Sonntag, 31. Juli 2016

[INTERVIEW] Andrei über Tanja Bern



 1. Wir kennen Tanja ja schon ein wenig durch unser Gespräch mit John McKay aus „Nah bei mir“. Würdest du sie auch so beschreiben? Oder siehst du Tanja ganz anders?
Ich habe Johns Interview nicht gelesen, deshalb kann ich das nur schwer beurteilen. Ich weiß nur, dass Tanja unheimlich leidenschaftlich bei der Sache ist, auch ziemlich ehrgeizig. Als ich bei ihr anklopfte, zögerte sie nicht lange und ließ mich ein. Auch als ich ziemlich stur reagierte und mit ihren Charaktervorstellungen nicht einverstanden war, blieb sie besonnen und hörte mir zu. In dieser Zeit war sie total aufgekratzt, weil ich sie nie in Ruhe ließ. Ich nervte sie ganz schön. *lach*

2. Verrate uns doch mal, was sich seit unserem Interview mit John bei Tanja so getan hat. Gab es da etwas Neues, von dem wir unbedingt wissen sollten?
Nun ja, also auf jeden Fall ist mein Buch „Flüstern der Ewigkeit“ veröffentlicht worden. Das finde ich sehr … atemberaubend. Und das ist schon wieder fast ein Jahr her. Tanja schreibt ja eigentlich immer, ich weiß auch von anderen Projekten, die bereits erhältlich sind, andere sind wiederum in Arbeit. [Andrei schlägt lässig die Beine übereinander und ist wohl nicht gewillt mehr preiszugeben.]

3. Wir plaudern hier ja so ganz gemütlich im stillen Kämmerlein, aber sag mal, wie verhält sich Tanja denn außerhalb so? Ist sie nett zu ihren Lesern? Sucht sie das Scheinwerferlicht und strahlt in jede Kamera? Oder ist sie eher schüchtern und bekommt vor öffentlichen Auftritten Herzrasen und Schweißausbrüche?
Mh, ich denke, es ist etwas dazwischen. Wenn es ihr möglich ist, vermeidet sie öffentliche Auftritte und Kameras. Natürlich hat sie auch mal Herzklopfen, aber dadurch, dass sie schon so viele Lesungen und öffentliche Auftritte hatte, ist sie recht souverän. Sie sagte mir mal, sobald sie eine „Bühne“ betritt, schaltet sich eine zweite Tanja ein, die übernimmt. Die schüchterne Tanja, die eigentlich lieber im stillen Kämmerlein schreiben möchte, tritt zurück. Zutage kommt dann eine Geschichtenerzählerin, die ihre Leser zu begeistern weiß. Ich habe auch noch nie erlebt, dass sie zu Lesern unfreundlich war. Du, Sam? [Andrei blickt zu seinem Gefährten, der etwas aufschreckt, da er eigentlich nur stiller Mithörer sein wollte. Er schüttelt mit dem Kopf.] Sam mag keine Interviews. Er ist ein Einsiedler, der am liebsten nur mit mir redet. [Andrei bekommt von Samuel einen Stoß mit dem Ellbogen, was Andrei zu einem Auflachen reizt.]

Aha, das klingt ja spannend. Können wir uns davon auch selbst überzeugen? Wo kann man Tanja denn demnächst mal live erleben?
[Andrei überlegt kurz, er scheint unsicher, bespricht sich mit Samuel. Der scheint es zu wissen.] Sie ist auf so einer Art Messe. Auf der Colonia Con und auf der Feen Con. Außerdem hat sie im Oktober eine Lesung mit ihrer irischen Romanze. Wegen der Daten sollte man auf ihrer Webseite schauen, ich glaube, da steht alles.

 4. Wir wissen ja schon, was Tanja so neben dem Schreiben treibt und wie sie beim Schreiben vorgeht. Aber wie ist es bei dir? Was tust du so den ganzen Tag, das dazu führte, dass Tanja über dich schreiben musste?
Weißt du, ich bin so ziemlich unwiderstehlich. [Samuel schnauft belustigt auf.] Na, ist doch wahr! Du kannst doch auch nicht deine Finger von mir lassen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich Tanja, wie schon oben erwähnt, ziemlich genervt habe. Ich habe sie wirklich nicht in Ruhe gelassen, sie ständig am Rockzipfel gezogen, wie man so schön sagt. Ich habe sie an meinen Gefühlen teilhaben lassen, dadurch habe ich ein ganz schönes Durcheinander angestiftet. Aber sie hat sich darauf eingelassen und mag mich sehr. Aber was tue ich den ganzen Tag? Ist das eine ernsthafte Frage? Ich bin ein Vampir! Ich schlafe für gewöhnlich oder verberge mich zumindest vor dem Sonnenlicht. Und was ich nachts so treibe … Ich bin nicht sicher, ob du das wirklich wissen möchtest. [Andrei lächelt verführerisch, sodass man seine Fangzähne gut sehen kann.]
 

