Mittwoch, 21. Oktober 2015

[REZENSION] Die Augen des Iriden - Maja Loewe (by Valli)

Die Augen des Iriden, Maja Loewe
2015
Papierverzierer Verlag
400 Seiten
Preis: 
Buch: 14,95€
E-Book: 3,99€
ISBN:9783944544960

Inhalt: 
Tief unten in den Kellern des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin werden bei einem Experiment alle ethischen Grenzen gesprengt. Ein Psychologe, ein Neurowissenschaftler und ein Historiker nutzen das Wissen einer geheimen Bruderschaft, um Bilder in manipulative Waffen zu verwandeln.

Der sechzehnjährige Henry wird in eine hochexplosive Geschichte verwickelt, die eng mit dem Geheimbund der Iriden aus der Zeit der Französischen Revolution verknüpft zu sein scheint, mit dem sein Vater sich wissenschaftlich beschäftigt hat. Und auch, dass Henry ein blaues und ein braunes Auge hat, scheint eine tiefere Bedeutung zu besitzen. In plötzlichen Tagträumen beginnt er in Bilder einzutauchen und ihre innersten Mechanismen zu erkennen. Gemeinsam mit seiner Chat-Freundin Valeska macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur, dass die Menschheit für immer verändern könnte.

Ein tiefsinniger Jugendroman in einer Action-geladenen Kulisse von Geheimbund und Verschwörungstheorien, dessen Abenteuer an mehr Orte führen, als diese Welt zu bieten hat.

»Richte deinen Verwandten aus, dass wir … über sie kommen werden wie eine biblische Plage. Überall wo Bilder entstehen, werden wir unsere Hände im Spiel haben. Die Macht über die Bilder bedeutet die Macht über die Welt.«



Meine Meinung:

Zuerst einmal möchte ich mich herzlich bei Maja Loewe bedanken, die mir ihr Buch zur Verfügung gestellt hat.

Ich möchte gar nicht viel über diese Geschichte verraten, da jeder selbst herausfinden soll, was sich hinter der Familiengeschichte von Irides verbirgt.
Anfangs lernt man Henry von Irides kennen, der keine normale Kindheit hinter sich hat. Sein Vater ist verschollen und seine Mutter leidet unter psychischen Problemen. Deshalb hat sich seine große Schwester vor Jahren über Nacht aus dem Haus geschlichen und ist abgehauen. Henry lebt nun alleine bei seiner Mutter, bekommt Privatunterricht zuhause und flüchtet sich in seiner Freizeit in das Internet, wo er mit seiner besten Freundin Valeska schreibt.
Doch dieses sowieso schon nicht ganz normale Leben, ändert sich von einem auf den anderen Tag, als Henry Besuch von einer Vertretungslehrerin bekommt…

Ich fand dieses Buch unglaublich spannend und bin wirklich beeindruckt wie es die Autorin schafft aus so vielen Schicksalen eine gesamte Geschichte zu erschaffen. Ich mochte sehr wie man sich selbst aus verschiedenen Geschichten einen Zusammenhang erarbeiten konnte. Manches ist dabei vielleicht schon seehr zufällig, aber hey: Wo ist sowas möglich, wenn nicht in einem Buch???
Und gerade dieses Hin- und Herswitchen zwischen verschiedenen Charakteren und ihren Schicksalen macht das Buch umso spannender.

Ein weiteres Lob gebe ich dafür, dass die Autorin gekonnt wahre Fakten aus der Zeit des Nationalsozialismus mit ihrerseits erfundenen Fakten vernetzt hat. So bekommt die Geschichte noch mehr Hand und Fuß und lässt sie doch viel realer wirken. Gerade mir als Geschichtsdozentin hat dieser Aspekt natürlich sehr gut gefallen. Und ich muss sogar gestehen, dass ich nach manchen Namen tatsächlichen gegoogelt habe, um herauszufinden, was nun wahr und was fiktiv ist.
Auch die Verknüpfung der realen Welt mit fantastischen Elementen klappt hier hervorragend. Ich habe mich zu keiner Zeit dadurch gestört gefühlt, dass manche Dinge nicht in die reale Welt passen.

Ich bin mir auch darüber bewusst, dass Bilder in dieser Geschichte eine große Rolle spielen und daher auch innig beschrieben werden müssen. Doch für mich war das an manchen Stellen doch ein bisschen zu viel des Guten. Dies ist jedoch natürlich von dem Leser abhängig und ich bin mir sicher, dass es viele Leser gibt, denen gerade dieser Aspekt sehr gut gefällt. Ich war an diesen Stellen einfach zu ungeduldig und wollte nicht eine genaue Beschreibung des Bildes, sondern eine Aufdeckung des großen Geheimnisses.

Besonders gut fand ich das Ende, da ich damit zuletzt gerechnet hätte.
Hier war ich wirklich überrascht.  Sehr gut gemacht. Während ich hier mit einem fantastischen Ende gerechnet hatte, wurde dies doch sehr real.
Ich bin auf jeden Fall auf die Fortsetzung gespannt.

Fazit: Dieses Buch ist eine Mischung aus Krimi, Fantasy,  Liebesgeschichte und einer Geschichte rund um eine Familie. Historische Aspekte werden mit der heutigen Zeit verbunden und dabei durch erfundene Aspekte aufgepeppt. Es ist ein spannendes Buch, das eine für mich völlig neue Thematik behandelt und daher noch mehr zu Lesen anregt. Bis auf die Ausschmückung an manchen Stellen, ist das Buch wirklich empfehlenswert. Ich für meine Seite freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung.


Daher gebe ich für „ Die Augen des Iriden“:

                         

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