Sonntag, 7. August 2016

[INTERVIEW] LiFei über Laurin Dahlem


Laurin Dahlem

 LiFei ist ein Seelengeist, ein sogenannter Ankh-Nasgath, und damit ständiger Begleiter Haos, dem Protagonisten des Buches „Imperia – Im Schatten des Drachen“ von Laurin Dahlem, erschienen beim Verlag in Farbe und Bunt. LiFei hat die Form eines Drachen – sehr klein allerdings, denn er ist noch kein sonderlich alter oder erfahrener Geist. Begeistert scheint er nicht über das Interview zu sein, gemessen an der kleinen Rauchsäule, die aus seinen Nüstern aufsteigt, während er brummelnd die Ärmchen vor dem Körper verschränkt.
[LiFei: „Hey, was soll das heißen? Ich bin ein großer, mächtiger Drache, leg dich bloß nicht mit mir an! Ich kann echtes Feuer speien, wenn ich will! Hier drinnen reiße ich mich nur zusammen, ich will denen ja nicht die Bude abfackeln. Aber wenn du weiter so über mich sprichst, du seltsamer Erzähler, dann überlege ich es mir anders!“]

Wir bitten darum, nicht zu filmen oder zu fotografieren und alle Handys auszuschalten. Diese Wunder der modernen Technik könnten unseren heutigen Gast aus der Fassung bringen, und das wollen wir ja nicht. Also LiFei, dürfen wir dir eine Tasse Tee anbieten, bevor wir mit den Fragen beginnen?
LiFei: Mich würde gar nichts aus der Fassung bringen! Immerhin bin ich ein ruhiger und majestätischer Drache und man erzittert vor mir in aller Herren Länder! … Aber eine Tasse Tee hätte ich gerne.
Autor: Du bist ein Geist, du kannst ihn doch gar nicht trinken!
LiFei: Ach, was weißt du schon! Ich kann alles.
Autor: Ach je …
LiFei: Tu du nicht so gestresst! Weißt du eigentlich, was ich wegen dir schon alles durchmachen musste?

1. Stell uns Laurin Dahlem doch erst einmal kurz vor.
LiFei: Das ist dieser seltsame Kerl, der mich und meinen Menschen Hao dazu gezwungen hat, all diese Sachen durchzustehen! Das hat mir drei graue Schuppen eingebracht und oft genug hätte ich – beziehungsweise mein Mensch – beinahe das Leben verloren. Auf jeden Fall kommt dieser Typ aus einem seltsamen Land namens „Bayern“, ist ungefähr so alt wie mein Mensch und hat noch nicht einmal einen Ankh-Nasgath! Wobei das nicht verwunderlich ist, mit dem würde es bestimmt keiner meiner Geisterkollegen lange aushalten.

2. Was denkst du über Laurin Dahlem, wie findest du ihn? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihm findest, wofür du ihn beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
LiFei: Pah, beneiden? Er sitzt stundenlang vor so einem komischen Flimmerkasten und das einzige, was er dabei tut, ist mit seinen unscharfen Krallen auf so seltsamen kleinen Kästchen herumzudrücken. Und meistens hat das wieder schlechten Ausgang für mich und meinen Menschen.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihm, was tut er, wenn er nicht schreibt?
LiFei: Meistens treibt er sich draußen mit irgendwelchem Getier herum, so Hunde und Pferde und keine Ahnung was noch. Bestimmt kompensiert er damit den Umstand, dass er keinen so tollen Ankh-Nasgath hat wie mein Hao. Schlimmer noch, er hat überhaupt keinen! Eigentlich kann man ihn nur bemitleiden. Deswegen sage ich auch nichts, wenn er seine Zeit mal wieder lieber mit seinem Pferd verbringt als mit Hao und mir. Dann wieder übt er sich in Kampfkünsten, wenn auch viel zu wenig. Um so ein großartiger Krieger zu werden wie Hao, müsste er für sein Alter schon deutlich weiter sein.

4. Hat er ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
LiFei: Ach, viele genug. Ständig liest er in einem Band von diesem „Harry Potter“, von daher kann man wohl davon ausgehen, dass er gerne so gut schreiben würde wie diese Rowling. In Sachen Kampfkünste eifert er seinem früheren Trainer nach, dessen ganze Lebensweise er toll findet. Pah! Hao ist immer noch besser, eigentlich sollte Laurin sich bemühen, so toll zu werden wie mein Mensch. Bei seinen Pferden hat er zu viele Vorbilder, um sie zu nennen.

5. Gibt es besondere Gepflogenheiten, die Laurin Dahlem beim Schreiben an den Tag legt? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
LiFei: Manchmal hört er Musik, ausschließlich irgendwelche Soundtracks oder so klassisches Zeug. Für jedes Buch individuell. Bei mir war es vor allem die Musik zu so einem komischen Filmzeug namens „House of Flying Daggers“, was auch immer das sein soll. Diesen Film fand er zwar doof, aber die Musik hat er sich trotzdem ständig angehört. Muss man nicht verstehen, schätze ich. Außerdem ist Schokolade ein sehr großes Laster von ihm.

6. Wie hast du ihn kennengelernt?
LiFei: Ach, das lief so über ein paar Ecken. Zuerst hat Laurin Kyu-Sung kennengelernt, diesen Kerl, den mein Mensch so toll findet. Von dem hat sich mein Autor viel erzählen lassen, bis er schließlich auf Hao und dann auf mich kam.

7. Weißt du, ob es bei ihm immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
LiFei: Es läuft meist so ab, dass er erst einmal eine Figur kennenlernt, sich ein wenig mit der unterhält und dann kommt nach und nach der Rest der Geschichte.

8. Einmal ganz direkt gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Laurin Dahlem so besonders?
LiFei: Was für eine Frage! Weil ich der Beste bin natürlich. Ohne mich wäre in Imperia alles schief gelaufen. Hao wurde ja so sehr den Kopf verdreht, dass er nicht mehr geradeaus denken konnte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich nicht gewesen wäre! Außerdem habe ich von allen den größten Fanclub. Die Leute lieben mich einfach.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Laurin Dahlem bereit? Wie sieht der momentane Stand seiner Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
LiFei: Wenn er sich mal entscheiden könnte, was er schreiben soll! Momentan pendelt er von einer Geschichte zur anderen. Ich habe ihm schon tausendmal gesagt, dass das so nichts wird, und vor allem, dass er mir gefälligst mal wieder die Star-Rolle verpassen soll, aber davon will er nichts wissen. Pff! Ich bin der Liebling seiner Leser und wenn er mich nicht einbaut, ist er selbst schuld, wenn sich seine Bücher nicht verkaufen! Nur durch eine Prise LiFei kann aus einer mittelmäßigen Geschichte eine herausragende werden! Das sollte er eigentlich wissen, aber da ist er unbelehrbar.
LiFei

10. Ein herzliches Dankeschön an LiFei für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich dem Autor selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von LiFei gesagt wurde.
LD: Hach ja. Wenn man LiFeis Prahlereien beiseite lässt, stimmt es im Großen und Ganzen.





Der Roman „Imperia – Im Schatten des Drachen“ ist im Verlag In Farbe Und Bunt erschienen. Wer mehr über den Autor erfahren möchte, kann ihn auf seiner Facebookseite besuchen.

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