5. Wenn du Tanja mal etwas Gutes tun könntest, was wäre das?
Ich glaube, ich würde ihr ein Wellnesswochenende schenken. Ja, genau das bräuchte sie mal. Ruhe.

6. Gibt es etwas, von dem du glaubst, sie sollte das unbedingt noch lernen? Einen Ort, den sie unbedingt einmal sehen sollte?
Lernen? Da bin ich überfragt. Tanja ist immer sehr wissbegierig, sie lernt fast täglich etwas dazu. Aber sie sollte unbedingt mal meine Heimat Bretagne kennenlernen. Das hat sie glaube ich nächsten Sommer vor. Ich bin sehr gespannt, wie es ihr da gefallen wird.

7. Der Film zum Roman! Na komm, lass uns ein wenig träumen (oder auch nicht). Wie sähe die ideale Verfilmung deiner Geschichte aus? Wer müsste dich spielen? Wer sollte Regie führen? Dürfte Tanja das Drehbuch schreiben und einen Cameoauftritt haben oder besser nicht? Wer macht die Filmmusik? Und – natürlich ganz wichtig: Wer begleitet Tanja zur Oscarverleihung?
[Ist etwas sprachlos und zögert mit der Antwort.] Tanja hatte damals ziemlich genaue Vorstellungen, hat dann aber unsere Haarfarben dem Cover angepasst. Ich verrate euch was. Eigentlich bin ich der Dunkelhaarige und Sam ist dunkelblond. Mit dem Filmgeschäft kenne ich mich aber gar nicht aus. Ich liebe Filme, keine Frage. Aber das wäre ein Prozess, der über meinen Horizont ginge. Ich weiß aber, dass Tanja den Schauspieler Ben Barnes sehr passend für mich fände. Zur Oscarverleihung ginge sie aber sicher mit ihrem Mann. Aber wir Protagonisten wären alle dabei. Ob sie das Drehbuch schreiben würde, weiß ich nicht. Aber einen Cameoauftritt hätte sie bestimmt.

8. Lass uns mal einen Blick in Tanjas Schlafzimmer werfen ... Was liegt auf dem Nachttisch? Welche Kollegen liest sie selbst gern?
Ihre Bücher liegen nur sehr selten auf dem Nachttisch, sie liest nämlich auf der Couch im Wohnzimmer. Sie würde mir auch die Ohren lang ziehen, wenn ich Schlafzimmerdetails ausplaudere. Sie mag unterschiedliche Autoren. Zu ihren Lieblingen gehören aber Jennifer Wolf, Susanna Ernst, Diana Wintermeer und Britta Strauß.

9. Bevor du uns wieder verlässt, kannst du uns noch schnell ein paar anstehende Neuigkeiten verraten? Wann können wir mehr von Tanja lesen?
Nach unserem Buch ist ja im Februar der erste Teil der Fluchjuwel-Dilogie herausgekommen. Das Buch heißt „Der Silberachat“. Der zweite Teil von „Distant Shore“ ist auch endlich erhältlich. Und im Mai erschien eine Romance, die am Meer in Dänemark spielt: „Am weißen Strand“.
 
10. Ein herzliches Dankeschön an Andrei für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchten wir auch diesesmal dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Andrei gesagt wurde.
Ach, Andrei war ja sehr diskret. [Tanja zwinkert ihm zu.] Wir verstehen uns schon. Ich möchte an dieser Stelle meine Webseite angeben, denn Andrei verwies ja darauf: www.tanja-bern.de 


Der Roman "Flüstern der Ewigkeit" ist bei Bookshouse erschienen. Wenn ihr mehr über die Autorin und ihre Werke erfahren wollt, werft doch mal einen Blick bei ihr vorbei. Wir hätten da ihre Homepage, ihre Facebookfanseite, Twitter, Instagram, ihren Blog und Google+ zur Auswahl.

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...