Donnerstag, 24. September 2015

[REZENSION] Nah bei mir von Tanja Bern (by Nana)

http://wordart.arunya-verlag.de/index.php/nahbeimirNah bei mir - Tanja Bern
Arunya-Verlag, 2015
318 Seiten
Preis: 18,90 €
ISBN: 978-3-95810-005-3

Klappentext: 
Seit ihrer Kindheit träumt Katelyn von einem Mann, der in den Ruinen eines Hauses auf sie zu warten scheint. Als sie bei ihrer Großmutter ein 250 Jahre altes Medaillon mit dem Porträt dieses Mannes findet, kann sie kaum fassen, dass sie ihn plötzlich vor sich sieht. Ihre Großmutter erzählt ihr, dass auf dem Bild der Adlige John McKay abgebildet ist, und vertraut Katelyn seine Geschichte an, die in handgeschriebener Form seit Generationen in Familienbesitz ist.




 
Meine Meinung:

Vom Arunya Verlag bekam ich dieses Rezensionsexemplar und wusste ehrlich gesagt nicht, was mich erwartet. Da dieses Buch überhaupt nicht in mein favorisiertes Genrebeuteschema passt, habe ich mich auch im Vorfeld kein Bisschen damit auseinander gesetzt.
Letztlich lag es dann hier und ich konnte mir umfassend ein Bild davon machen. Die Verarbeitung ist gut, ein hübsches Hardcover und es gibt Kapitelillustrationen, die alles ein wenig auflockern, was ich sehr schön finde.
Kleines Manko, der Klappentext, der auf die Rückseite des Buchs gedruckt ist, verrät relativ wenig über den wesentlichen Bestandteil des Inhalts … Kurzinhalte auf Amazon und Co hingegen tun das. Musste das nur mal rasch einwerfen, da ich in einer Buchhandlung ja auch nur das habe, was auf dem Buchrücken steht. Aber weiter geht es …

Als Leser darf ich zwei Zeitschienen verfolgen, einmal die, der jungen Katelyn und einmal die des adligen John McKay, der vor über 250 Jahren gelebt hat und seine Geschichte niedergeschrieben hat.
Beide Geschichten sind sehr schön und detailliert beschrieben, es fließen viele Beschreibungen ein, wobei John hier für mich der wirklich wahre Sympathieträger ist. Ihn mochte ich von Beginn an mehr, als Katelyn, woran genau das lag, kann ich nicht festmachen, eher ein Gefühl aus dem Bauch heraus.
John hat jedenfalls einiges durch. Sein Leben, das eigentlich recht angenehm sein könnte, ist es aber nicht, weil ihm noch etwas entscheidendes fehlt. Etwas, das er findet, als er auf seinem Land ein paar »Fahrende« entdeckt und der Versuch, sie zu vertreiben, kläglich scheitert. Später erfahre ich, dass es so auch wesentlich besser war. :)

Die Autorin bedient sich einer wunderbaren Sprache. Sie schmückt aus, bricht an den richtigen Punkten ab und überlässt mich und die Personen im Buch, einfach meiner Fantasie, was ich als sehr angenehm empfand.
Hier und da wird mir ein wenig häufig verschmitzt gegrinst oder die weiche, fast weibliche Ader ausgelebt, aber das ist verzeihlich.

Fazit:

Ich war, gleich zu beginn, tatsächlich überrascht über die Wendung, welcher ich beiwohnen durfte. Ein Blick auf die Kurzbeschreibung (wie oben erwähnt) bei anderen Plattformen, hätte mich eher vorbereitet. Gestört hat es mich jedoch nicht. Entstanden ist hier eine wirklich sehr schöne Romanze, die von allem etwas hat. Ob nun Humor, ganz viel Gefühl, oder Wut und Hilflosigkeit, aber auch neue Hoffnung, es ist alles vorhanden.

Die Entwicklung in der heutigen Zeit, mit Katelyn, konnte mich hingegen nicht gar so fesseln und berühren – ein kleiner Wermutstropfen.

Alles in allem kommen eingefleischte Romantiker hier aber sicherlich auf ihre Kosten.

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