Dienstag, 2. Februar 2016

[REZENSION] All die verdammt perfekten Tage - Jennifer Niven (by Valli)

All die verdammt perfekten Tage, Jennifer Niven
Randomhouse, 2015
Seiten: 400
Broschiert 
Preis: 14,99€
ISBN:978-3-8090-2657-0

Inhalt:
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…



Meine Meinung:


Theodor Finch.. Der Freak der Schule, der macht, was er will! Er ist kein typischer Außenseiter, der sich zurückzieht und versucht, möglichst unauffällig sein. Nein.. Er ist auffällig, laut und steht kurz davor, von der Schule geschmissen zu werden.

Violet.. Ein Mädchen, das zu der beliebtesten Clique der Schule gehört und nach außen das perfekte Bild abgibt. Doch seit ihre große Schwester bei einem Autounfall ums Leben kam, ist alles anders.

Die beiden lernen sich auf dem Dach der Schule kennen. Violet möchte von dem Turm springen und Theodor rettet sie. …
Theodor nimmt sich zur Aufgabe herauszufinden, was in Violets Kopf passiert und versucht Kontakt aufzubauen..

Anfangs war mir Theodor sehr unsympathisch. Oftmals wirkte er auf mich wie ein verrückter Stalker, der Violet bedrängt. Mir persönlich wäre er zu strange gewesen.
Violet ist zwar auch oft genervt, aber lässt ihn Schritt für Schritt doch an sich heran.

Ab der Mitte des Buches ändert sich jedoch meine Meinung über Theodor. Nachdem die beiden zusammen ein Schulprojekt machen, bei dem sie verschiedene Orte in Indiana besuchen, wird Theodor sympathischer und auch Violet öffnet sich ihm immer mehr.

Als klar wird (ACHTUNG SPOILER), dass er an einer bipolaren Störung leidet und oft mit Selbstmordgedanken zu kämpfen hat, wird sein Verhalten schnell erklärt. Spätestens ab diesem Punkt ist Theodor mir sehr sympathisch gewesen.


Die Autorin stellt die beiden Hauptcharaktere sehr authentisch da. Was anfangs sehr nervig und auch befremdlich an Theodor ist, passt am Schluss bestens zu seinem Krankheitsbild.
Mit Violet wird erklärt wie schwer er ist, mit dem Tod eines geliebten Menschen umzugehen, aber vor allem für alle nur „Die Schwester der Toten“ zu sein. Sie bekommt überall mildernde Umstände und keiner kann ihr so wirklich über ihre Trauer hinweghelfen.

Das gemeinsame Projekt der beiden ist ein Spiegel der Beziehung der Beiden und wird bei jedem gemeinsamen Ausflug schöner und intimer. Besonders das Ende des Buches ist sehr rührend und hat selbst mich (Ich bin normal nicht sehr romantisch) sehr im Herzen berührt.

Was ich zusätzlich sehr toll fand, war das Nachwort der Autorin. Sie beschreibt, was sie zu dieser Geschichte inspiriert hat und welchen eigenen Bezug sie zu dem Thema Selbstmord und Tod hat. Dieses Nachwort gibt diesem Buch natürlich nochmal einen ganz anderen Beigeschmack.


Fazit: 

Wer mal wieder ein traurig schönes Buch lesen möchte, das Momente zum Weinen, Träumen, Denken und Lachen bereit hält, der ist hier genau richtig. Ich werde einen Punkt abziehen, weil ich anfangs Schwierigkeiten hatte, in das Buch hineinzukommen, aber es lohnt sich wirklich dran zu bleiben: 

                        


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