Sonntag, 23. Oktober 2016

[INTERVIEW] Miro über Lia Haycraft



Lia Haycraft

Hi, ich bin Miro und nein, ich bin nicht der Künstler, das ist mein Vorname. Einen Nachnamen habe ich gar nicht und wer braucht den schon? Es gibt mich schon eine Weile, geboren wurde ich als Mensch, aber mit neunzehn bin ich in eine ganz unglaubliche Welt geraten, also geholt worden eigentlich. Und so kam ich nach Axikon, der Welt des ewigen Mondes und wurde zur Sonnenschwinge. Keine schlechte Sache, meine Haut hat einen richtig coolen goldenen Ton angenommen und mir wuchsen riesige goldene Schwingen, daher auch der Name. Ja, und Sonnenschwinge eben, weil ich mehr mit der Sonne verwandt bin als mit dem Mond, wie die Mondschwinge, meine Kollegin. Na, frühere Kollegin, aber dazu darf ich noch nichts sagen. Jedenfalls hat mir Lia eine Rolle in ihrem neuen Buch zugedacht, die hätte ich mir zwar etwas anders vorgestellt, aber später hatte ich doch meinen Spaß und London ist einfach eine coole Stadt. Lia mag ich irgendwie, sie ist ja genauso ein Fan von London wie ich, da hatten wir immer viel zu besprechen und ich hab ihr beim Schreiben immer gern über die Schulter geguckt. Über mich lesen könnt ihr jedenfalls in ihrem aktuellen Roman „Die Nacht der Elemente 3: Sonnenschwinge“, der natürlich nach mir benannt wurde. *wirft sich stolz in die Brust und lacht dann *

1. Stell uns Lia Haycraft doch erst einmal kurz vor.
Puh, ja, also Lia ist Mitte dreißig, ein riesiger Englandfan und Büchernarr. Sie hat wirklich viele und davon beinahe hundert noch nicht gelesen, weil sie sich ständig neue kauft. Vermutlich steckt sie damit einen Großteil ihrer Romanfiguren an, da haben einige eine ähnlich große Büchersammlung. Ich bin allerdings mehr der Draußenmensch, lesen ist nicht so mein Ding. Jedenfalls schreibt sie viel, hat aber meistens ein offenes Wort für mich und wir lachen auch viel zusammen.

2. Was denkst du über Lia, wie findest du sie? Gibt es etwas, was du besonders toll an ihr findest, wofür du sie beneidest? Oder etwas, was du so gar nicht leiden kannst?
Hab ich ja eigentlich schon beantwortet, doch, ich mag sie gerne. Ihre gute Laune, wenn sie denn welche hat, ist ansteckend. Nein, beneiden tue ich sie nicht, sie hat oft zu wenig Zeit raus an die Sonne zu gehen, während ich manchmal komplette Tage draußen verbringen kann. Hmm, also ihr Musikgeschmack ist manchmal etwas merkwürdig, aber wenn mich das stört, schaffe ich es meistens ihr doch irgendeine CD unterzujubeln, die ich auch gerne hören würde.

3. Du verbringst doch viel Zeit mit ihr, was tut sie, wenn sie nicht schreibt?
Wenn sie Zeit hat, geht sie gerne spazieren. Ansonsten so normale Dinge, die wohl jeder irgendwie macht: einkaufen, mit Freunden treffen, arbeiten, autofahren, spazierengehen. Und sie verreist gerne, manchmal darf ich sogar mit. An manchen Tagen macht sie gerne Yoga für ihren Rücken, weil sie ja ständig am PC sitzen muss, im Büro und zuhause auch noch. Ich könnte ihr das Jonglieren beibringen, das wäre auch gut für ihre Rückenmuskeln, könnte ich ihr mal vorschlagen.
 
4. Hat sie ein Vorbild? Schriftstellerisch oder auch im »normalen« Leben?
Davon weiß ich nichts. Ich weiß, dass sie ziemlich viele Autoren gerne mag und einige Musiker oder Schauspieler toll findet und natürlich auch viele ihrer Romanfiguren, aber so ein richtiges Vorbild, glaube ich nicht.

5. Gibt es Rituale, die Lia beim Schreiben anwendet? Das Hören bestimmter Musik oder vollkommene Stille, etwas Bestimmtes zu Essen, das in Reichweite stehen muss?
Musik, meistens hört sie etwas instrumentales, aber es kommt drauf an, wie ihre Laune ist und was sie gerade schreibt. Bei einem Liebesroman, der in England spielt z.B. hört sie auch schon mal Musik mit Texten. Es gibt einige Sachen, die hört sie immer sehr gerne, andere nur ganz selten. Manches ist eher deprimierend, wenn man mich fragt, so richtige Friedhofsmusik und manches ist auch schön fröhlich oder hat einen keltischen Einschlag. Das mag ich auch ganz gerne.

