Sonntag, 20. Dezember 2015

[INTERVIEW] Caitriona Sinclair über Annika Dick



Caitriona Sinclair ist die Heldin aus „Die stolze Braut des Highlanders“. Die junge Schottin ist im frühen 15. Jahrhundert auf Rosslyn Castle in den Lowlands aufgewachsen. Dort hat sie sich nicht nur die üblichen Fertigkeiten einer jungen Adligen angeeignet, sondern auch solch undamenhafte Fähigkeiten wie Bogenschießen und schwimmen gelernt. Die größte Herausforderung steht ihr allerdings bevor, als sie von ihren Eltern mit einem Highlander verheiratet werden soll und sich ohne elterlichen Beistand auf den Weg gen Norden macht.

1. Wir kennen Annika Dick ja schon ein wenig durch unsere Gespräche mit Hades, Morgana, Barclay und Dagny und Delia. Würdest du sie auch so beschreiben? Oder siehst du Annika ganz anders?

Morgana meinte ja, sie habe rabenschwarzen Humor. Da kann ich nur zustimmen. Wie sonst kann man sich erklären, dass sie auf den Gedanken kommt, mir einen ungehobelten Highlander als Ehemann schmackhaft machen zu wollen?

2. Verrate uns doch mal, was sich seit unserem Interview mit Dagny und Delia bei Annika Dick so getan hat. Gab es da etwas Neues, von dem wir unbedingt wissen sollten?
Meine Geschichte reicht nicht? Na gut *seufzt*. Genau ein Jahr bevor meine Geschichte erschien, kam eine Geschichte um eine als Hexe bezeichnete junge Frau und einen englischen Earl veröffentlicht, die in der Zukunft spielt, nun, zumindest in meiner Zukunft, für euch ist die Geschichte wohl historisch.
Außerdem kam vor einem Monat der erste Teil einer weiteren Schottland-Trilogie heraus, die auf der Isle of Skye in Annikas Gegenwart spielt. Die Geschichten sind aber kürzer als die, die sie sonst schreibt. Novellen nennt Annika sie.
Und jetzt gibt es eben auch meine Geschichte. Also, die Geschichte, in der ich nicht mehr drum herum komme zu heiraten. *Caitriona verzieht das Gesicht, fängt sich aber schnell wieder* Versteht mich nicht falsch, es ist nicht so, dass ich nicht heiraten will. Es ist nur … muss sie mir ausgerechnet einen hinterwäldlerischen Highlander zum Mann geben?

3. Wir plaudern hier ja so ganz gemütlich im stillen Kämmerlein, aber sag mal, wie verhält sich Annika denn außerhalb so? Ist sie nett zu seinen Lesern? Sucht sie das Scheinwerferlicht und strahlt in jede Kamera? Oder ist sie eher schüchtern und bekommt vor öffentlichen Auftritten Herzrasen und Schweißausbrüche?
Das Herzrasen und die Schweißausbrüche klingen schon sehr nach ihr. Außerdem glaube ich, dass sie vor Kameras davonläuft. Ich war dabei, als sie eine ganz tolle Einladung bekommen hat, über die ich noch nicht mehr verraten darf. Dabei konnte ich sie ganz genau beobachten. Zuerst war sie ganz aufgeregt und hat vor Freude gestrahlt. Dann wurde sie auf einmal recht blass und schien ein wenig überfordert zu sein. Ich weiß aber, dass sie sich trotzdem sehr freut und ich glaube, diese Freude wird auch am Ende die Nervosität überwiegen. Nun, ich hoffe es zumindest für sie.

Aha, das klingt ja spannend. Können wir uns davon auch selbst überzeugen? Wo kann man Annika denn demnächst mal live erleben?
Demnächst? Nun, es wird wohl erst wieder wärmer werden müssen, bevor man sie treffen kann. Ich weiß, dass sie sich schon auf Leipzig freut. Eine Buchmesse? Dann möchte sie wohl im Sommer auf verschiedene Veranstaltungen gehen, ich weiß aber nicht, ob das alles schon fest vereinbart ist. Und dann ist da ja natürlich noch … ach, am besten fragt ihr sie selbst danach, wo ihr sie wann antreffen könnt.

4. Wir wissen ja schon, was Annika so neben dem Schreiben treibt und wie sie beim Schreiben vorgeht. Aber wie ist es bei dir? Was tust du so den ganzen Tag, das dazu führte, dass Annika über dich schreiben musste?
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass mein Alltag so spannend war, dass man darüber eine Geschichte schreiben musste. Ich habe mittlerweile gelernt, dass es viele Menschen da draußen gibt, die das Leben in meiner Zeit überaus spannend finden, aber wirklich, so aufregend ist es gar nicht. Schon gar nicht für eine Frau. Mein Bruder Dermid ist gerade im Auftrag unseres Königs in Frankreich, mein Bruder Monroe kann sich immerhin täglich mit unseren Soldaten messen. Ich hingegen helfe meiner Mutter, um alles zu lernen, was ich selbst als künftige Burgherrin lernen muss. Gut, hin und wieder muss ich mich einfach austoben, dann greife ich am liebsten zu Pfeil und Bogen oder reite zusammen mit Monroe aus. Ich bin übrigens der bessere Reiter, nur, falls ihr mit ihm sprecht und er etwas anderes behauptet.
Für Annika wurde ich wohl erst dann interessant, als sie hörte, dass mein Vater einen Ehemann für mich gefunden hatte. Immerhin ist meine Schwester Fearchara bereits verheiratet und ihre Geschichte hat sie nicht niedergeschrieben. Ich selbst verstehe es ja nicht wirklich. Wisst ihr, was an einem Highlander so interessant sein soll?

