende fand ich auch gut. Es ist zwar recht schnell klar was passiert, aber das hat mich nicht weiter gestört. Die Spannung ging dadurch nicht verloren, sondern hat sich dadurch erst recht aufgebaut. Ein ähnlich überraschendes Ende wie im ersten Teil wäre hier auch gar nicht möglich gewesen.

Ich hätte mir, wie zuvor erwähnt, mehr Spannung und Cyberwelt und weniger Gefühle gewünscht. Aber nichts desto trotz, ist dieses Buch absolut lesenswert. Und für dieses Geld ist es allemal ein Muss für jeden Fantasyliebhaber. In diesem Fall kommen sogar die Leser auf die Kosten, die gerne Liebesgeschichten mit einem dramatischen oder melancholischen Hauch lesen.
Ich für meinen Teil freue ich mich wahnsinnig auf den 3.Teil.

Fazit:
Ein Fantasy – Liebes – Roman, der für jeden was dabei hat. Jedoch ist mehr Liebe, als Spannung in diesem Teil vorhanden. Doch ich würde trotz allen gerne an Herz legen die beiden Teile (Mind Ripper/House of Nightmares) zu lesen. Das sind kleine, viel zu unbekannte Schätze, die man für wenig Geld ergattern kann.

Deswegen gebe ich „House of Nightmares“ :
 

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