Sonntag, 7. Februar 2016

[INTERVIEW] Felix Kulmbach über Svea Lundberg




Obwohl Felix Kulmbach bereits 29 Jahre alt ist, erblickte er das Licht der Welt erst im April 2015, als die Autorin Svea Lundberg begann, an „Kristallschnee“ zu arbeiten. Der Roman erschien im Januar 2016 beim dead soft verlag, weshalb Felix seitdem gezwungen ist, sich gemeinsam mit einem weiteren Protagonisten namens Jannis Wiesner der Öffentlichkeit zu stellen. Da er eine kleine Plaudertasche ist, fällt ihm das aber nicht sonderlich schwer. Felix ist gerne unter Leuten, lernt Neues kennen und stürzt sich manchmal unüberlegt in Abenteuer – nur mit festen Bindungen hat er ab und an seine Probleme.

In „Kristallschnee“ trifft Felix auf den gutaussehenden Polizisten Jannis, als dieser bei einem Einsatz versucht, ein kleines Mädchen vor ihrem gewalttätigen Vater zu schützen. Zwischen den beiden Männern funkt es heftig, doch an eine Beziehung ist zunächst nicht zu denken. Stattdessen finden sie sich unerwartet in einem Drogensumpf wieder und Felix muss erkennen, dass Jannis für ihn überlebenswichtig sein könnte.

All diese widrigen Umstände wurden Felix von seiner Autorin Svea Lundberg eingebrockt. Daher ist es kaum verwunderlich, dass er sich sehr auf dieses Interview freut, um den Spieß einmal umzudrehen und Svea Innerstes nach außen zu kehren.

1. Stell uns Svea Lundberg doch erst einmal kurz vor.
„Svea ist 1989er-Jahrgang, also nur ein wenig jünger als ich und stammt aus irgendeinem kleinen Kuhkaff in der Nähe von Pforzheim. Schon als Kind hatte sie eine blühende Fantasie, hat sich Geschichten ausgedacht und sich manchmal sogar eingebildet, sie sei Winnetou – total verrückt. Weil sie so auf Bücher und auf die nordischen Länder steht, hat sie Germanistik, Skandinavistik und anschließend Kulturtheorie studiert. Tja und jetzt darf sie sich (dank mir) offiziell Autorin nennen – davon hat sie schon immer geträumt. Oh und wisst ihr was? Svea ist gar nicht ihr richtiger Name, sondern ein Pseudonym, das finde ich ja irgendwie merkwürdig.“

2. Was denkst du über Svea, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
„Svea ist ein total nettes Mädel, sehr zuverlässig und immer für mich da. Nur manchmal geht sie mir etwas auf die Nerven, weil sie immer hinter meine Fassade schauen will. Jede noch so kleine Gefühlsregung muss ich ihr mitteilen und sie analysiert mich dann. Aber hey, sie hat dafür gesorgt, dass ich mich wieder auf eine Beziehung eingelassen habe. Von daher hatte unser Kennenlernen echt was Gutes und ich bewundere, dass sie es überhaupt so lange mit mir ausgehalten hat. Ich kann schon etwas schwierig sein.“

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
„Sie schreibt eigentlich ständig oder hält Zwiegespräche mit ihren Romanfiguren. Zum Glück holt ihr Mann sie immer mal wieder vom Schreibtisch weg und schleppt sie zum Sport. Außerdem verbringt sie viel Zeit auf dem Pferderücken, weil ihr da angeblich die besten Ideen kommen. Oh und sie liest viel, ihr ganzes Büro ist mit Regalen voller Bücher zugemauert.“

4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
„Ein Vorbild nicht direkt, aber ich weiß, dass besonders ihr Vater sie als Jugendliche zum Schreiben ermutigt hat.“

5. Gibt es Rituale, die Svea beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
„Tee! Ich habe keine Ahnung, wie ein Mensch so viel Tee trinken kann, aber sie tut es. Ich habe sie noch nie ohne Teetasse am Schreibtisch gesehen. Musik hört sie beim Schreiben auch oft, das kann von Filmmusik bis hin zu Rock alles sein, ganz nach Stimmung und Geschichte.“

6. Wie hast du sie kennengelernt?
„Das war so eine Art Casting. Svea hatte sich in den Kopf gesetzt, eine Geschichte um einen Polizisten namens Jannis zu schreiben und hat für ihn den passenden Gegenpart gesucht. Mann, waren da schräge Typen am Start – bekiffte Musiker, verklemmte Büroangestellte im Pullunder. Tja, aber am Ende hat sie sich für mich entschieden und ich bin wirklich froh, dass ich Jannis dank ihr kennenlernen durfte.“

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
„Meistens hat Svea vor der eigentlichen Geschichte eine der Figuren im Kopf (so war es auch bei Jannis). Um die Figur herum spinnt sie dann den Romanplot und fügt dementsprechend auch weitere Figuren hinzu (so wie mich).“

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Svea so besonders?
„Argh, wunder Punkt. Zuerst wollte sie Jannis zum Interview schicken, weil sie ihn ja schon länger kennt als mich. Aber mal ehrlich: Jannis ist ein superheißer, selbstbewusster Mann, aber er plaudert nicht so gerne aus dem Nähkästchen. Über mich wird allerdings behauptet, ich würde gerne reden – also, hier bin ich.“

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Svea bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
„Ja, gibt es tatsächlich. Im Sommer erscheint ein Fantasy-Roman von ihr beim dead-soft-Imprint tensual publishing. Bestimmt wird sie bald mehr dazu auf ihrer Facebook-Seite verraten. Außerdem arbeitet sie gerade an einem ziemlich dramatischen Roman, in dem es um einen drogensüchtigen Tänzer geht und danach möchte sie irgendein Urban-Fantasy-Projekt angehen, mit Gestaltwandlern und solchem Zeug.“

10. Ein herzliches Dankeschön an Felix für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Felix gesagt wurde.
„Auch von mir ein großes Dankeschön an Felix. Ich finde, er hat seine Sache sehr gut gemacht und mich in einem positiven Licht dastehen lassen. Nur eines möchte ich klarstellen: Ich mag Jannis nicht lieber, weil wir uns länger kennen. Meine beiden Kristallschnee-Jungs sind mir beide sehr ans Herz gewachsen, aber nun freue ich mich auch auf neue Projekte – wie Felix erwähnt hat, schwirrt mir schon wieder so Einiges im Kopf herum.“ 



Wenn ihr mehr über die Autorin erfahren wollt, dann besucht sie doch einmal auf einer ihrer beiden Facebookfanseite. Der Roman "Kristallschnee" ist im dead soft Verlag erschienen. Der Fantasyroman, von dem Felix in Frage 9 erzählt, erscheint bei tensual publishing.


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