Mittwoch, 6. April 2016

[REZENSION] Die Chemie des Todes von Simon Beckett (by Valli)

Die Chemie des Todes, Simon Beckett
Rowohlt, 2007
430 Seiten
Preis:
Taschenbuch: 9,99 €
E-Book: 9,99 €
ISBN:978-3499241970

Inhalt:

... aber der menschliche Körper beginnt kaum fünf Minuten nach dem Tod zu verwesen – und wird dann zu einem gigantischen Festschmaus für andere Organismen. Zuerst für Bakterien, dann für Insekten. Fliegen. Die Larven verlassen die
Leiche in Reih und Glied, in einer Schlangenlinie, die sich immer nach Süden bewegt. Ein Anblick, der jeden dazu veranlassen würde, das Phänomen zu seinem Ursprungzurückzuverfolgen. Und so entdecken die Yates-Brüder, was von Sally Palmer übrig geblieben war ...

Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin in Devonshire. Verdächtiger Nummer eins ist der schweigsame Fremde im Dorf, ein Dr. David Hunter. Doch es stellt sich heraus, dass er früher Englands berühmtester Rechtsmediziner war, und die Polizei bittet ihn um Unterstützung. Gerade
als seine Analysen zeigen, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche
beginnt. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knöcherner Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten ...

«Ich fand die Chemie des Todes einfach überwältigend gut – und so wunderbar unheimlich ...» MO HAYDER




Meine Meinung:



Der forensische Anthropologe David Hunter zieht nach dem Tod seiner Frau und seiner Tochter von London aufs Land. Dort will er als Arzt einen Neustart beginnen und sich mehr mit den lebenden Menschen als mit den Toten zu beschäftigen. Doch als eine Leiche im Wald gefunden wird, die fast vollständig verwest ist und mit Schwanenflügel verziert wurde, wird David Hunter von der Polizei um Hilfe gebeten. Während er anfangs nur helfen wollte den Todeszeitpunkt festzustellen, wird er immer mehr in die Ermittlungen hereingezogen. Bald darauf wird eine zweite Leiche gefunden, die nach dem gleichen Prinzip getötet wurde und schnell wird klar, dass es sich hier um einen Serientäter handeln muss. Das gesamte Dorf beginnt zu spekulieren, wer in dieser kleinen Gemeinde der Täter sein könnte. Und während David weiter undercover für die Polizei arbeitet und zu allem Unglück seine Freundin Jenny ebenfalls verschwindet, rückt er bei den Dorfbewohnern als Verdächtiger in den Mittelpunkt.



Da ich mich momentan an der Jugendliteratur satt gelesen habe und einfach mal was anderes brauchte, habe ich mich den Krimis und Thrillern zugewendet. Empfohlen bekam ich von mehreren Leuten die „David Hunter – Reihe“ von Simon Beckett. Also habe ich mir motiviert alle vier Teile dieser Reihe gekauft und angefangen zu lesen.


Und ich muss sagen, ich bin im Hunter Fieber!!


Dieser Thriller ist nicht einfach ein spannendes Buch, das schockieren möchte.
Es ist ein Mix aus Spannung, Emotionen und einer Biostunde über den menschlichen Körper, die Verwesung eine Körpers und die Arbeit eines Forensikers.


Und gerade diese Mischung macht dieses Buch aus.



David Hunter ist eine sympathische Figur, die sehr viel von seinem Innenleben preisgibt und in seiner Arbeit einfach unglaublich gut ist. Mir war nicht bewusst, welche (von mir als nicht hilfreich angesehene) Faktoren zu der näheren Bestimmung einer Leiche und somit zur Aufklärung eines Mordes führen.



Besonders gefiel mir auch das Mitraten des Lesers. Da die Gemeine recht klein ist und man im Laufe des Buches alle wichtigen Personen kennen lernt, stellt man als Leser natürlich selbst Verdächtigungen an. Und doch hat mich das Ende so sehr überrascht, da ich den Täter absolut nicht erwartet habe.





Außerdem werden in dem Buch immer wieder Szenen eingebaut, die aus der Sicht der entführten Opfer berichten und kurz einblicken lassen, was vor dem Mord mit ihnen passiert. Diese Szenen und die Beschreibungen der Leichen sind nichts für zarte Gemüter. Aber ich fand sie absolut angemessen und mir hätte ohne diese Brutalität auch etwas gefehlt.





Ein Minuspunkt an dem Buch waren die Beschreibungen der Umwelt. Während man natürlich nicht ganz ohne auskommt, waren mir manche Szenen zu lange gezogen, in denen z.B. die Landschaften näher beschrieben wurden.  Diese Teile hätte ich nicht gebraucht, da diese Stellen das Buch vor sich hinplätschern ließen. Doch dies war zu verzeihen, da im nächsten Moment wieder eine schockierende Textpassage die Beschreibungen ablöste. Vielleicht wollte Simon Beckett dem Leser auch nur ab und zu mal eine Pause gönnen.





Fazit:
Der erste Teil dieser Reihe „Die Chemie des Todes“ ist ein packender Thriller, der mich begeistert hat. Auch ich schließe mich den Fans von Simon Beckett an und sage: Dieser Mann versteht sein Handwerk.
Und obwohl dieses Buch wahrscheinlich die meisten Fans dieses Genres schon lange gelesen haben, würde ich es jedem empfehlen, der es noch nicht getan hat.





„Die Chemie des Todes“ bekommt von mir:

                                

1 Kommentar:

  1. Ich habe das Buch auch gelesen (wer eigentlich nicht?^^) und fand es echt gut. Muss aber zugeben, dass es tatsächlich bisher das einzige Buch ist, dass ich von Beckett gelesen habe..

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...