Sonntag, 28. Juni 2015

[INTERVIEW] Nathaniel Turner über Sophie Oliver



Sophie Oliver

Hallo, mein Name ist Nathaniel Turner und ich bin das, was man in meiner Sprache „tall, dark and handsome“ nennt. Also „groß, dunkelhaarig und gutaussehend“. Ich sage das ohne Eitelkeit. Attraktivität liegt in meiner Natur, weil ich bin kein Mensch bin, sondern ein Unsterblicher.
Sophie Oliver schenkte mir eine Stimme und erzählt meine Geschichte und die Geschichte meines Volkes in ihrem Mehrteiler „Immortal Blood“.
Teil 1 ist ab sofort erhältlich.
Wir Unsterblichen leben mitten unter euch, auch wenn ihr von unserer Existenz nichts ahnt. Eigentlich sollte das so bleiben, aber da Sophie das Geheimnis nun gelüftet hat, erkläre ich mich gerne dazu bereit, dieses Interview für den Lesekatzen Bücherblog zu geben. Wie modern! Früher schrieb man sich ja nur Briefe. Ich bin viele hundert Jahre alt, aber man muss mit der Zeit gehen und immer am Ball bleiben. Also, wie lautet die erste Frage?

1. Stell uns Sophie Oliver doch erst einmal kurz vor.
Sehr gerne. Sophie ist ein Mensch mit vielen Interessen. Es würde ihr nie einfallen, sich selbst – oder andere Leute - in irgendeine Schublade zu stecken. Dafür findet sie das Leben viel zu faszinierend. Sie liebt Tiere – manchmal sogar mehr als Menschen und hat eine Schwäche für alles Britische.
Zwei Dinge sind ihr besonders wichtig: Zum einen ihre Familie, die Sophie über alles geht und die immer oberste Priorität für sie hat. Zum anderen das Schreiben-Lesen-und-Geschichten-erzählen. Das hat sie schon immer leidenschaftlich gerne gemacht.

2. Was denkst du über Sophie, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Ich mag Sophie. Sie hört mir richtig zu und behandelt mich aufmerksam und mit Respekt. Ihr Motto ist Leben und Leben lassen und sie findet selbst in richtig schlechten Momenten etwas Positives.

Toll an Sophie ist, dass sie alles immer irgendwie hinbekommt. Sie ist sehr zielstrebig und wenn sie sich etwas vorgenommen hat, schafft sie es auch. Sie verfällt eigentlich nie in Panik. Das beeindruckt mich.

Manchmal übertreibt sie es allerdings ein wenig mit ihrer Beharrlichkeit, das grenzt dann schon fast an Sturheit. Und sie braucht recht lange, bis sie mit jemandem warm wird – aber wenn sie einen mag, so wie mich, dann ist sie eine wirklich treue Seele. Ich hoffe, sie nimmt mir diese kleinen Kritikpunkte nicht übel ...

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Wenn sie nicht schreibt, grübelt sie meistens über neue Geschichten oder Charaktere. Dabei wirkt sie oft ein wenig geistesabwesend, das sieht dann ganz lustig aus.
Am liebsten ist sie mit ihrer Familie und dem Familienhund zusammen. Alle Olivers sind gerne draußen in der Natur, am Meer oder in den Bergen.

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Ja, das hat sie. Sophies großes Vorbild ist ihre Mutter.

5. Gibt es Rituale, die Sophie beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Sie hat einen entzückenden kleinen Schreibtisch, an dem sie viel Zeit verbringt und an dem auch ich mich sehr wohl fühle.
Aber sie schreibt auch gerne in Cafés, Hotellobbys oder draußen im Garten und hat immer eine riesige Handtasche dabei, in der sie ihren Laptop herumschleppt.
Musik hört sie beim Schreiben manchmal, nicht immer. Aber niemals laut, sondern nur über Kopfhörer. Die Musikrichtung variiert je nach Stimmung.
Sie isst grundsätzlich nie, wenn sie schreibt, aber sie trinkt dauernd etwas. Täglich grüne Smoothies, die für mich wirklich widerlich aussehen, aber Sophie behauptet, die schmecken toll. Außerdem steht meistens eine Teekanne neben dem Computer, oder unterwegs ein Thermobecher mit Kaffee und immer, immer, immer eine Wasserflasche. Na ja, es gibt wahrscheinlich exzentrischere Macken ...

Sophie Oliver
6. Wie hast du sie kennengelernt?
Ich bin Sophie schon eine sehr lange Zeit im Hirn herumgespukt, bis sie sich dazu entschlossen hat, mich und meine Geschichte herauszulassen. Das macht mich quasi zu ihrem Erstgeborenen. Zwinkert Auch wenn ich natürlich viele Jahrhunderte älter bin, als sie.

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Also ich weiß, dass Sophies Kopf voll ist von Geschichten und Charakteren, mit denen sie natürlich nun, da sie meine Story erzählt hat, auch viel Zeit verbringt. Das muss ich akzeptieren.
Bin ich eifersüchtig auf die anderen? Ja, ein wenig. Aber ich weiß, dass sie zu mir eine ganz spezielle Beziehung hat und deshalb übe ich mich in Toleranz.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Sophie so besonders?
Wie ich schon sagte, ich bin ihr Erstgeborener. Ich kenne ihre Gedanken und weiß, wie sie tickt. Deshalb ist niemand besser dazu geeignet, dieses Interview für Sophie zu führen, als ich. Es war also ganz richtig, dass du dich an mich gewandt hast. Nickt der Lesekatze freundlich zu

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Sophie Oliver bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Oh ja, das gibt es. Bald wird neben dem zweiten Teil von „Immortal Blood“ auch die „Inner Circle -Trilogie“ im Oldigor Verlag erscheinen. Das ist eine Society-Lovestory. Obwohl keine Unsterblichen darin vorkommen, sondern nur normale Menschen muss ich sagen, dass ich diese Bücher toll finde.
Außerdem arbeitet Sophie an mehreren Krimis, Liebes- und Vampir-Romanen.
Sie freut sich wahnsinnig darüber, ihre Geschichten hinaus in die Welt tragen zu dürfen. Am liebsten würde sie den ganzen Tag lang nur schreiben.

Sophie Oliver
10. Ein herzliches Dankeschön an Nathaniel für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Nathaniel gesagt wurde.
Erst mal vielen Dank an Nathaniel für die lieben Worte.
Und natürlich nehme ich ihm seine Kritikpunkte nicht übel. Er ist wirklich ein Gentleman der alten Schule, sehr kultiviert. Verblüffend, wie gut er mich kennt. Aber wir verbringen ja auch viel Zeit zusammen, da ergibt sich das wahrscheinlich.
Will ich etwas richtigstellen? Eigentlich nicht. Aber ich würde Nathaniel gerne noch sagen, dass kein Grund zur Eifersucht auf andere Charaktere besteht. Immerhin ist er in der Tat jemand ganz Besonderes! Zwinkert auch


 Wenn ihr mehr über die Autorin erfahren wollt, besucht sie auf ihrer Homepage, ihrer Facebookfanseite, Twitter (SophieLuvsBooks) oder Instagram (sophie.loves.books). Die Dilogie "Immortal Blood" wie auch die Trilogie "Inner Circle" erscheinen im Oldigor Verlag.

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