6. Wie hast du sie kennengelernt?
Ich habe sie einfach zum Ende von ihrem Roman „Mondschwinge“ überrascht. Wir sind uns einfach über den Weg gelaufen und mochten uns sofort, deswegen kam ich natürlich auch in ihrem nächsten Roman vor. Vielleicht hat sie ja mal Lust etwas mehr über mich zu schreiben, in einem anderen Roman. Ich würde mich jedenfalls freuen.

7. Weißt du, ob es bei ihr immer so ist, oder ist es bei anderen Geschichten und deren Charakteren anders abgelaufen ist?
Das ist meistens recht ähnlich. Die meisten meiner Kollegen und Kolleginnen begegnen ihr eher zufällig. Aber bei Lucija war es anders, die Mondtochter aus dem ersten Band der Nacht der Elemente Reihe hat sich ein wenig aufgedrängt. Da hat Lia sogar bei der Kindheit angefangen und die ersten 100 Seiten, die später gar nicht mehr im Roman drin waren, haben ganz viel von Lucijas Leben erzählt.

8. Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir? Was macht dich für Lia so besonders?
Sie hat in die Runde gefragt und ich hab mich sofort angeboten, mir macht sowas Spaß. Da meine Szenen schon geschrieben sind und sie schon längst am nächsten Buch sitzt, hatte ich gerade gut Zeit. Und natürlich mag sie mich auch gerne.

9. Werfen wir doch einen Blick in die Kristallkugel: Was hält die Zukunft für Lia Haycraft bereit? Wie sieht der momentane Stand ihrer Arbeit aus? Gibt es bald etwas Neues zu lesen?
Kristallkugel? Da habe ich keinen Zugang, aber ich kann ja mal raten, ich weiß zumindest, dass nächstes Jahr im Sommer der vierte Band ihrer Reihe „Die Nacht der Elemente“ erscheinen wird, darin geht es um Aidan und Nayara. Wobei mir einfällt, Aidan hat sich ewig nicht mehr gemeldet, was er wohl macht? Irgendwie spurlos verschwunden seit der Sache mit Rubens merkwürdigen Abgang, aber … ach so, ich schweife ab, sorry. Genau, es gibt also nächstes Jahr den vierten und letzten Teil der Reihe zu lesen: Sonnentochter.
Ansonsten verkriecht sie sich schon wieder öfter am Schreibtisch, obwohl die beiden Bücher ja längst geschrieben sind. Jetzt arbeitet sie an einem Liebesroman, der zwar auch in England spielt, der aber komplett ohne Fantasy auskommen muss, dafür gibt’s einige Windhunde, ein Herrenhaus und haufenweise skurrile Londoner. Ja, und manchmal schreibt sie auch an ihrem Geisterroman, der in Köln spielt, der kommt wohl danach dran. Langweilig wird es mit Lia jedenfalls nie. ;-)

10. Ein herzliches Dankeschön an Miro für die Beantwortung der Fragen. Für die letzte Frage möchte ich der Autorin selbst eine Gelegenheit geben, noch etwas loszuwerden, bzw. vielleicht auch etwas richtigzustellen, was von Miro gesagt wurde.
Danke, das ist lieb, aber eigentlich passt das alles schon ganz gut. Miro kennt mich eben recht gut. Vielen Dank, dass ihr Miro all diese Fragen gestellt habt und einen Riesendank auch an alle Leser, die meine Bücher bisher gelesen haben! Ihr seid toll, es ist für mich immer wieder spannend zu sehen, wie meine Geschichten ankommen, deswegen freue ich mich auch immer wahnsinnig über Rezensionen.



Der Roman "Sonnenschwinge" ist im Bookshouse Verlag erschienen. Wer mehr über die Autorin erfahren möchte, kann sie auf ihrer Homepage, Facebook, Instagram, Youtube oder DELIA besuchen.

Kommentare:

  1. Ein sehr schönes Interview! Lia war mir ja schon immer sympathisch, danke, Miro, dass noch etwas mehr über sie ausgeplaudert hast. Trifft man dich eigentlich in Band 4 auch wieder?

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    1. Hallo Isabella, und danke das freut mich. Nein, ich fürchte ich werde in Band 4 nicht mehr auftauchen, das hat ziemlich spezielle Gründe, die ich hier natürlich nicht verraten kann, dafür seht ihr natürlich die Hauptfiguren aus Band 3 wieder, Sotai und Ruben.

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