5. Wenn du Annika mal etwas Gutes tun könntest, was wäre das?
Sie lässt mich in den unwirtlichen Norden ziehen, statt mir zu helfen, in den Lowlands zu bleiben und ich soll ihr etwas Gutes tun? Wie wäre es, wenn sie an meiner statt in die Highlands zieht und den MacKay heiratet? Wäre das Gut?

6. Gibt es etwas, von dem du glaubst, sie sollte das unbedingt noch lernen? Einen Ort, den sie unbedingt einmal sehen sollte?
Sie sollte mehr Zeit bei uns auf Rosslyn Castle verbracht haben, dann würde sie vielleicht nicht auf so dumme Gedanken kommen und so viel Zeit im Norden verbringen wollen. Edinburgh Castle wäre sicher auch ein Besuch wert. Ich gebe ja zu, dass ich selbst wenig mit dem höfischen Leben anfangen kann, aber der Ball, dem wir bei unserem Besuch dort beiwohnen durften, war in der Tat beeindruckend.

7. Der Film zum Roman! Na komm, lass uns ein wenig träumen (oder auch nicht). Wie sähe deine ideale Verfilmung deiner Geschichte aus? Wer müsste dich spielen? Wer sollte Regie führen? Dürfte Annika das Drehbuch schreiben und einen Cameoauftritt haben oder besser nicht? Wer macht die Filmmusik? Und – natürlich ganz wichtig: Wer begleitet Annika zur Oscarverleihung?
Ein Film? Das ist so etwas wie ein Theaterstück, nicht wahr? Nun, Annika hat hier zwar ein Foto hängen, von dem sie behauptet, dass es mich darstellen soll, aber ich glaube, die Frau darauf ist euch unbekannt. Ich habe aber vor kurzem in Annikas Zauberschreibkiste eine Theateraufführung mit allerlei Märchen- und Legendenfiguren gesehen, in der eine junge Schottin mitspielte – Merida. Wenn man ihre Haare etwas zähmen könnte, fände ich sie ganz gelungen. Immerhin kann sie genauso gut mit dem Bogen umgehen, wie ich.
Oh, einen kurzen Moment, hier liegt ein Zettel: „Sag, die Filmmusik müsste von Runrig sein, ich dürfte natürlich das Drehbuch schreiben und nehme Alexander Skarsgard oder Gerard Butler mit zur Oscarverleihung. Ach was, streich das oder, ich nehme sie beide mit.“ Nun, ich weiß ja nicht so recht, was ich davon halten soll. Würde ein anderer Drehbuchschreiber die Geschichte denn umschreiben? Dann würde ich mir das nämlich mal überlegen.

8. Lass uns mal einen Blick in Annikas Schlafzimmer werfen ... Was liegt auf dem Nachttisch? Welche Kollegen liest sie selbst gern?
Sie liest gerade „Ein Weihnachtslied in Prosa“ von Charles Dickens. Das scheint bei ihr eine Vorweihnachtstradition zu sein. Ansonsten liegen hier sehr viele ungelesene und gelesene Bücher herum. Soll ich die euch alle aufzählen? Nein? Na gut.
Aber ich verrate euch was: Ich weiß, dass sie sich zu Weihnachten zwei Bücher wünscht, wenn euch das hilft: Das eine ist das „Schiff des Theseus“ von J. J. Abrams und Doug Dorst. Sie hat das Buch auf diesem Gerät gesehen, auf dem sie auch schreibt und dabei ganz leuchtende Augen bekommen. Mit dem Buch scheint es irgendetwas Besonderes auf sich zu haben. Das andere Buch, von dem sie ihrer Familie erzählte, dass sie es gerne haben möchte, ist Helen B. Krafts „Aus Verrat geboren“.

9. Bevor du uns wieder verlässt, kannst du uns noch schnell ein paar anstehende Neuigkeiten verraten? Wann können wir mehr von Annika Dick lesen?
Wohl schon im nächsten Monat, wenn ich das richtig verstanden habe. Dann kommt nämlich der zweite Teil der Isle of Skye-Trilogie heraus. Ich weiß, dass sie aktuell noch ganz viel schreibt, kann euch aber leider keine genauen Daten sagen. Dafür fragt ihr sie am besten doch selbst.

10. Ein herzliches Dankeschön an Caitriona für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchten wir auch dieses Mal dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Caitriona gesagt wurde.
Also, zuallererst einmal das Wichtigste: Es hat rein gar nichts mit meiner Art von Humor zu tun, dass ich Caitriona und Ramsay für ein perfektes Paar halte. Die beiden passen wirklich gut zusammen. Cait muss das nur noch herausfinden. O:) 
Ach ja: Und ich würde ausgesprochen gern in die Highlands ziehen!


 Wenn ihr mehr über die Autorin erfahren möchtet, besucht sie einmal auf ihrer Homepage oder ihrer Facebookseite. Der Roman "Die stolze Braut des Highlanders" ist bei books2read erschienen.

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